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Rebbachisauridae

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Rebbachisauridae
Datei:Nigersaurus skull aus.jpg

Schädel von Nigersaurus

Zeitliches Auftreten
Unterkreide bis Oberkreide (Aptium bis Coniacium)<ref>Pablo A. Gallina, Sebastián Apesteguía: Cathartesaura anaerobica gen. et sp. nov., a new rebbachisaurid (Dinosauria, Sauropoda) from the Huincul Formation (Upper Cretaceous), Río Negro, Argentina. In: Revista del Museo Argentino de Ciencias Naturales. NS Bd. 7, Nr. 2, 2005, ISSN 1514-5158, S. 153–166, <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Digitalisat (PDF; 1,03 MB) (Memento vom 6. Juli 2011 im Internet Archive).</ref>
Erdzeitalter-Vorlage: Unbekannter Parameterwert!Vorlage:Erdzeitalter/Wartung/Parameterfehler bis Erdzeitalter−Vorlage: Unbekannter Parameterwert!Vorlage:Erdzeitalter/Wartung/Parameterfehler Mio. Jahre
Fundorte
Systematik
Echsenbeckensaurier (Saurischia)
Sauropoden (Sauropoda)
Eusauropoda
Neosauropoda
Diplodocoidea
Rebbachisauridae
Wissenschaftlicher Name
Rebbachisauridae
Bonaparte, 1997

Die Rebbachisauridae sind eine Familie der Diplodocoidea. Sie wurde 1997 von José Fernando Bonaparte definiert. Die Rebbachisauridae lebten auf den Kontinenten Europa, Südamerika und Afrika.<ref name="Bonaparte">José F. Bonaparte: Rayososaurus agrioensis Bonaparte 1995. In: Ameghiniana. Bd. 34, Nr. 1, 1997, S. 116.</ref>

Merkmale

Die Rebbachisauridae waren wie alle Sauropoden vierbeinig laufende (Quadrupedie), pflanzenfressende (herbivore) Dinosaurier. Sie hatten einen kleinen Kopf, einen langen Hals und Schwanz.<ref name="Upchurch">Paul Upchurch, Paul M. Barrett, Peter Dodson: Sauropoda. In: David B. Weishampel, Peter Dodson, Halszka Osmólska (Hrsg.): The Dinosauria. 2nd edition. University of California Press, Berkeley CA u. a. 2004, ISBN 0-520-24209-2, S. 259–324.</ref>

Schädel

Datei:Nigersaurus taqueti skull.jpg
Rekonstruktion der Kopfhaltung von Nigersaurus taqueti im Vergleich zu anderen Sauropodomorpha<ref name="Sereno_2007_PLoS" />

Einzigartig unter den Sauropoden und nur bei den Rebbachisauriden zu finden sind Zahnbatterien.<ref name="Sereno_2007_PLoS">Paul C. Sereno, Jeffrey A. Wilson, Lawrence M. Witmer, John A. Whitlock, Abdoulaye Maga, Oumarou Ide, Timothy A. Rowe: Structural Extremes in a Cretaceous Dinosaur. In: PLoS ONE. Bd. 2, Nr. 11, 2007, e1230, doi:10.1371/journal.pone.0001230.</ref><ref name="td">Paul Upchurch, Paul M. Barrett, Peter Dodson: Sauropoda. In: David B. Weishampel, Peter Dodson, Halszka Osmólska (Hrsg.): The Dinosauria. 2nd edition. University of California Press, Berkeley CA u. a. 2004, ISBN 0-520-24209-2, S. 259–324, hier S. 304.</ref> Er zeigt für einen herbivoren Dinosaurier extreme Anpassungen<ref name="Sereno_2007_PLoS" /> und außerdem ist diese Anpassung nur bei Hadrosauriern und Ceratopsiden zu finden.

