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Jens Rosing

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Vorlage:Hinweisbaustein Jens Christian Rosing (* 28. Juli 1925 in Ilulissat; † 24. Mai 2008 in Humlebæk, Dänemark) war ein grönländischer Schriftsteller, Künstler, Regisseur, Rentierzüchter, Expeditionsteilnehmer und Museumsleiter.

Leben

Jens Rosing war der Sohn des Schriftstellers, Pfarrers und Malers Otto Rosing (1896–1965) und seiner Frau Sara Gertrud Vilhelmine Birgitte Siegstad (1900–1988). Der Museumsdirektor Emil Rosing (1939–2010) war sein jüngerer Bruder. Er heiratete am 13. Mai 1952 Dagny Nielsen (1928–2023<ref>Dagny Rosing. afdoede.dk.</ref>), Tochter des Oberpostboten Niels Nielsen (1894–1977) und seiner Frau Johanne Pedersen (1901–1976).<ref name="dbl">Merete Harding, Mads Lidegaard: Jens Rosing. Dansk Biografisk Leksikon.</ref> Aus der Ehe gingen drei Söhne und eine Tochter hervor, darunter der Geologe Minik Rosing (* 1957) und die Künstlerin Ina Rosing (* 1965).<ref name="uqam">Daniel Chartier et al.: Rosing, Jens. Inuit Literatures ᐃᓄᐃᑦ ᐊᓪᓚᒍᓯᖏᑦ Littératures inuites. 2018–2021.</ref>

Jens Rosing wurde in Ilulissat geboren, wo sein Vater als Pastor tätig war, wuchs aber ab 1934 in Ostgrönland auf, wo sein Vater seinen Onkel Peter als Pastor ablöste.<ref name="uqam"/> Er schloss 1944 die Realschule in Dänemark ab. Anschließend wurde er für zwei Jahre bei Den Kongelige Grønlandske Handel angestellt. Von 1947 bis 1948 besuchte er die Akademiet for Fri og Merkantil Kunst und anschließend bis 1950 die Malerschule der Königlich Dänischen Kunstakademie.<ref name="ggb">Torben Lodberg: Grønlands Grønne Bog 2001/02. Hrsg.: Grønlands hjemmestyres informationskontor. Kopenhagen 2001, ISBN 978-87-89685-16-8, S. 120.</ref>

Um 1950 lebte er zwei Jahre bei den Samen und lernte die Rentierhaltung von ihnen. 1952 kehrte er nach Grönland zurück und siedelte mehrere Hundert Rentiere im Nuup Kangerlua an, womit er einen neuen Wirtschaftszweig in Grönland begründete. Er leitete seine Rentierfarm in Itinnera bis 1959.<ref name="ggb"/>

1959 zog er nach Dänemark, um sich der Kunst zu widmen. Zwischen 1960 und 1963 nahm er an drei Expeditionen nach Grönland teil. Er wurde später Kurator und von 1976 bis 1978 Leiter des Grönländischen Landesmuseums. In seiner Zeit als Museumsleiter wurden die Mumien von Qilakitsoq entdeckt, die zu Grönlands bedeutendsten archäologischen Entdeckungen gehören. Von 1960 bis 1974 war er Vizevorsitzender von Det Grønlandske Selskab.<ref name="dbl"/>

Jens Rosing hat mehrere Bücher über die grönländische Kultur geschrieben und selbst illustriert. Als Künstler und Maler hat er sich mit Aquarellmalerei beschäftigt, Skulpturen angefertigt und eine Vielzahl weiterer Bücher illustriert.<ref name="dbl"/><ref>Karen Nørregaard: Jens Rosing. Danmarks Nationalleksikon.</ref> Zudem hat er das Wappen Grönlands gestaltet und mehr als 130 Entwürfe für grönländische Briefmarken erstellt.<ref>Christer Brunström: Jens Rosing: Greenland’s Grand Old Man. The Philatelic Database (30. März 2010).</ref> Er war auch als Kurzfilmregisseur tätig, als der er vier Kurzfilme schuf.<ref name="dbl"/>

Er erhielt 1979 den populärwissenschaftlichen Preis der dänischen Schriftstellervereinigung und den Ehrenpreis seiner Heimatstadt Ilulissat,<ref name="dbl"/> 1982 den Grönländischen Weihnachtsbriefmarkenpreis,<ref name="ggb"/> wurde 1985 mit dem Grönländischen Kulturpreis, 1989 mit dem Lebenswerkspreis der Staatlichen Kunststiftung<ref name="dbl"/> und 1990 mit der Rink-Medaille ausgezeichnet.<ref>Rink-medaljen. Det Grønlandske Selskab.</ref> Am 4. Juni 1997 erhielt er den Nersornaat in Silber.<ref>Jan René Westh: Grønlands fortjenstmedalje Nersornaat. In: Jan René Westh (Hrsg.): Ordenshistorisk Tidsskrift. Nr. 36. Ordenshistorisk Selskab, Dezember 2010, ISSN 0904-5554, S. 65 f.</ref>

Werke (Auswahl)

Bücher

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  • 1954: Den dragende flok
  • 1960: Isimardik, den store drabsmand
  • 1963: Sagn og saga fra Angmagssalik
  • 1970: Kimilik
  • 1973: Ting og undere i Grønland
  • 1976: De store konger
  • 1979: Himlen er lav
  • 1986: Havets enhjørning
  • 1988: Fuglestreger
  • 1992: Hvis vi vågner til havblik

Filme

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  • 1967: Umialik
  • 1969: Tasiussaĸ
  • 1971: Emilie fra Sarĸaĸ
  • 1972: Havet ved Grønland

Kunst

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Ausstellungen

Einzelnachweise

<references />

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