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Kirchspiel Epe

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Datei:Amt Gronau 1845.jpg
Das Amt Gronau im 19. Jahrhundert. Bis auf die Kernorte Gronau und Epe gehörte das gesamte Gebiet des Amtes zur Gemeinde Kirchspiel Epe

Kirchspiel Epe war bis 1934 eine Gemeinde im Kreis Ahaus in der preußischen Provinz Westfalen. Ihr Gebiet gehört heute zur Stadt Gronau (Westf.) im Kreis Borken. Die Gemeinde war eine der im Münsterland mehrfach vorkommenden „Kirchspielgemeinden“, die das bäuerliche Umland eines Kirchorts umfassten.

Geografie

Die Gemeinde Kirchspiel Epe besaß bis 1897 eine Fläche von 77,5 und seitdem von 47,3 km². Sie bestand aus den Bauerschaften Brinkerhook, Eilermark (bis 1898), Füchte, Gerdingsseite, Kloster, Kottigerhook, Langeseite, Lasterfeld, Riekenhof, Storkerhook, Sunderhook, Uppermark und Wieferthook.<ref name="his">Hans-Walter Pries: Kirchspiel Epe. In: HIS-Data. Abgerufen am 21. Januar 2017.</ref> Die Stadt Gronau sowie die Gemeinde Epe bildeten Enklaven innerhalb des Gemeindegebiets.

Geschichte

Datei:Baumwollspinnerei Gronau 1891.jpg
Gründeraktie der Baumwollspinnerei Gronau im Kirchspiel Epe vom 1. April 1891

Das Gebiet der Gemeinde gehörte nach der Napoleonischen Zeit zunächst zur Bürgermeisterei Gronau im 1816 gegründeten Kreis Ahaus. Mit der Einführung der Westfälischen Landgemeindeordnung wurde 1844 aus der Bürgermeisterei Gronau das Amt Gronau, zu dem die Stadt Gronau sowie das Dorf Epe und Kirchspiel Epe (seinerzeit auch Außengemeinde Epe genannt) als jeweils eigene Gemeinden gehörten.<ref>Amtsblatt für den Regierungsbezirk Münster 1844, Seite 224. Abgerufen am 3. September 2017.</ref> Am 27. Dezember 1897 wurde Gronau amtsfreie Stadt. Gleichzeitig trat die Gemeinde Kirchspiel Epe die 30 km² große Eilermark an die Stadt Gronau ab.<ref>Amtsblatt für den Regierungsbezirk Münster 1898, Seite 25. Abgerufen am 3. September 2017.</ref> Am 1. April 1934 wurden Dorf und Kirchspiel Epe zur neuen Gemeinde Epe zusammengeschlossen.<ref>Amtsblatt für den Regierungsbezirk Münster 1934, Seite 57. Abgerufen am 3. September 2017.</ref>

Einwohnerentwicklung

Jahr Einwohner Quelle
1858 2603 <ref name="stat58">Statistische Nachrichten über den Regierungs-Bezirk Münster, 1860</ref>
1885 3628 <ref>Gemeindelexikon für die Provinz Westfalen 1885. Abgerufen am 16. März 2025.</ref>
1910 4326 <ref>Landkreis Ahaus. Gemeindeverzeichnis 1900. In: gemeindeverzeichnis.de. Uli Schubert, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 4. August 2022; abgerufen am 23. Februar 2026.</ref>
1933 5766 <ref name="his"/>

Einzelnachweise

<references />

Koordinaten: 52° 10′ N, 7° 0′ O

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