Zum Inhalt springen

Sennheiser

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Dies ist die aktuelle Version dieser Seite, zuletzt bearbeitet am 25. März 2026 um 17:19 Uhr durch ~2026-17841-94 (Diskussion) (Produktion).
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)

Vorlage:Hinweisbaustein

Sennheiser electronic SE & Co. KG<ref name="imp">Impressum. Abgerufen am 26. Mai 2025.</ref>

colspan="2" class="notheme" style="background:#Vorlage:Standardfarbe; color:#Vorlage:Standardfarbe; padding:1em 0;" | Sennheiser logo (2019).svg
Rechtsform SE & Co. KG
Gründung 1. Juni 1945
Sitz Wedemark-Wennebostel
Leitung
  • Andreas Sennheiser
  • Daniel Sennheiser
  • Andreas Dornbracht (AR-Vors.)<ref name="imp"/>
Mitarbeiterzahl 2196 (2024)<ref name="ar">Das Geschäftsjahr 2024 der Sennheiser-Gruppe. Abgerufen am 9. Dezember 2025.</ref>
Umsatz 492,3 Mio. Euro (2024)<ref name="ar"/>
Branche Audiotechnik
Website www.sennheiser.com
Stand: 20. Juni 2025

Die Sennheiser electronic SE & Co. KG ist ein deutscher Hersteller von Studio- und Übertragungstechnik mit Hauptsitz in Wedemark-Wennebostel.

Zur Sennheiser-Gruppe gehört auch der Studiomikrofonhersteller Georg Neumann GmbH.<ref>Meet The Maker – Neumann | KMR Audio News. Abgerufen am 16. September 2021.</ref>

Geschichte

Datei:Labor W.svg
Labor W-Logo
Datei:Jane Fonda 1975b.jpg
Jane Fonda mit Sennheiser MD 21, Sennheiser MD 408 und zwei Sennheiser MD 421 (1975)
Datei:HD424.jpg
Kopfhörer Sennheiser HD 424

Im Juni 1945 gründete Fritz Sennheiser das Laboratorium Wennebostel (Labor W).<ref>Redaktion: Im Juni vor 75 Jahren wurde Sennheiser gegründet. 16. Juni 2020, abgerufen am 6. Oktober 2021 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> In Wennebostel befand sich zuvor das Institut für Hochfrequenztechnik und Elektroakustik der Technischen Hochschule Hannover, das aufgrund von Kriegsschäden aus Hannover nach Wennebostel in die „Villa Hausmann“ verlegt worden war. Nach Kriegsende kehrten die meisten Mitarbeiter des Instituts nach Hause zurück; nur sieben Mitarbeiter aus der Region sowie der aus Berlin stammende Fritz Sennheiser blieben in Wennebostel. Fritz Sennheiser beschloss daraufhin, mit seinen Ersparnissen einen Handwerksbetrieb zu gründen. Das junge Unternehmen produzierte zunächst Messgeräte für Siemens.<ref>Klingt gut! – brand eins online. Abgerufen am 6. Oktober 2021.</ref>

1945 beauftragte Siemens das Laboratorium damit, das Mikrofon eines österreichischen Zulieferers zu bauen, der selbst nicht mehr produzieren konnte. Daraus entwickelte sich später das MD 1, das 1946 auf den Markt kam. Im selben Jahr wurde mit der Entwicklung eines eigenen Mikrofons begonnen: Das MD 2 kam 1947 auf den Markt.<ref>Sennheiser – Kopfhörer & Headsets – Mikrofone – Business Communications. Abgerufen am 6. Oktober 2021.</ref>

1956 wurde das erste Richtrohrmikrofon produziert, das MD 82.<ref>In Memoriam. 2. Juni 2010, abgerufen am 6. Oktober 2021 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> 1957 stellte Labor W ein zusammen mit dem NDR entwickeltes drahtloses Mikrofonsystem für den professionellen TV-Einsatz vor, das ab 1958 gemeinsam mit Telefunken unter dem Namen „Mikroport“ vermarktet wurde.<ref>Diana Künstler: 70 Jahre Sennheiser – Teil I: 1945 bis 1982: Die Geschichte des perfekten Klangs. Abgerufen am 6. Oktober 2021.</ref> Ab 1958 hieß das Unternehmen „Sennheiser electronic“.<ref name=":1">60 Jahre Sennheiser – Die Chronik.</ref>

