Aiolos (Windgott)
Aiolos ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value), deutsch Äolus oder Äol) ist der von Zeus als Herrscher über die verschiedenen Winde eingesetzte Günstling der Götter.<ref>Homer, Odyssee 10,2 und 21; Hyginus, Fabulae 125</ref> Zu den Haupt-Winden gehören Boreas (Nordwind), Euros (Ostwind), Notos (Südwind) und Zephyros (Westwind).
Aiolos in der Odyssee
Aiolos war ein Sohn des Hippotes<ref>Homer, Odyssee 10,2; Ovid, Metamorphosen 14,223</ref> und bewohnte mit seiner Gattin<ref>Diodor 5,7,6: Kyane, die Tochter des Liparos</ref> sowie seinen sechs Söhnen und sechs Töchtern<ref>Homer, Odyssee 10,5f.; Parthenios, Erotika pathemata 2 sagt Odysseus ein Verhältnis mit Polymele nach.</ref> als König<ref>Vergil, Aeneis 1,52</ref> die schwimmende Insel Aiolia ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)). Diese wurde schon in der Antike<ref>z. B. Antiochos von Syrakus FGrH 555 F 1; Diodor, Bibliotheca historica 5, 7ff.</ref> gerne mit einer der Äolischen Inseln (deren Namen von Aiolos abgeleitet ist) identifiziert. Einige moderne Forscher setzen sie dagegen mit anderen Inseln, u. a. mit Ustica<ref>u. a. Ernle Bradford: Reisen mit Homer. Dt. Taschenbuch-Verl., München 1992, ISBN 3-423-30310-7.</ref> oder Malta<ref>Armin Wolf: Homers Reisen. Auf den Spuren des Odysseus. überarbeitete Neuauflage. Böhlau-Verlag, 2009, ISBN 978-3-412-20407-5, S. 29ff. (Erstauflage 1968)</ref> gleich. Aiolos nahm Odysseus und seine Gefährten gastfreundlich auf und bewirtete sie einen Monat. Vor der Heimfahrt gab er Odysseus einen Schlauch aus Rindsleder mit Winden, der verschlossen bleiben sollte. Gleichzeitig ließ er für Odysseus’ Heimfahrt günstige Westwinde wehen. Der Schlauch wurde jedoch von den Gefährten des Odysseus kurz vor Erreichen Ithakas geöffnet. Infolgedessen entwichen alle Winde, und die Schiffe wurden zu Aiolos’ Insel zurückgetrieben. Aiolos, von Odysseus erneut um günstige Winde gebeten, wies ihn als einen den Göttern Verhassten ab.<ref>Homer, Odyssee 10,1–76</ref>
Rezeption in der Musik
- In Georg Philipp Telemanns Suite Hamburger Ebb’ und Fluth von 1723 trägt ein Satz den programmatischen Titel Der stürmende Aeolus.
- Johann Sebastian Bach: Der zufriedengestellte Aeolus (Kantate BWV 205), 1725
- César Franck: Les Éolides (Sinfonische Dichtung), 1876
- Toshio Hosokawa: Aeolus – Re-Turning III für Harfe und Orchester, 2014<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Eintrag auf der Seite des Schott-Verlages ( vom 6. Mai 2016 im Internet Archive)</ref>
Sonstige Rezeption
Der Mount Aeolus und der Gebirgskamm Aeolus Ridge in der Antarktis sind nach ihm benannt.
In Athen steht am Ende der {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)-Straße der „Turm der Winde“.
Literatur
- Konrat Ziegler: Aiolos 3). In: Der Kleine Pauly (KlP). Band 1, Stuttgart 1964, Sp. 184.
- Roscher: Aiolos 3. In: Wilhelm Heinrich Roscher (Hrsg.): Ausführliches Lexikon der griechischen und römischen Mythologie. Band 1,1, Leipzig 1886, Sp. 193–195 (Digitalisat).
Siehe auch
Weblinks
- Aiolos im Theoi Project (engl.)
Einzelnachweise
<references />