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Astelia

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Astelia
Datei:Astelia fragrans kz01.jpg

Astelia fragrans

Systematik
Unterabteilung: Samenpflanzen (Spermatophytina)
Klasse: Bedecktsamer (Magnoliopsida)
Monokotyledonen
Ordnung: Spargelartige (Asparagales)
Familie: Asteliaceae
Gattung: Astelia
Wissenschaftlicher Name
Astelia
Banks & Sol. ex R.Br.

Astelia ist eine Pflanzengattung in der Familie der Asteliaceae innerhalb der Ordnung der Spargelartigen (Asparagales).

Beschreibung

Vegetative Merkmale

Astelia-Arten wachsen epiphytisch oder terrestrisch<ref name="FNZ" /> als ausdauernde krautige Pflanzen und bilden durch ihre Rhizome kleine Bestände. Die oberirdischen Pflanzenteile sind meist mit typischen silbrigen Schuppen bedeckt, manchmal wirkt das sogar wollig. Die kurzen Stängel sind oft kaum sichtbar oder unterirdisch. Die dreireihig an den Stängeln angeordneten Laubblätter mit vielen Blattadern bestehen aus Blattscheide und Blattspreite. Die breiten Blattscheiden sind um den Stängel geschlossen. Die einfachen Blattspreiten sind lineal, lanzettlich bis schwertförmig und meist gekielt.<ref name="FNZ" /><ref name="NSWF" />

Generative Merkmale

Datei:Astelia nervosa kz07.jpg
Astelia nervosa

Astelia-Arten sind zweihäusig getrenntgeschlechtig (diözisch).<ref name="NSWF" /> Endständig auf einem unbeblätterten Blütenstandsschaft befinden sich ein verzweigter rispiger Blütenstand, der über großen, laubblattähnlichen Tragblättern (hier Spatha genannt) meist zwei bis fünf oder auch mehr einfache traubige Teilblütenstände enthält. In den Teilblütenständen steht jede Blüte über häutigen Deckblättern, die oft mit den kurzen Blütenstielen verwachsen sind. Meist enthalten die Blütenstände viele Blüten, aber bei einzelnen Arten können die Blütenstände auch stark reduziert sein, bis im Extremfall auf eine einzige Blüte.<ref name="NSWF" /><ref name="FNZ" />

Die relativ kleinen, (meist nur funktional) eingeschlechtigen Blüten sind radiärsymmetrisch und dreizählig.<ref name="NSWF" /> Die sechs gleichgestaltigen Blütenhüllblätter sind häutig bis fleischig und frei oder an ihrer Basis verwachsen. Die männlichen Blüten sind meist größer als die weiblichen<ref name="FNZ" />. In den männlichen Blüten sind zwei Kreise mit je drei Staubblättern vorhanden, die die Blütenhülle nicht überragen. Die weiblichen Blüten enthalten einen aus drei Fruchtblättern verwachsenen, oberständigen, ein- oder dreikammerigen Fruchtknoten und einen kurzen, dicken Griffel, der in drei freien Narben endet; außerdem sind drei schlitzförmige Nektarien im Bereich der Narben vorhanden. Es sind wenige bis viele Samenanlagen vorhanden. Die weiblichen Blüten enthalten manchmal Staminodien mit flachen leeren Staubbeuteln<ref name="FNZ" /> und männliche Blüten enthalten manchmal ein Fruchtknotenrudiment mit erkennbaren Samenanlagen.<ref name="FNZ" /><ref name="NSWF" />

Die von den haltbaren Blütenhüllblättern umgebene Beere enthält wenige bis viele Samen.<ref name="NSWF" /> Die schwarzen, mehr oder weniger glänzenden Samen stehen manchmal mit drahtigen Haaren zusammen, werden aber nicht von ihnen umhüllt.<ref name="FNZ" />

Datei:Astelia grandis Hook.f. ex Kirk (AM AK297667-2).jpg
Astelia grandis
Datei:Astelia hemichrysa-DenisBarthelEdit.JPG
Astelia hemichrysa
Datei:Asteliamenziesiana.jpeg
Astelia menziesiana
Datei:Astelia neocaledonica.jpg
Weibliche Astelia neocaledonica
Datei:Astelia nivicola in Lewis Pass Scenic Reserve 10.jpg
Astelia nivicola
Datei:Astelia waialealae.jpg
Astelia waialealae

Systematik und Verbreitung

Von den hauptsächlich im pazifischen Raum vorkommenden etwa 25 Astelia-Arten ist eine Art auf den Falklandinseln, eine Art auf Neukaledonien, eine Art sowohl auf Mauritius als auch auf Réunion, zwei Arten auf Papua-Neuguinea, drei Arten auf Hawaii, drei Arten in Australien einschließlich Tasmanien und mit etwa 13 Arten etwa die Hälfte aller Arten in Neuseeland einschließlich der Chatham-Inseln heimisch.<ref name="FNZ" />

Die Gattung Astelia wurde 1810 durch Joseph Banks & Daniel Solander in Robert Brown: Prodromus Florae Novae Hollandiae, S. 291 mit der Typusart Astelia alpina R.Br. aufgestellt. Ein Synonym von Astelia Banks & Sol. ex R.Br. ist Funckia Muhl. ex Willd.<ref name="APNI" />

Die Gattung Astelia enthält – unter Einschluss von Collospermum – etwa 31 Arten:<ref name="WCSP" />

Quellen

Einzelnachweise

<references> <ref name="NSWF"> Astelia bei der New South Wales Flora Online. </ref> <ref name="FNZ"> Astelia – Online. </ref> <ref name="APNI"> Eintrag bei Australian Plant Name Index (APNI). </ref> <ref name="PAPUANEWGUINEA"> Barry J. Conn: Census of VASCULAR PLANTS of PAPUA NEW GUINEA. </ref> <ref name="IUCN"> [[[:Vorlage:IUCN/Weblink]] IUCN Rote Liste.] </ref> <ref name="WCSP"> Vorlage:WCSP </ref> </references>

Ergänzende Literatur

  • Gordon Cheers (Hrsg.): Botanica: Das ABC der Pflanzen. 10.000 Arten in Text und Bild. Könemann Verlagsgesellschaft, 2003, ISBN 3-8331-1600-5, S. 120.

Weblinks

Commons: Astelia – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien