Zum Inhalt springen

Sellen (Steinfurt)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Dies ist die aktuelle Version dieser Seite, zuletzt bearbeitet am 8. März 2026 um 15:30 Uhr durch imported>Eriosw (Einwohnerentwicklung).
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)
Sellen
Stadt Steinfurt
Koordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city&title=Sellen 52° 10′ N, 7° 18′ OKoordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city 52° 10′ 15″ N, 7° 17′ 32″ O
 {{#coordinates:52,1709|7,2923|primary
dim=10000 globe= name=Sellen region=DE-Vorlage:Deutsches Bundesland/Code type=city
  }}
Fläche: 22 km²
Eingemeindung: 1. April 1939
Eingemeindet nach: Burgsteinfurt
Postleitzahl: 48565
Vorwahl: 02551
Lage von Sellen in Nordrhein-Westfalen

Sellen ist eine Bauerschaft im Ortsteil Burgsteinfurt der Stadt Steinfurt in Nordrhein-Westfalen. Bis 1939 war Sellen eine eigenständige Gemeinde.

Geographie

Sellen ist eine landwirtschaftlich geprägte Streusiedlung ohne einen verdichteten Dorfkern und liegt nordwestlich der Burgsteinfurter Kernstadt. Die natürliche Grenze zur östlich anschließenden Bauerschaft Hollich bildet die Steinfurter Aa. Südlich schließt sich die Bauerschaft Veltrup an. Im nördlichen Teil von Sellen liegt das Naturschutzgebiet Seller Feld. Die ehemalige Gemeinde Sellen besaß eine Fläche von 22,0 km².<ref name="his">Hans-Walter Pries: Sellen. In: HIS-Data. Abgerufen am 11. Mai 2019.</ref>

Geschichte

Sellen ist eine alte westfälische Bauerschaft. Die Bauerschaft wurde erstmals im Jahre 890 als „Seliun“ in den Grundbüchern des Klosters Werden urkundlich erwähnt.<ref>Schützenverein Sellen-Veltrup: Geschichte von Sellen und Veltrup</ref> Im Laufe der Zeit gründeten sich in der Bauerschaft mehrere Haupthöfe, um die herum einzelne Ansiedlungen entstanden. Seit dem 19. Jahrhundert bildete Sellen eine Landgemeinde im Amt Steinfurt des Kreises Steinfurt.<ref>Amtsblatt für den Regierungsbezirk Münster 1844, Seite 216. Abgerufen am 3. September 2017.</ref> Die Gemeinde erhielt 1877 eine eigene Volksschule. Am 1. April 1939 wurde Sellen zusammen mit den benachbarten Bauerschaften Hollich und Veltrup in die damalige Stadt Burgsteinfurt eingemeindet.

Einwohnerentwicklung

Jahr Einwohner Quelle
1858 177 <ref name="stat58">Statistische Nachrichten über den Regierungs-Bezirk Münster, 1860</ref>
1871 152 <ref>Volkszählung 1871</ref>
1885 148 <ref>Gemeindelexikon für die Provinz Westfalen 1885. Abgerufen am 16. März 2025.</ref>
1910 187 <ref>Landkreis Steinfurt. Gemeindeverzeichnis 1900. In: gemeindeverzeichnis.de. Uli Schubert, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 26. Februar 2025;.</ref>
1925 164 <ref name="demand">Vorlage:Verwaltungsgeschichte.de</ref>
1933 169 <ref name="demand"/>

Baudenkmäler

Der Speicher Veltrup 1 und der Fachwerkbackspeicher Veltrup 9 stehen unter Denkmalschutz.

Kultur

Ein Träger des lokalen Brauchtums ist der Schützenverein Sellen-Veltrup 1519.

Persönlichkeiten

  • Heinrich Göckenjan (1900–1986), Reichstagsabgeordneter der NSDAP und Gauamtsleiter des Amtes für Agrarpolitik des Gaues Westfalen-Nord der NSDAP, war Bauer in Sellen.

Einzelnachweise

<references /> Vorlage:Hinweisbaustein