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Kristinn Hrafnsson

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Datei:Wikileaks Spokesperson Kristinn Hrafnsson speaks at the Queensland College of Art, Griffith University, Southbank, Brisbane, Australia 110623.jpg
Kristinn Hrafnsson 2011 in Brisbane

Kristinn Hrafnsson (* 25. Juni 1962<ref>Interview in: taz.de, 10. Dezember 2010. Abgerufen am 12. Dezember 2010.</ref>) ist ein isländischer Enthüllungsjournalist und seit 2018 WikiLeaks-Chefredakteur. Von 2010 bis Anfang 2017 war er Sprecher von WikiLeaks.<ref>Stern.de am 8. Dezember 2010: "Wir lassen uns nicht mundtot machen". Abgerufen am 2. Januar 2011.</ref> Er galt als „zweiter Mann“ hinter Julian Assange<ref>Hamburger Abendblatt am 9. Dezember 2010: Mastercard lahmgelegt: Die "Operation Payback". Abgerufen am 2. Januar 2011.</ref> und ist zusammen mit Daniel Domscheit-Berg, der seit 2010 nicht mehr für Wikileaks tätig ist, und Herbert Snorrason eine der wenigen Personen der Plattform, die nicht anonym geblieben sind.

Leben

Kristinn war beim isländischen Ríkisútvarpið (RÚV, dt. Staatlicher Rundfunk) beschäftigt, ehe er sich nach dem Zusammenbruch der Kaupthing Bank 2008 der Icelandic Modern Media Initiative (IMMI) zuwandte, die zur Verabschiedung des „fortschrittlichsten Mediengesetzes der Welt mit umfassendem Quellenschutz“ führte.<ref>Bild.de am 9. Dezember 2010: Steuert dieser Isländer den Cyberkrieg? Archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 12. Dezember 2010; abgerufen am 2. Januar 2011.  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.bild.de</ref> Er war an den Vorarbeiten zur Veröffentlichung des Videos Collateral Murder beteiligt und reiste danach mit Ingi Ragnar Ingason nach Bagdad, um die Überlebenden der Luftangriffe von 2007 zu interviewen. RÚV finanzierte diese Reise mit, entließ ihn jedoch später, offenbar nach einem Streit mit seinem Vorgesetzten.<ref>gulfnews.com am 1. Oktober 2010: Exposing an outrageous act. Abgerufen am 2. Januar 2011.</ref><ref>20 Minuten online am 9. Dezember 2010: Das neue Gesicht von WikiLeaks. Abgerufen am 2. Januar 2011.</ref> Seit 2010 gehört er zu den Gesellschaftern von Sunshine Press Productions, einem von WikiLeaks in Island gegründeten Unternehmen.<ref>Golem.de vom 13. November 2010: Wikileaks gründet Unternehmen in Island. Abgerufen am 21. Dezember 2010.</ref> Anfang des Jahres 2017 wurde bekannt, dass Hrafnsson aus persönlichen Gründen von der Stelle als Sprecher für Wikileaks zurückgetreten ist.<ref>WikiLeaks spokesman quietly steps out of the spotlight. Abgerufen am 1. März 2017.</ref> Seit 2018 ist Kristinn Chefredakteur von Wikileaks.<ref>Kai Strittmatter: Kristinn Hrafnsson. In: www.sueddeutsche.de. 14. April 2019, abgerufen am 4. Mai 2019.</ref>

Auszeichnungen

Kristinn Hrafnsson wurde für seine Arbeit an Collateral Murder von der isländischen Journalistenvereinigung als Journalist des Jahres 2010 ausgezeichnet. Er kommentierte dies damit, es sei die dritte Auszeichnung, die er für seine Arbeit erhielte, aber er sei ebenso oft entlassen worden.<ref>WikiLeaks spokesman wins Journalist of the Year in Iceland. In: Times of Malta. Allied Newspapers Limited, 4. März 2011, abgerufen am 25. Februar 2020 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Private Mails von Google an das FBI übergeben

Im Dezember 2014 wurde bekannt, dass Google 43.000 Mails von Hrafnsson an das amerikanische FBI übergeben hat. Da Wikileaks intern anscheinend nicht über Google kommuniziert, handelt es sich vermutlich um private Kommunikation Hrafnssons.<ref>Wikileaks: Das war ein Google-Angriff auf die Pressefreiheit. Abgerufen am 29. Januar 2014.</ref>

Weblinks

Einzelnachweise

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