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Graptolithen

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Graptolithen
Datei:Didymograptus murchisoni lg.jpg

Fossilplatte mit Didymograptus murchisoni aus dem Ordovizium.

Zeitliches Auftreten
Oberkambrium bis Holozän
513 bis 0 Mio. Jahre
Fundorte
  • Weltweit
Systematik
Vielzellige Tiere (Metazoa)
Gewebetiere (Eumetazoa)
Neumünder (Deuterostomia)
Stamm: Kiemenlochtiere (Hemichordata)
Klasse: Flügelkiemer (Pterobranchia)
Unterklasse: Graptolithen
Wissenschaftlicher Name
Graptolithina
Bronn, 1849

Die Graptolithen (Schriftsteine) sind polypenähnliche koloniebildende marine Wirbellose, die heute als Unterklasse der Flügelkiemer (Pterobranchia) eingeordnet werden. Ihre einzige lebende Gattung ist Rhabdopleura.<ref>Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2</ref><ref name="Mitchell2012">Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2</ref>

Fossil überliefert sind nur die Wohnröhren, die einen Kammeraufbau aufweisen. Die Hemichordaten-Verwandtschaft ergibt sich aus histologischen Untersuchungen und ist so eng, dass manche Forscher (wie Wladimir N. Beklemischew) die Pterobranchia geradezu als überlebende Graptolit(h)en auffassen. Nach der Entdeckung des Pterobranchen Cephalodiscus graptolitoides, der bei Neukaledonien in großer Tiefe gefunden wurde, sind andere Wissenschaftler der Ansicht, dass die Graptolithen bei den Pterobranchen eingeordnet werden müssen, da die fossilierbaren Teile von Cephalodiscus graptolithoides einem Graptolithen zum Verwechseln ähnlich sind, während der lebende Organismus ein gewöhnlicher Pterobranche ist.<ref>Hynek Burda, Gero Hilken, Jan Zrzavý: Systematische Zoologie. 1. Auflage. UTB, Stuttgart 2008, ISBN 3825231194, S. 225.</ref>

Die Lebensweise der Graptolithen war zu Beginn ihrer Stammesgeschichte sessil-benthisch. Im weiteren Verlauf ihrer Evolution entwickelten sich planktische Arten. Die Bauweise der Graptolithen wies ein Wachstum entlang einer oder mehrerer Achsen auf. Je nachdem, ob die Wohnkammern (Theken) entlang der Achsen einreihig oder mehrreihig angeordnet waren, werden Monograptiden (1 Reihe), Diplograptiden (2 Reihen) oder Phyllograptiden (4 Reihen) unterschieden. Die Kolonien hatten eine oder mehrere Achsen mit geraden oder gebogenen Wuchsformen.

Aufgrund der zeitlich raschen Entwicklung der Klasse, ihrer weiten Verbreitung und den makroskopisch leicht erkennbaren Fossilien sind die Graptolithen vorzügliche Leitfossilien vom Oberkambrium bis ins Unterdevon. Graptolithen sind vor allem in Schiefern (Graptolithenschiefer) überliefert.

Systematik

Die Graptolithen werden in sechs Ordnungen unterteilt:

Literatur

  • Jörg Maletz: The classification of the Pterobranchia (Cephalodiscida and Graptolithina). Bulletin of Geosciences, 89(3), 477–540, Czech Geological Survey, Prag. DOI: 10.3140/bull.geosci.1465

Einzelnachweise

<references/>

Weblinks

Commons: Graptolithina – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien