Willi Betz
| Willi Betz Unternehmensgruppe
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| colspan="2" class="notheme" style="background:#Vorlage:Standardfarbe; color:#Vorlage:Standardfarbe; padding:1em 0;" | Willi Betz logo.svg | |
| Rechtsform | Betz Holding GmbH & Co. KG |
| Gründung | 1972 |
| Sitz | Undingen, Deutschland |
| Mitarbeiterzahl | 150 |
| Umsatz | ca. 55 Millionen auf Gruppebene |
| Branche | Spedition |
| Website | www.willibetz.com |
| Stand: 2022 | |
Die Willi Betz Unternehmensgruppe mit der Betz Holding GmbH & Co. KG als Dachgesellschaft ist ein deutsches Speditionsunternehmen mit Sitz im schwäbischen Undingen. Die NTL GmbH & Co. KG (vormals Internationale Spedition Willi Betz GmbH & Co. KG) ist eine Tochtergesellschaft der Betz Holding GmbH & Co. KG und betreibt die Geschäftsfelder Spedition und Transport.
Während der besten Zeiten unterhielt das Unternehmen mehr als 50 Standorte in Europa und Asien, in denen rund 8000<ref name = "swp_2014-03-14">Ralph Bausinger: Betz: 28 Mitarbeiter verlieren ihren Job. Südwest Presse, 14. März 2014, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 22. Juli 2016; abgerufen am 22. Juli 2016.</ref> Mitarbeiter beschäftigt waren. Der Fuhrpark der Willi Betz Unternehmensgruppe war einer der größten weltweit. Die operativen Tätigkeiten im Bereich Spedition und Transport werden heute hauptsächlich von der Tochterfirma Betz International GmbH ausgeführt.
Geschichte
Die Willi Betz Unternehmensgruppe wurde 1945 von Willi Betz (1927–2015<ref>Reutlinger Generalanzeiger: „Willi Betz im Alter von 88 Jahren gestorben“, 14. Dezember 2015.</ref>), damals 17, in Reutlingen gegründet und entwickelte sich zu einem internationalen Logistikkonzern. Möglich wurde der Ausbau des Unternehmens insbesondere durch die engen Kontakte, die Willi Betz bereits in den 1960er Jahren zum staatlichen Transportbetrieb SOMAT in Bulgarien knüpfte. Durch die schließlich in den 1990er-Jahren erfolgte Übernahme konnte sich das Unternehmen zu einem der führenden Transportdienstleister in Südosteuropa sowie dem Nahen und Mittleren Osten entwickeln.
In den 2000ern wurde gegen Willi und Sohn Thomas Betz wegen Bestechung, Sozialversicherungsbetrug und Steuerhinterziehung ermittelt. Die Ermittlungen gegen Willi Betz wurden aus gesundheitlichen Gründen eingestellt. Thomas Betz wurde zu mehr als fünf Jahren Haft verurteilt und soll dem Urteil zufolge in den Jahren von 1999 bis 2002 osteuropäische Lastwagenfahrer illegal auf Strecken innerhalb der EU eingesetzt haben. Dabei soll auch Bestechung und Sozialversicherungsbetrug stattgefunden haben. Das Unternehmen musste eine Millionenstrafe zahlen.<ref>Prozess: Fünf Jahre Haft und hohe Geldstrafe für Spediteur Betz. In: Der Tagesspiegel Online. ISSN 1865-2263 (tagesspiegel.de [abgerufen am 20. Mai 2025]).</ref>
Das Unternehmen unterhielt 2008 Niederlassungen in 25 Ländern und erreichte einen Umsatz von knapp 1 Milliarde Euro und 8000<ref name="swp_2014-03-14" /> Mitarbeitern. Infolge der Weltwirtschaftskrise ist die Unternehmensgruppe in den folgenden Jahren in Umsatz und Mitarbeiterzahl stark geschrumpft.<ref name="GEA_14">Zwei Brüder an der Spitze von Willi Betz, auf www.gea.de, abgerufen am 18. September 2015</ref> 2014 waren noch rund 3000 Mitarbeiter beschäftigt.<ref name="swp_2014-03-14" /> Als Reaktion wurde der Konzern umstrukturiert, so trennte sich die Willi Betz Unternehmensgruppe zum Jahresende 2011 von ihrer Tochtergesellschaft LGI, um sich in Zukunft auf das Kerngeschäft der Speditions- und Transportdienstleistungen zu konzentrieren.<ref>Willi Betz verkauft Tochterfirma LGI, auf www.gea.de, abgerufen am 18. September 2015</ref> Der Firmengründer Willi Betz verstarb im Alter von 88 Jahren am 12. Dezember 2015.<ref>Reutlinger Generalanzeiger: Willi Betz im Alter von 88 Jahren gestorben, 14. Dezember 2015.</ref>
Die Willi Betz Unternehmensgruppe mit der Tochterfirma Betz International GmbH ist heute in den Geschäftsbereichen General Cargo, Dedicated Fleet und Fahrzeugtransporte tätig.
Am 29. Januar 2021 wurde die Internationale Spedition Willi Betz GmbH & Co. KG in NTL GmbH & Co. KG umfirmiert. Wenige Wochen danach wurde am 14. Mai 2021 das Insolvenzverfahren über das Vermögen der Gesellschaft eröffnet.<ref>Registerportal | Sitzungshinweis. Abgerufen am 10. April 2026.</ref>
Am 2. April 2026 meldete die Betz International GmbH mit Sitz in Undingen Insolvenz an.<ref name=":0">Julian Baumann: International tätige deutsche Spedition ist insolvent – rund 140 Mitarbeiter betroffen. In: merkur.de. Münchener Zeitungs-Verlag GmbH & Co. KG, München, 8. April 2026, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 8. April 2026.</ref><ref name=":1">Uwe Rogowski: Transporte - Betz International in Undingen: 140 Jobs in Gefahr. In: gea.de. Reutlinger General-Anzeiger Verlags-GmbH & Co. KG, Reutlingen, 8. April 2026, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 8. April 2026.</ref><ref name=":2">Sabrina Kir: Seit Jahrzehnten in der Region verwurzelt - Spedition Betz International in Sonnenbühl meldet Insolvenz an. In: swr.de. Südwestrundfunk, Stuttgart, 10. April 2026, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 10. April 2026.</ref> Das Amtsgericht Tübingen eröffnete am 7. April 2026 das Insolvenzverfahren und bestellte einen vorläufigen Insolvenzverwalter.<ref name=":0" /><ref name=":1" /><ref name=":2" /> Das Unternehmen begründete die Insolvenz mit unprofitablen Geschäftsbedingungen infolge harter Konkurrenz, niedriger Margen, gestiegener Kosten und eines schwierigen Marktumfelds.<ref name=":0" /><ref name=":2" /> Der Geschäftsbetrieb wurde zunächst fortgeführt, während Möglichkeiten für eine Sanierung oder Übernahme geprüft wurden.<ref name=":2" /> Interne Optimierungs- und Kostensenkungsmaßnahmen konnten die Lage nicht stabilisieren.<ref name=":0" /> Von der Insolvenz waren rund 140 Mitarbeiter betroffen.<ref name=":0" /><ref name=":2" />
Weblinks
Belege
<references />