Lopp
Lopp Markt Kasendorf
| ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Koordinaten: | Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(80)&title=Lopp 50° 4′ N, 11° 20′ O
{{#coordinates:50,063055555556|11,334444444444|primary
|
dim=10000 | globe= | name=Lopp | region=DE-Vorlage:Deutsches Bundesland/Code | type=city
}} |
| Höhe: | 354 m ü. NHN | |||||
| Einwohner: | 80 (31. Dez. 2007)[Ohne Beleg] | |||||
| Eingemeindung: | 1. Januar 1972 | |||||
| Postleitzahl: | 95359 | |||||
| Vorwahl: | 09229 | |||||
Lopp (oberfränkisch: Lobb oder Di Löbbe<ref>E. F. v. Guttenberg: Land- und Stadtkreis Kulmbach, S. 200. Dort nach den Regeln des HONB folgendermaßen transkribiert: „lobb“ oder di löbbe.</ref>) ist ein Gemeindeteil des Marktes Kasendorf im Landkreis Kulmbach (Oberfranken, Bayern).<ref>Vorlage:BayernPortal Ortsteile</ref> Die Gemarkung Lopp liegt teils auf dem Gemeindegebiet von Kasendorf, teils auf dem Gemeindegebiet von Mainleus. Sie hat eine Fläche von 4,777 km² und ist in 540 Flurstücke aufgeteilt, die eine durchschnittliche Flurstücksfläche von 8845,43 m² haben.<ref>Gemarkung Lopp (091781). In: geoindex.io. Geoindex Aktiengesellschaft, abgerufen am 14. Dezember 2024.</ref> In ihr liegen neben dem namensgebenden Ort die Gemeindeteile Bechtelsreuth, Krötennest und Wüstenbuchau.<ref>Webkarte. ALKIS®-Verwaltungsgrenzen – Gemarkungen. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 14. Dezember 2024.</ref>
Lage
Das Dorf liegt am Lopper Bach und am Röthelbach, der innerorts als rechter Zufluss in den Lopper Bach mündet. Eine Gemeindeverbindungsstraße führt nach Wüstendorf (0,9 km nordwestlich) bzw. zur Kreisstraße KU 4 (1 km östlich). Eine weitere Gemeindeverbindungsstraße führt nach Lindenberg (1 km südlich).<ref>Ortskarte 1:10.000. Darstellung mit Schummerung. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 27. August 2023.</ref>
Geschichte
1288 wurde der Ort als „Luppe“ erstmals urkundlich erwähnt. Dies ist zugleich die erste urkundliche Erwähnung des Ortes.<ref>E. F. v. Guttenberg: Land- und Stadtkreis Kulmbach, S. 102f.</ref> [1326–1328] wurde der Ort „Sloppe“ genannt.<ref>Ernst Eichler u. a.: Beiträge zur slavisch-deutschen Sprachkontaktforschung, Bd. 2, Siedlungsnamen im oberfränkischen Stadt- und Landkreis Bayreuth, S. 137 (Urb. Bamberg S. 117)</ref> Dem Ortsnamen liegt das altslawische Wort slapu (=Strömung) bzw. slopъ (=Schlicker-, Lehmboden) zugrunde.<ref>E. F. v. Guttenberg: Land- und Stadtkreis Kulmbach, S. 102f.</ref><ref>Ernst Eichler: Zur Etymologie und Struktur der slawischen Orts- und Flußnamen in Nordostbayern, in Wissenschaftliche Zeitschrift der Karl-Marx-Universität Leipzig, 11. Jahrgang, S. 372, 375.</ref>
Gegen Ende des 18. Jahrhunderts bestand Lopp aus 17 Anwesen. Das Hochgericht östlich des Bachs übte das Giech’sche Herrschaftsgericht Thurnau aus, westlich des Bachs das bambergische Centamt Weismain. Die Dorf- und Gemeindeherrschaft hatte das Herrschaftsgericht Thurnau. Grundherren waren das Herrschaftsgericht Thurnau (1 Hof, 1 Halbhof, 10 Sölden, 1 Haus, 2 Häuslein) und das Rittergut Thurnau (1 Hof, 1 Gütlein).<ref name="B617">R. Barth: Kulmbach: Stadt und Altlandkreis, S. 617f.</ref>
