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Cyclododecan

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Strukturformel
Strukturformel von Cyclododecan
Allgemeines
Name Cyclododecan
Summenformel C12H24
Kurzbeschreibung

farbloser Feststoff mit muffigem Geruch<ref name="GESTIS">Eintrag zu Vorlage:Linktext-Check in der GESTIS-Stoffdatenbank des IFAVorlage:Abrufdatum (JavaScript erforderlich)</ref>

Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer Vorlage:CASRN
EG-Nummer 206-033-9
ECHA-InfoCard 100.005.486
PubChem 9268
ChemSpider 8911
Wikidata [[:d:Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1464: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)|Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1464: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)]]
Eigenschaften
Molare Masse 168,33 g·mol−1
Aggregatzustand

fest

Dichte

0,830 g·cm−3<ref name="GESTIS" />

Schmelzpunkt

61 °C<ref name="GESTIS" />

Siedepunkt

243 °C<ref name="GESTIS" />

Dampfdruck

9,8 Pa (20 °C)<ref name="europa.eu">ECHA: Cyclododecane - Registration Dossier - ECHA, abgerufen am 11. Januar 2020</ref>

Löslichkeit

praktisch unlöslich in Wasser (10 mg·l−1 bei 20 °C)<ref name="GESTIS" />

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung<ref name="GESTIS" />
keine GHS-Piktogramme

H- und P-Sätze H: keine H-Sätze
P: keine P-Sätze
Toxikologische Daten

21 mg·l−1 (EC50Krebstiere, 48 h)<ref name="GESTIS" />

Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0 °C, 1000 hPa).

Cyclododecan ist eine chemische Verbindung aus der Gruppe der alicyclischen gesättigten Kohlenwasserstoffe (genauer der Cycloalkane).

Gewinnung und Darstellung

Cyclododecan kann industriell aus 1,3-Butadien durch katalytische Trimerisation (Umsetzung zu 1,5,9-Cyclododecatrien) und anschließende Hydrierung gewonnen werden.<ref>Hans-Jürgen Arpe: Industrielle Organische Chemie, S. 291; ISBN 978-3-527-31540-6.</ref>

Eigenschaften

Die in der Infobox gezeigte Skelettformel gibt nicht die „reale“ Molekülstruktur wieder. Die zwölf Kohlenstoffatome liegen nicht in einer Ebene. Außerdem ist das Molekül „flexibel“, d. h., seine Atome sind im Molekülverband in ständiger Bewegung begriffen (Pseudorotation). Dadurch sind verschiedene Konformationen möglich.<ref>Frank A. L. Anet, T. N. Rawdah, J. Am. Chem. Soc., 100, 7166–7171 (1978), doi:10.1021/ja00491a007.</ref>

Im kristallinen Zustand liegt – wie eine Röntgenkristallstrukturanalyse bei tiefer Temperatur zeigte – ein Konformer vor, welches D4-Symmetrie aufweist. Es wurde als „quadratisch“ (square) bezeichnet, denn einige Kohlenstoffatome lassen sich als Eckpunkte eines Quadrats auffassen.<ref>J. D. Dunitz, H. M. M. Shearer: Die Strukturen der mittleren Ringverbindungen III. Die Struktur des Cyclododecans, Helvetica Chimica Acta, 43, 18–35 (1960), doi:10.1002/hlca.19600430104.</ref>

Cyclododecan ist ein farbloser brennbarer Feststoff mit muffigem Geruch, welcher praktisch unlöslich in Wasser ist.<ref name="GESTIS" /> Cyclododecan ist unlöslich in stark polaren Lösungsmitteln und löslich in unpolaren Lösungsmitteln wie Alkanen oder chlorierten Kohlenwasserstoffen. Die Verbindung hat die ungewöhnliche Eigenschaft bei Raumtemperatur zu sublimieren und somit innerhalb kurzer Zeit zu verschwinden. Die Struktur des Feststoffs unterscheidet sich bei Ausfällung aus einer Lösung und der Erstarrung einer Schmelze. Bei Ausfällung aus einer Lösung kann Cyclododecan lange Kristallnadeln bilden, wobei diese Kristallbildung wesentlich von der Verdunstungsgeschwindigkeit des gewählten Lösungsmittel abhängig ist.<ref name="kremer">kremer-pigmente.de: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Cyclododecan Spray (Memento vom 8. August 2007 im Internet Archive)</ref>

Verwendung

Cyclododecan wird als flüchtiges Bindemittel, zur Transportsicherung, in der Papierrestaurierung und zum Sichern von gefassten Holzobjekten verwendet.<ref name="kremer" /> Es wird auch als Zwischenprodukt zur Herstellung anderer chemische Verbindungen wie Cyclododecanon, 1,12-Dodecandisäure oder Laurinlactam verwendet.

In der archäologischen Ausgrabung wird es als Lösung oder Schmelze bei der Blockbergung verwendet.

Einzelnachweise

<references />