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Karl Wand

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Karl Wand (* 31. Januar 1920 in Gerolstein; † 13. Oktober 2009<ref>Nya talböcker maj 2010. In: legimus.se. Abgerufen am 30. Dezember 2018.</ref><ref>Wand, Karl. In: svenskagravar.se. Abgerufen am 30. Dezember 2018.</ref>) war ein deutscher Botschafter.

Leben

Der Vater von Karl Wand war der Lehrer Ernst Wand (* 29. Mai 1891; † 3. Oktober 1963), ein Mitglied der Zentrums-Partei.<ref>Wilma Herzog: Brief aus Angola. In: Heimatjahrbuch 2010. S. 223.</ref> Karl Wand ministrierte mit Alois Mertes, besuchte mit seinem Bruder Ernst Wand († 1942 auf der Krim) das katholische Internat in der Abtei Maria Laach und ab 1934 das Siebengebirgsgymnasium in Bad Honnef. Nach dem Abitur wurde Wand mit Reichsarbeitsdienst, Wehrdienst und Krieg beschäftigt. Am 20. Juli 1944 war Wand Offizier im deutsch besetzten Paris und bis November 1945 Kriegsgefangener der Streitkräfte der Vereinigten Staaten.

Ab 1946 studierte Karl Wand Geschichte. Nach der Promotion zum Dr. phil. arbeitete er zunächst als Volontär bei einer Zeitung. Am 8. Juni 1956 hatte er ein Vorstellungsgespräch bei Konrad Adenauer, in dessen Folge er bis Pressereferent des Bundeskanzlers bis 1957 wurde.<ref>Um 12.25 war Dr. Karl Wand zu einem Vorstellungsgespräch – er wurde Erster Pressesekretär des Bundeskanzlers – nach Die Kabinettsprotokolle der Bundesregierung. Band 9: 1956. Oldenbourg Verlag, München 1998, ISBN 3-486-56281-9, S. 404, Fußnote 1 (Digitalisat)</ref> Anschließend trat Wand 1957 in den auswärtigen Dienst des Auswärtigen Amts, von dem er zunächst bis 1960 in Skandinavien (Stockholm) eingesetzt wurde und in Schweden Dagny Wand, Balletteuse an der Königlichen Oper (Stockholm) heiratete. Sie bekamen vier Töchter, darunter die schwedische Diplomatin Veronika Wand-Danielsson. Dagny Wand leitete The National Ballet of Angola.

Bevor Wand von 1982 bis 1985 Botschafter in Angola war, hatte er mehrere Einsätze in Afrika, unter anderem als Presseattaché von 1960 bis 1965 in Nigeria<ref>Spiegel (Hrsg.): Entwicklungshilfe mit der Gießkanne. Nr. 49, 1964, S. 59 (spiegel.de [PDF]).</ref> in Lagos, von 1965 bis 1970 in der Kulturabteilung des Auswärtigen Amts in Bonn, als Botschafter in Benin (1971 bis 1975 in der Deutschen Botschaft in Cotonou), als Botschafter in Oslo (1975 bis 1979) und als Botschafter in Malawis Hauptstadt Lilongwe (1979 bis 1982).<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Karl Wand aus Gerolstein (in: Eifelzeitung vom 11.6.2008) (Memento vom 11. August 2014 im Internet Archive)</ref>

1982 wechselte Wand als Botschafter der Bundesrepublik Deutschland in die Volksrepublik Angola und wurde 1983 von dem Präsidenten der Volksrepublik Angola, José Eduardo dos Santos, zur Entgegennahme seines Akkreditierungsschreibens empfangen. Während seiner Amtszeit in Angola (bis 1986) war Wand auch bei der Regierung von São Tomé und Príncipe mit Sitz in Luanda akkreditiert.<ref>Presse- und Informationsamtes der Bundesregierung, Bulletin, 1983</ref> Der Bürgerkrieg in Angola (1975 bis 2002) überdauerte die Amtszeit von Wand in Angola.

Nach Eintritt in den Ruhestand 1986 lebte Wand bis zu seinem Tod 2009 in Stockholm.

Unter dem Titel Eine Afrika-Expedition in den Tod. Deutsche unter anderen Völkern, Band 12. Roether, Darmstadt 1986, schrieb Wand eine Biografie über Albrecht Roscher.

Sein Biograf war der kurzzeitige Leiter des Presse- und Informationsamt der Bundesregierung, Heinrich Brand.<ref>Josef Zierden: Literarischer Reiseführer Rheinland-Pfalz. Brandes & Apsel, 2001</ref>

Veröffentlichungen

  • Zwei Brüder im Hitlerkrieg.
  • Leier, Schwert und Liebe. 1992 (Gedichtband)

Literatur

  • Wand, Karl. In: Walter Habel (Hrsg.): Wer ist wer? Das deutsche Who’s who. 24. Ausgabe. Schmidt-Römhild, Lübeck 1985, ISBN 3-7950-2005-0, S. 1304.

Weblinks

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Einzelnachweise

<references />

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