Kurapaty
Kurapaty ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value); {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value); {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)) ist ein ca. 10 bis 15 ha großes, bewaldetes Gelände nahe Minsk, auf dem das sowjetische NKWD im Zeitraum von 1937 bis 1941 tausende Menschen zunächst mit LKWs heranschaffen, vornehmlich durch Erschießen ermorden und hinterher in Massengräbern verscharren ließ. Die Schätzungen über die Zahl der Opfer reichen von 7.000 bis zu 250.000.<ref>Kurapaty (1937-1941): NKVD Mass Killings in Soviet Belarus | Sciences Po Mass Violence and Resistance - Research Network. 29. April 2019, abgerufen am 15. Juli 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Der erste Haupttäter war der belarussische Volkskommissar des Inneren Boris Berman, der 1939 selbst hingerichtet wurde.
Die sowjetischen Behörden hielten die Wahrheit über dieses Verbrechen viele Jahre geheim. Sie versuchten mehrmals, die Massengräber zu beseitigen und ließen viele sterbliche Überreste wegbringen. Die sowjetische Staatspropaganda behauptete, dass in Kurapaty Opfer der „faschistischen deutschen Okkupation“ begraben seien.
Geschichte
Sianon Pasniak, ein belarussischer Archäologe und Historiker, führte Ende der 1980er Jahre die ersten Ausgrabungen in Kurapaty aus. Seine Entdeckungen und viele Angaben von Zeugen, die in den 1930er Jahren in den Nachbardörfern gelebt hatten, bestätigten, dass es sich um belarussische Opfer des NKWD handelte. Insgesamt fand man 510 Gräber mit durchschnittlich etwa 200 Leichen.<ref>Weißrussland – Gräber unter Beton, spiegel.de, 26. November 2001, abgerufen am 8. Januar 2016.</ref> Diese Entdeckungen gaben der pro-demokratischen Unabhängigkeitsbewegung in Belarus in den letzten Jahren vor dem Zerfall der Sowjetunion Auftrieb.
1988 kamen Zehntausende nach Kurapaty, um der Opfer zu gedenken. Die belarussische Volksfront ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)) nahm bei den ersten Treffen in Kurapaty ihre Arbeit auf. In jenen Jahren wurde damit begonnen, Kreuze in Kurapaty zu errichten und ein „Volksdenkmal“ zu schaffen.
Bill Clinton besuchte 1994 Kurapaty und stiftete ein Denkmal. Das Denkmal wurde bisher dreimal von Unbekannten beschädigt, aber wieder restauriert.
Die jüdische Gemeinde in Belarus errichtete am 29. Oktober 2004 ein Mahnmal zum Gedenken an die jüdischen und anderen Opfer. Der braune Granitstein trägt eine jiddische und eine belarussische Aufschrift: „Unseren Glaubensbrüdern – Juden, Christen und Muslimen – den Opfern des Stalinismus von den belarussischen Juden.“
Seit 2007 erforscht eine Gruppe junger belarussischer Wissenschaftler zu Einzelschicksalen der sowjetischen Repression in Belarus und hat hierzu ein Virtuelles Museum über die sowjetische Repression in Belarus geschaffen, in dem neben Kurapaty auch andere Erinnerungsstätten vorgestellt werden.<ref> Vorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig Erinnerungsorte und Gedenkstätten im Virtuellen Museum über die sowjetische Repression in Belarus (in Russisch).] , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 24. Mai 2015.Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref>
Am 4. April 2019 ließen die Behörden etwa 70 Kreuze zerstören und diejenigen, die dagegen protestierten, darunter ehemalige politische Häftlinge und alte Menschen, verhaften.<ref>Protests in Kurapaty continue: Former political prisoner, elderly activist detained. 4. April 2019, abgerufen am 12. April 2019.</ref>
Am 21. August 2020 wurde im Rahmen der Proteste in Belarus 2020 eine Menschenkette vom Okrestino-Gefängnis bis nach Kurapaty gebildet.<ref>Härte statt Dialog: Lukaschenko lehnt alle Vermittlungsabgebote ab. 22. August 2020, abgerufen am 23. August 2020.</ref>
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Kurapaty 1989 (Kalinowski-Straße)
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Versammlung in Kurapaty, 1989
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Kurapaty, 1989
Verwandte Themen
Literatur
- Alfred Grosser: Ermordung der Menschheit. Der Genozid im Gedächtnis der Völker. Hanser, München und Wien 1990, ISBN 3-446-15304-7, S. 91.
- Elena Temper: Keine Ruhe für die Toten von Kurapaty. Geteilte Erinnerung im postsowjetischen Belarus. In: Anna Kaminsky (Hg.): Erinnerungsorte an die Opfer des Kommunismus in Belarus. Metropol Verlag, Berlin 2011, ISBN 978-3-86331-016-5, S. 49–67.
Einzelnachweise
<references />
Koordinaten: 53° 57′ 56″ N, 27° 36′ 41″ O
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