Tibolon
| Strukturformel | ||||||||||||||||||||||
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| Datei:Tibolone Structural Formulae V.1.svg | ||||||||||||||||||||||
| Allgemeines | ||||||||||||||||||||||
| Freiname | Tibolon | |||||||||||||||||||||
| Andere Namen |
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| Summenformel | C21H28O2 | |||||||||||||||||||||
| Externe Identifikatoren/Datenbanken | ||||||||||||||||||||||
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| Arzneistoffangaben | ||||||||||||||||||||||
| ATC-Code | ||||||||||||||||||||||
| Eigenschaften | ||||||||||||||||||||||
| Molare Masse | 312,45 g·mol−1 | |||||||||||||||||||||
| Aggregatzustand |
fest | |||||||||||||||||||||
| Schmelzpunkt |
165–169 °C<ref name="MERCK_Index">The Merck Index: An Encyclopedia of Chemicals, Drugs, and Biologicals. 14. Auflage. Merck & Co., Whitehouse Station NJ 2006, ISBN 0-911910-00-X, S. 1620.</ref> | |||||||||||||||||||||
| Sicherheitshinweise | ||||||||||||||||||||||
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| Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0 °C, 1000 hPa). | ||||||||||||||||||||||
Tibolon ist ein synthetisch hergestellter Arzneistoff mit Hormonwirkung, der zur Hormonersatztherapie in der Postmenopause der Frau angewendet wird. Es handelt sich um einen gewebeselektiv wirksamen Regulator der estrogenen Aktivität ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value), STEAR).
Chemisch gesehen ist Tibolon ein Steroid, das strukturell dem Norethisteron ähnelt und sowohl estrogene, gestagene als auch androgene Wirkung besitzt.<ref>Patent EP1563833B1: Pharmazeutische Zubereitungen mit amorphem Tibolon. Angemeldet am 22. Dezember 2004, veröffentlicht am 2. November 2006, Anmelder: Helm AG, Erfinder: Klaus Glänzer.</ref><ref>Tibolon: Ähnliche Risiken wie Östrogene. Deutsches Ärzteblatt, 13. Mai 2005.</ref> Nach oraler Gabe wird Tibolon rasch verstoffwechselt (metabolisiert), wobei drei aktive Metaboliten entstehen, die maßgeblich zur Wirkung beitragen: Das Δ4-Isomer besitzt überwiegend gestagene und androgene Wirkung, die beiden in Position 3 hydroxylierten Substanzen 3α-OH-Tibolon und 3β-OH-Tibolon dagegen besitzen estrogenähnliche Wirkung. Eingesetzt wird Tibolon zur Behandlung klimakterischer Beschwerden in der Postmenopause.<ref name="mutsch">Ernst Mutschler: Mutschler Arzneimittelwirkungen. Pharmakologie, klinische Pharmakologie, Toxikologie. 10. Auflage. Stuttgart 2013, S. 418.</ref>
In manchen Ländern, z. B. in der Schweiz, ist Tibolon auch zur Vorbeugung gegen eine postmenopausale Osteoporose zugelassen.<ref>B. Fuchs et al.: Tibolon – Ein synthetisches Steroid gegen menopausale Beschwerden. In: Pharmazeutische Zeitung, 2002, Ausg. 47.</ref> In den meisten Geweben werden 3α- und 3β-Hydroxytibolon durch dort vorkommenden Sulfotransferasen in unwirksame, sulfatierte Metaboliten überführt. Da hingegen speziell im Knochengewebe nicht nur weniger Sulfotransferasen, sondern darüber hinaus auch mehr Sulfatasen vorkommen, welche die Konjugate hydrolytisch in die wirksamen Metaboliten zurückverwandeln,<ref name="mutsch" /> soll der Knochenabbau auf diesem Wege gehemmt werden.
Unter den unerwünschten Wirkungen ist ein erhöhtes Risiko für das Auftreten eines Schlaganfalls oder von Brustkrebs zu verzeichnen.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />USA – keine Zulassung von Tibolon (LIVIELLA) bei Wechseljahresbeschwerden. ( vom 1. Januar 2017 im Internet Archive) arznei-telegramm, 2006, 37, S. 67.</ref>
Handelsnamen
Liviella (D (Essex Pharma)), Heria (B), Livial (CH (Essex Pharma); z. B. A, NL, DK, N, S, F u. a. (Organon))
Einzelnachweise
<references />
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- Augenreizender Stoff
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- Arzneistoff
- Steroid
- Alkin
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- Cyclopentanol
- Alkylcyclohexen