1953 stellte Sennheiser das dynamische Mikrofon Sennheiser MD 21 vor, 1960 das MD 421, 1971 das MD 441. Alle drei Modelle wurden zu Standardmikrofonen für Funk und Fernsehen und werden bis heute produziert.<ref>1960: Sennheiser MD 421. 1. Januar 2011, abgerufen am 6. Oktober 2021 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> 1968 wurde mit dem HD 414 der erste offene Kopfhörer der Welt auf den Markt gebracht.<ref>Anke Henrich: Sennheiser: Was das Familienunternehmen besser macht. Abgerufen am 6. Oktober 2021.</ref>

Vom Ministerium für Staatssicherheit der DDR wurden Sennheiser-Miniaturmikrofone als Abhörgeräte zur Überwachung unter anderem in Gefängnissen eingesetzt.<ref>Museum: Detailanzeige. Abgerufen am 13. Januar 2022.</ref><ref>US-Wanzen im Stasi-Knast. Abgerufen am 13. Januar 2022.</ref> Die Geräte wurden nicht eigens für den Einsatz produziert, sondern vom Ministerium im freien Handel gekauft.<ref>FOCUS Online: Die Gedanken der anderen. Abgerufen am 13. Januar 2022.</ref>

1978 wurde der Vocoder VSM 201 eingeführt.

1982 übergab Fritz Sennheiser die Unternehmensleitung an seinen Sohn Jörg Sennheiser.<ref>Jörg Sennheiser: Sennheiser Electronic GmbH & Co. KG. In: Deutsche Standards Beispielhafte Geschäftsberichte. Gabler Verlag, Wiesbaden 2004, S. 300–303 (wiwo.de [abgerufen am 13. Oktober 2021]).</ref> Ebenfalls 1982 brachte Sennheiser das Drahtlosmikrofon SKM 4031 auf den Markt<ref>https://x.com/Sennheiser/status/596359502053638144</ref>, welches insbesondere im ZDF "das" Funkmikrofon der 1980er- und 1990er-Jahre war. In Sendungen wie der ZDF-Hitparade oder Wetten, dass...? war es omnipräsent.<ref>https://www.youtube.com/watch?v=wGttIghrNDs</ref> Heute wird es nicht mehr produziert.

1988 begann unter der Leitung von Jörg Sennheiser die Internationalisierung des Familienunternehmens: Die erste Vertriebstochter Sennheiser France wurde gegründet.<ref>Jörg Sennheisers Suche nach dem perfekten Klang. Abgerufen am 13. Oktober 2021.</ref> 1988 kam zudem der Kopfhörer HD 25 auf den Markt. Ursprünglich als reiner Monitoring-Kopfhörer konzipiert, fand er auch als hochklassiger Inflight-Kopfhörer in der Concorde Anwendung, von wo aus er schließlich die DJ-Pulte der Welt eroberte.<ref>Sennheiser feiert den 25. Geburtstag des HD 25 mit einer Aluminium-Version – News – Backstage PRO. Abgerufen am 13. Oktober 2021.</ref>

1996 änderte Sennheiser seine Rechtsform und wurde als GmbH & Co. KG weitergeführt. Jörg Sennheiser wechselte in den neu geschaffenen Aufsichtsrat.<ref>Prof. Dr. Jörg Sennheiser erhält den Deutschen Gründerpreis für sein Lebenswerk. Abgerufen am 20. Dezember 2022 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Die Unternehmensleitung wurde zunächst einem Geschäftsführer und später an ein gleichberechtigtes Geschäftsführungsteam übergeben.

1998 kam die Mikrofonserie evolution auf den Markt. Ein Jahr später folgte die drahtlose Mikrofonserie evolution wireless.<ref>Drei Tipps für das e 604 von Sennheiser, die den Sound an Tom und Snare verbessern – News – Backstage PRO. Abgerufen am 13. Oktober 2021.</ref>

2003 ging Sennheiser ein Joint Venture mit der dänischen William-Demant-Holding ein, einem Spezialisten für Hörgeräte, Diagnosetechnik und persönlicher Kommunikation. Die Sennheiser Communications A/S wurde gegründet.<ref>70 Jahre Sennheiser: 1982 bis heute: Teil II: Die Geschichte des perfekten Klangs – Office & Kommunikation. Abgerufen am 13. Oktober 2021.</ref>

2013 wurden Andreas und Daniel Sennheiser Geschäftsführer.<ref>Sennheiser – Kopfhörer & Headsets – Mikrofone – Business Communications. Abgerufen am 26. Oktober 2021.</ref><ref>Sennheiser Unsere Geschichte. Abgerufen am 3. Februar 2020.</ref>