Von 1797 bis 1810 unterstand der Ort dem Patrimonialgericht Thurnau. 1810 kam Peesten an das Königreich Bayern. Mit dem Gemeindeedikt wurde Lopp dem 1811 gebildeten Steuerdistrikt Buchau zugewiesen. Mit dem Zweiten Gemeindeedikt (1818) entstand die Ruralgemeinde Lopp, zu der Bechtelsreuth, Krötennest und Wüstenbuchau gehörten. Sie war in Verwaltung und Gerichtsbarkeit dem Herrschaftsgericht Thurnau (ab 1852 Landgericht Thurnau) zugewiesen und in der Finanzverwaltung dem Rentamt Kulmbach. In der freiwilligen Gerichtsbarkeit gehörte sämtliche Anwesen bis 1848 zum Patrimonialgericht Thurnau. 1856 wurde Lopp an das Rentamt Thurnau überwiesen (1919 in Finanzamt Thurnau umbenannt). Ab 1862 gehörte Lopp zum Bezirksamt Kulmbach (1939 in Landkreis Kulmbach umbenannt). Die Gerichtsbarkeit blieb beim Landgericht Thurnau (1879 in das Amtsgericht Thurnau umgewandelt), seit 1929 ist das Amtsgericht Kulmbach zuständig. Die Finanzverwaltung wurde 1929 vom Finanzamt Kulmbach übernommen.<ref name="B763">R. Barth: Kulmbach: Stadt und Altlandkreis, S. 763f.</ref> Die Gemeinde hatte eine Gebietsfläche von 4,779 km².<ref name="OV 1961">Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern, Gebietsstand am 1. Oktober 1964 mit statistischen Angaben aus der Volkszählung 1961. Heft 260 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1964, DNB 453660959, OCLC 230947413, Abschnitt II, Sp. 700 (Digitalisat).</ref>
Die Gemeinde Lopp wurde im Zuge der Gebietsreform in Bayern am 31. Dezember 1971 aufgelöst und auf die Märkte Kasendorf und Mainleus aufgeteilt.<ref></ref><ref>Kasendorf > Politische Einteilung. In: wiki.genealogy.net. Verein für Computergenealogie, abgerufen am 14. Dezember 2024.</ref>
Baudenkmäler
- Haus Nr. 14 und 16: Wohnstallhäuser
Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Siehe auch“ ist nicht vorhanden.
Religion
Lochau ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt. Die Einwohner westlich des Bachs gehörten zur Pfarrei St. Michael (Buchau), die Einwohner östlich des Bachs zur Pfarrei St. Maria (Peesten).<ref name="B617"/> Heute sind alle nach Peesten gepfarrt.<ref name="OV 1961"/>
Literatur
- Der BibISBN-Eintrag Vorlage:BibISBN/9783769665543 ist nicht vorhanden. Bitte prüfe die ISBN und lege ggf. einen neuen Eintrag an.
- Johann Kaspar Bundschuh: Lopp. In: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken. Band 3: I–Ne. Verlag der Stettinischen Buchhandlung, Ulm 1801, DNB 790364301, OCLC 833753092, Sp. 397 (Digitalisat).
- Vorlage:Gebessler Stadt und Landkreis Kulmbach
- Vorlage:Guttenberg Land- und Stadtkreis Kulmbach
- Vorlage:Hönn Lexicon Topographicum
Weblinks
- Lopp. In: kasendorf.de. Abgerufen am 14. Dezember 2024.
- Vorlage:Bavarikon Ort
- Lopp in der Topographia Franconiae der Uni WürzburgVorlage:Abrufdatum
- Lopp im Geschichtlichen Ortsverzeichnis des Vereins für ComputergenealogieVorlage:Abrufdatum
Fußnoten
<references responsive />
Azendorf | Döllnitz | Dörnhof | Heubsch | Kasendorf | Krumme Fohre | Lichtentanne | Lindenberg | Lopp | Neudorf | Papiermühle | Peesten | Pulvermühle | Reuth | Welschenkahl | Zultenberg
Wüstung: Hammermühle
- Seiten mit Skriptfehlern
- Wikipedia:Vorlagenfehler/Vorlage:Infobox Ortsteil einer Gemeinde in Deutschland
- Wikipedia:Vorlagenfehler/Vorlage:Literatur/Interner Fehler
- Wikipedia:Vorlagenfehler/Vorlage:BibISBN
- Geographie (Kasendorf)
- Ort im Landkreis Kulmbach
- Ehemalige Gemeinde (Landkreis Kulmbach)
- Gemeindegründung 1818
- Gemeindeauflösung 1971
- Ersterwähnung 1288
- Deutscher Ortsname slawischer Herkunft
- Gemarkung im Landkreis Kulmbach