Wenn man den Unterkiefer von oben betrachtet, erscheint er L-förmig und bildet ein sehr breites, kastenförmiges Gebiss, das gerade Zahnreihen enthält, die quer zum Längsschaft des Unterkiefers stehen – ein unter Dinosauriern einzigartiges Merkmal. Die Gesamtlänge des Unterkiefers wird von der Breite der Schnauze leicht übertroffen.<ref name="toothbattery">Paul C. Sereno, Jeffrey A. Wilson: Structure and Evolution of a Sauropod Tooth Battery. In: Kristina Curry A. Rogers, Jeffrey A. Wilson (Hrsg.): The Sauropods. Evolution and Paleobiology. University of California Press, Berkeley CA u. a. 2005, ISBN 0-520-24623-3, S. 157–177, doi:10.1525/california/9780520246232.003.0006.</ref><ref name="Sereno_2007_PLoS" />

Oberkiefer wie Unterkiefer weisen Zahnbatterien auf, welche tief in das Maxillare, das Premaxillare sowie das Dentale eingebettet sind. So standen unter jedem der über 100 aktiven Zähne bis zu 10 Ersatzzähne, insgesamt hatte der Schädel über 500 Zähne. Die Zähne wirkten wie eine Schere, die Pflanzenbewuchs abschnitt. Die Zähne nutzten sich dabei schnell ab – bei keinem anderen Dinosaurier ist eine größere Abnutzrate bekannt. Die Zahnbatterien sorgten für einen kontinuierlichen Zahnwechsel, nach Sereno wuchs etwa jeden Monat ein Zahn nach. Jedenfalls besaß Nigersaurus keine der speziellen Anpassungen, die bei anderen Dinosauriern mit Zahnbatterien nachgewiesen wurden.<ref name="Sereno_2007_PLoS" />

Rumpf

Der Hals ist im Vergleich mit anderen Sauropoden kurz, die 13 Halswirbel haben nur 130 % der Länge der Rückenwirbelsäule. Ein kurzer Hals und eine geringere Größe zeichnen die meisten Rebbachisauriden sowie Dicraeosauriden aus, die damit im Gegensatz zu den großen, langhalsigen Diplodociden stehen. Ob diese Merkmale der Diplodociden abgeleitete Merkmale dieser Familie sind, oder ob sich die gemeinsamen Merkmale der Dicraeosauridae und der Rebbachisauridae konvergent entwickelt haben, ist jedoch nicht klar.<ref name="Sereno_2007_PLoS" />

Mit Maraapunisaurus könnte ein sehr großer Vertreter der Sauropoden zu den Rebbachisauriden gezählt haben.<ref name=":0">Kenneth Carpenter: Maraapunisaurus fragillimus, N.G. (formerly Amphicoelias fragillimus), a basal Rebbachisaurid from the Morrison Formation (Upper Jurassic) of Colorado. In: Geology of the Intermountain West. Band 5, 19. Oktober 2018, ISSN 2380-7601, S. 227–244, doi:10.31711/giw.v5.pp227-244 (utahgeology.org [abgerufen am 16. Mai 2020]).</ref>

Systematik und Taxonomie

Taxonomie

Die erste Gattung der Rebbachisauridae, Rebbachisaurus, wurde von Jack McIntosch 1990 in die Diplodocidae, Unterfamilie Dicraeosaurinae, eingeordnet.<ref>John S. McIntosh: Sauropoda. In: David B. Weishampel, Peter Dodson, Halszka Osmólska (Hrsg.): The Dinosauria. University of California Press, Berkeley CA u. a. 1990, ISBN 0-520-06726-6, S. 345–401.</ref> Als in den nächsten Jahren weitere ähnliche Dinosaurier entdeckt wurden, wurde klar, dass diese Dinosaurier eine bestimmte Gruppe bildete, die Bonaparte 1997 Rebbachisauridae nannte.<ref name="Bonaparte" />

Äußere Systematik

Die Rebbachisauridae sind innerhalb der Diplodocoidea, einer Gruppe der Neosauropoden. Das Schwestertaxon sind die Flagellicaudata (Diplodocidae + Dicraeosauridae). Folgendes Kladogramm zeigt die Verwandtschaftsverhältnisse:<ref>Michael P. Taylor, Darren Naish: The phylogenetic taxonomy of Diplodocoidea (Dinosauria: Sauropoda). In: PaleoBios. Bd. 25, Nr. 2, 2005, ISSN 0031-0298, S. 1–7, Digitalisat (PDF; 456 kB).</ref><ref name="Upchurch" />

  Neosauropoda  

 Macronaria


  Diplodocoidea 

Rebbachisauridae


  Flagellicaudata  

Dicraeosauridae


   

Diplodocidae


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Gattungen

Weblinks

Commons: Rebbachisauridae – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />