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Radioquelle

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Als Radioquelle wird in der Radioastronomie ein astronomisches Objekt bezeichnet, das auf der Erde detektierbare Radiowellen aussendet. Die stärksten astronomischen Radioquellen sind Sonnen, Supernovae, Quasare und Radiogalaxien.

Die erste am Sternhimmel festgestellte Radioquelle war die diffuse Radiostrahlung unserer Milchstraße (1931/32). Ihr Entdecker Karl Jansky wurde dadurch zum Begründer der Radioastronomie, die sich ab 1950 zu einem rasant wachsenden Teilgebiet der Himmelskunde entwickelte.

Ursachen astronomischer Radiostrahlung

Solche Himmelskörper werden auch als radiolaut bezeichnet – im Gegensatz zu radioleisen Objekten, die (fast) keine Radiowellen aussenden. Ihre Radiostrahlung kann durch folgende physikalische Mechanismen entstehen:

  • thermische Abstrahlung: Aufgrund seiner Eigentemperatur emittiert ein Körper im Kosmos Wärmestrahlung.
  • Synchrotronstrahlung: Kosmische Gasnebel befinden sich häufig im Zustand eines Plasmas. Ist gleichzeitig ein Magnetfeld vorhanden, werden die Elektronen (und auch die Ionen) auf Spiralbahnen um die Feldlinien gezwungen und strahlen daher in tangentialer Richtung kontinuierliche Synchrotronstrahlung ab. Die Intensität der Radiowellen nimmt mit der Frequenz ab.
  • Gaswolken: Wenn Radioquellen Gaswolken bestrahlen, werden Radiowellen bestimmter Wellenlängen entsprechend dem Spektrum des Gases absorbiert und isotrop wieder abgestrahlt. In "Durchsicht", d. h., wenn eine Radioquelle hinter der Gaswolke steht, beobachtet man Absorptionslinien, in allen anderen Richtungen Emissionslinien, siehe Spektroskopie. Wichtige Wellenlängen sind:
  • Maser: Ein kosmischer Maser ist eine interstellare Gaswolke, in der durch eine externe Energiequelle eine Besetzungsinversion zwischen zwei Zuständen des Gases herbeigeführt wird. Ähnlich wie bei einem Laser werden hindurchtretende Radiowellen durch stimulierte Emission verstärkt.

Astronomische Radioquellen

Literatur

  • Peter Lay: Signale aus dem Weltraum – Einfache Experimente zum Empfang ausserirdischer Radiosignale. Franzis, Poing 2001. ISBN 3-7723-5925-6.

Weblinks

Einzelnachweise

<references />