Mit Wirkung zum 1. März 2022 verkaufte Sennheiser seine Sparte Consumer Electronics mit Kopfhörern für Endverbraucher sowie Soundbars für 200 Millionen Euro an den schweizerischen Hörgerätehersteller Sonova und zog sich damit aus dem Endverbrauchergeschäft zurück. Sennheiser konzentriert sich nun auf das Geschäft mit Mikrofonen und Studiotechnik, darunter Kopfhörer. Sonova erhielt eine unbefristete Lizenz zur Nutzung der Marke Sennheiser. Rund 600 Mitarbeiter wechselten im Rahmen des Verkaufs zu Sonova.<ref>Katharina Kutsche: Familienunternehmen: Warum Sennheiser seine Kopfhörer-Sparte verkauft. Abgerufen am 21. Mai 2022.</ref><ref>Sonova übernimmt Sennheiser Consumer Geschäft. In: Pressemitteilung. Sennheiser, 7. Mai 2021, abgerufen am 21. Mai 2022.</ref><ref>Sonova schliesst Übernahme der Sennheiser Consumer Division ab und schafft neues Geschäftsfeld | Sonova International. Abgerufen am 21. Mai 2022.</ref>

2022 erwarb Sennheiser den Schweizer Audiospezialisten Merging Technologies.<ref>Neumann und Merging Technologies bündeln Kräfte. Proaudio, 5. Juli 2020, abgerufen am 6. Juli 2022.</ref>

Zum 1. Februar 2024 wurde die Sennheiser electronic GmbH & Co. KG zur Sennheiser electronic SE & Co. KG umfirmiert.<ref>Sennheiser-Gruppe Geschäftsbericht 2024. Sennheiser electronic SE & Co. KG, 20. Juni 2025, abgerufen am 9. Dezember 2025.</ref>

Am 23. März 2026 gab der Schweizer Hörgerätehersteller Sonova bekannt, die Consumer-Hearing-Sparte der Marke Sennheiser zu verkaufen, um sich auf das Kerngeschäft mit medizinischen Hörlösungen zu konzentrieren.<ref name=":0">Hersteller Sonova baut um: Kopfhörer-Marke Sennheiser steht zum Verkauf. In: n-tv.de. ntv Nachrichtenfernsehen GmbH, Köln, 23. März 2026, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 23. März 2026;.</ref> Die Sparte umfasst vor allem Kopfhörer für Endkunden.<ref name=":0" /> Ziel ist es, einen neuen Eigentümer zu finden, der das Geschäft fortführt.<ref name=":0" />

Produktion

Datei:Sennheiser Innovation Campus in Wennebostel (Wedemark) IMG 6948.jpg
Firmensitz in Wennebostel mit dem Sennheiser Innovation Campus

Sennheiser betrieb 2019 vier eigene Produktionsstätten: in Wennebostel (Wedemark), Brașov (Rumänien), Tullamore (Irland) und den USA.<ref>Sennheiser eröffnet offiziell neues Werk in Brașov, Rumänien. Musik-Media-Verlag, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 12. Dezember 2019; abgerufen am 2. Juni 2025.</ref> Sennheiser produzierte im Jahr 2023 nach dem Verkauf der Consumer-Sparte in Wedemark (306 Mitarbeiter) und in Rumänien (113 Mitarbeiter).<ref>Sennheiser-Gruppe blickt auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2023 zurück. In: Annual Report 2023. Sennheiser, 10. Juni 2024, abgerufen am 2. Juni 2025.</ref>

Bereits Anfang der 1990er Jahre versuchte das Unternehmen, Teile der Produktion von Funkmikrofonen nach Shanghai zu verlagern. Sennheiser holte nach Qualitätsmängeln, Transportschäden und illegalen Nachbauten der Produkte durch Partnerunternehmen die Produktion wieder zurück nach Deutschland.<ref>Sennheiser entdeckt die Vorzüge des Standortes D. In: Die Welt, 29. April 1997</ref>

Weblinks

Commons: Sennheiser – Sammlung von Bildern und Videos

Einzelnachweise

<references />

Koordinaten: 52° 31′ 49″ N, 9° 45′ 9″ O

 {{#coordinates:52,530277777778|9,7525|primary
   |dim=
   |globe=
   |name=
   |region=DE-NI
   |type=landmark
  }}

Vorlage:Hinweisbaustein