Untersteinbach an der Haide
Untersteinbach an der Haide Kreisstadt Roth
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| Koordinaten: | Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(101)&title=Untersteinbach+an+der+Haide 49° 13′ N, 11° 5′ O
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| Höhe: | 355 m ü. NHN | |||||
| Einwohner: | 101 (2. Jan. 2018)<ref name="Untersteinbach an der Haide"/> | |||||
| Postleitzahl: | 91154 | |||||
| Vorwahl: | 09171 | |||||
Untersteinbach an der Haide (fränkisch: Undaschdahnba<ref>E. Wagner: Land- und Stadtkreis Schwabach, S. 77. Dort nach den Regeln des HONB folgendermaßen transkribiert: „úndɒšdā(n)bɒ“.</ref>) ist ein Gemeindeteil der Kreisstadt Roth im Landkreis Roth (Mittelfranken, Bayern).<ref>Vorlage:BayernPortal Ortsteile</ref> Untersteinbach liegt in der Gemarkung Belmbrach.<ref>Webkarte. ALKIS®-Verwaltungsgrenzen – Gemarkungen. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 10. Oktober 2024.</ref>
Geographische Lage
Durch das Dorf fließt der Steinbach, ein rechter Zufluss der Rednitz. Im Südwesten grenzt das Flurgebiet Mühläcker an, im Südosten das Flurgebiet Elm und im Norden das Waldgebiet Brunnfeld. Gemeindeverbindungsstraßen führen zu einer Anschlussstelle der Bundesstraße 2 (1,2 km nördlich), zur Kreisstraße RH 6 (1,4 km westlich), nach Obersteinbach an der Haide (0,8 km östlich) und nach Wernsbach (3,2 km südlich).<ref>Ortskarte 1:10.000. Darstellung mit Schummerung. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 3. August 2023 (Entfernungsangaben entsprechen Luftlinie).</ref>
Geschichte
Aus einer auf ca. 1190 zu datierenden Lehenurkunde des Bamberger Domkapitels, die das Amt Roth beschreibt, geht hervor, dass Untersteinbach im Gebiet dieses Amtes gelegen haben muss.<ref>F. Eigler: Schwabach, S. 151.</ref> 1345 wurde der Ort als „Niderstainbach“ erstmals urkundlich erwähnt.<ref>E. Wagner: Land- und Stadtkreis Schwabach, S. 76.</ref> Laut dem Urbar für das burggräfliche Amt Roth, das ca. 1380 aufgestellt wurde, hatte das Amt einen Anspruch auf 4 Huben, 2 Lehen und 1 Gereut. Im Urbar des markgräflichen Amtes Roth von 1434 waren 6 Güter, 4 Reutäcker und 2 Reutwiesen verzeichnet.<ref>F. Eigler: Schwabach, S. 172 f.</ref> 1562 starben 33 Menschen an der Pest. 1673 fiel der Ort einem Brand zum Opfer. Gemäß den Vetter’schen Oberamtsbeschreibungen von 1732 gab es in Untersteinbach 8 Anwesen (6 Höfe und 2 Gütlein), die alle das Kastenamt Roth als Grundherrn hatten.<ref name="U248">W. Ulsamer (Hrsg.): 100 Jahre Landkreis Schwabach, S. 248.</ref>
Gegen Ende des 18. Jahrhunderts gab es in Untersteinbach 11 Anwesen (3 Ganzhöfe, 6 Halbhöfe, 1 Gut mit Zapfenwirtschaft, 1 Gütlein) und ein Gemeindehirtenhaus. Das Hochgericht übte das brandenburg-ansbachische Oberamt Roth aus. Die Dorf- und Gemeindeherrschaft sowie die Grundherrschaft über alle Anwesen hatte das Kastenamt Roth.<ref name="E428">F. Eigler: Schwabach, S. 428.</ref> 1802 gab es im Ort 14 Anwesen.<ref>J. K. Bundschuh: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken, Bd. 5, Sp. 651.</ref>
Von 1797 bis 1808 unterstand der Ort dem Justiz- und Kammeramt Roth. Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde Untersteinbach dem 1808 gebildeten Steuerdistrikt Belmbrach und der 1811 gegründeten Ruralgemeinde Belmbrach zugeordnet. Am 1. Juli 1971 wurde der Ort im Zuge der Gebietsreform in Bayern nach Roth eingegliedert.<ref>F. Eigler: Schwabach, S. 467 f.</ref><ref>Roth > Politische Einteilung. In: wiki.genealogy.net. Verein für Computergenealogie, abgerufen am 5. Juli 2025.</ref>
Baudenkmäler
In Untersteinbach gibt es fünf Baudenkmäler:<ref>Denkmalliste für Roth (PDF) beim Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege</ref>
- Kreuzstein
- Bernloher Weg 5: Bauernhof
- Hopfenstr. 1: erdgeschossiges Bauernhaus
- Hopfenstr. 3: Bauernhaus
- Wallesauer Str. 3: dazugehöriger Backofen
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Einwohnerentwicklung
Religion
Untersteinbach ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und bis heute nach Zu unserer lieben Frau (Roth) gepfarrt.<ref name="E428"/><ref name="U248"/> Die Katholiken sind nach Maria Aufnahme in den Himmel (Roth) gepfarrt.<ref name="OV 1961"/><ref>Pfarrverband Roth-Büchenbach. In: bistum-eichstaett.de. Abgerufen am 2. Juni 2023.</ref>
Literatur
- Johann Kaspar Bundschuh: Untersteinbach. In: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken. Band 5: S–U. Verlag der Stettinischen Buchhandlung, Ulm 1802, DNB 790364328, OCLC 833753112, Sp. 651 (Digitalisat).
- Friedrich Eigler: Schwabach (= Historischer Atlas von Bayern, Teil Franken. I, 28). Michael Laßleben, Kallmünz 1990, ISBN 3-7696-9941-6.
- Vorlage:Hönn Lexicon Topographicum
- Willi Ulsamer (Hrsg.): 100 Jahre Landkreis Schwabach (1862–1962). Ein Heimatbuch. Schwabach 1964, DNB 984880232, OCLC 632541189, S. 248.
- Vorlage:Wagner Land- und Stadtkreis Schwabach
Weblinks
- Ortsteile > Untersteinbach an der Haide. In: stadt-roth.de. Abgerufen am 3. August 2023.
- Vorlage:Bavarikon Ort
- Untersteinbach a.d.Haide in der Topographia Franconiae der Uni WürzburgVorlage:Abrufdatum
- Untersteinbach a.d.Haide im Geschichtlichen Ortsverzeichnis des Vereins für ComputergenealogieVorlage:Abrufdatum
Fußnoten
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