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Dreckiges Gold

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Produktionsland USA
Originalsprache Englisch
Erscheinungsjahr 1973
Länge 92 Minuten
Altersfreigabe
Stab
Regie Burt Kennedy
Drehbuch Burt Kennedy
Produktion Michael Wayne
Musik Dominic Frontiere
Kamera William H. Clothier
Schnitt Frank Santillo
Besetzung
Synchronisation

Dreckiges Gold (Originaltitel: The Train Robbers) ist ein US-amerikanischer Western aus dem Jahr 1973 von Burt Kennedy mit John Wayne in der Hauptrolle. Der Film wurde vom 23. März bis Juni 1972 im mexikanischen Bundesstaat Durango gedreht<ref>vgl. Dreckiges Gold. In: Das große TV-Spielfilm-Filmlexikon (CD-ROM). Directmedia Publ., 2006, ISBN 978-3-89853-036-1.</ref> und startete Anfang Februar 1973 im Verleih von Warner Bros. in den US-amerikanischen Kinos.<ref>vgl. Release dates in der Internet Movie Database (aufgerufen am 26. November 2010)</ref> Für die Produktion war die US-amerikanische Firma Batjac Productions verantwortlich.<ref>vgl. company credits in der Internet Movie Database (aufgerufen am 26. November 2010)</ref> In der Bundesrepublik Deutschland wurde der Film am 15. Februar 1973 durch den Warner-Columbia Filmverleih veröffentlicht.

Handlung

Die Beute eines Eisenbahnüberfalls lagert in einem abgewrackten Zug in der Wüste. Die Witwe des beim Überfall getöteten Anführers der Räuber, Mrs. Lowe, heuert Lane und fünf seiner Freunde an, um das geraubte Gold sicherzustellen. Sie behauptet, das Gold der Rio Grande Railroad zurückgeben zu wollen, damit ihr Sohn ein gutes Andenken an seinen Vater hat. Die Belohnung von 50.000 Dollar der Eisenbahngesellschaft verspricht sie Lane und seinen Freunden. Die Abenteurer treffen auf die überlebenden Mitglieder der Räuberbande und einen Pinkerton-Detektiv, die ihnen das Gold streitig machen. Als sie die Beute schließlich Mrs. Lowe in Liberty, Texas, ausgehändigt haben, verzichten Lane und seine Freunde großzügig auf ihr Geld, damit der Sohn von Mrs. Lowe eine ordentliche Ausbildung erhalten kann. Als der Zug gerade am Abfahren ist, klärt sie der Detektiv von der Platform des letzten Wagens aus auf, dass die Frau nicht die Witwe des Räubers ist, sondern eine Betrügerin namens Lilli, die auf den Goldschatz aus ist. Sie war als Prostituierte in dem Bordell, in dem Lowe hinterrücks erschossen wurde. Lanes Trupp reitet dem Zug hinterher, um sich das Gold erneut zu holen.

Synchronisation

Darsteller Rolle Synchronsprecher<ref>Dreckiges Gold. In: Deutsche Synchronkartei. Abgerufen am 18. Juni 2024.</ref>
John Wayne Lane Arnold Marquis
Ann-Margret Mrs. Lowe Heidi Treutler
Rod Taylor Grady Kurt E. Ludwig
Ben Johnson Jesse Otto Preuss
Christopher George Calhoun Klaus Kindler
Bobby Vinton Ben Young Manfred Seipold
Jerry Gatlin Sam Turner Til Kiwe
Ricardo Montalbán The Pinkerton Man Holger Hagen

Kritik

Die New York Times bemerkte vorhersagbare und unwichtige Wendungen in der Geschichte, dennoch sei der Film von „Einsicht, Kameradschaft und Aussöhnung“ geprägt und durchzogen von einem „guten Gefühl“. Die Besetzung sei großartig; John Wayne behutsam, Ben Johnson und Rod Taylor würden schöne, zurückhaltende Darstellungen abliefern.<ref>Greenspun, Roger: Screen: 'Train Robbers':Burt Kennedy Western Keeps It Traditional The Casts. In: The New York Times, 8. Februar 1973 (aufgerufen via movies.nytimes.com)</ref> The Times urteilte, dass Regisseur Burt Kennedy „gewöhnlich sehr viel lustiger und schneidender“ erzähle als in dieser „langatmigen Geschichte“.<ref>David Robinson: The Train Robbers. In: The Times, 13. April 1973, Nr. 58757, S. 11.</ref> Auch der Motion Picture Guide vermisste „Substanz“ und „Stil“.<ref name="TV-Spielfilm-Filmlexikon">zitiert nach Dreckiges Gold. In: Das große TV-Spielfilm-Filmlexikon (CD-ROM). Directmedia Publ., 2006, ISBN 978-3-89853-036-1.</ref>

Der film-dienst schrieb von einer „beträchtliche[n] Selbstinszenierung John Waynes“ und dass Dreckiges Gold „nichts anderes als die Glaubensbekundung, dass nur der 'starke Einzelne' zur Führung und zur Bewältigung kritischer Situationen berufen sei.“ Wayne wirke in vielen Großaufnahmen „in träger Verfettung als Parodie seiner selbst“ und bewirke unfreiwillig Abstand und Lächerlichkeit.<ref>Günther Bastian im film-dienst 05/1973 (aufgerufen via Munzinger Online)</ref> Ähnlich reagierte die Frankfurter Allgemeine Zeitung, die den Hauptdarsteller als „wandelnde(s) Fossil“ beschrieb und markiges Pathos anstatt „die Sentimentalität und Melancholie des Spätwestern“ ausmachte.<ref>Dreckiges Gold. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung, 16. Februar 1973, S. 52.</ref> Die Süddeutsche Zeitung wies auf die weniger aufdringliche Gestaltung hin: „Nach den reißerischen Eskapaden der letzten Jahre ein deskriptiver, nüchterner Western-Neubeginn“.<ref name="TV-Spielfilm-Filmlexikon" />

Das Lexikon des internationalen Films urteilte, dass der Film ein Western „recht traditioneller Machart“ sei. Es sei „keine eigene Handschrift“ erkennbar.<ref>Dreckiges Gold. In: Lexikon des internationalen Films. Filmdienst, abgerufen am 2. März 2017.</ref> Der Playboy schrieb, der Film stehe „Disneyland näher als Dodge City“, profitiere aber vom Zusammenspiel von Ann-Margret mit den Western-Ikonen Wayne, Taylor, Johnson, Montalban und Vinton.<ref>zitiert in: Joe Hembus: Western-Lexikon – 1272 Filme von 1894–1975. Carl Hanser Verlag München Wien 2. Auflage 1977, ISBN 3-446-12189-7, S. 137.</ref> Phil Hardy bezeichnet den Film als „minderwertigen Wayne-Western“, der zwar noch den Nachhall von Kennedys Drehbüchern für Budd Boettichers Western Auf eigene Faust und Einer gibt nicht auf zeige, aber weder den Bedürfnissen der Hauptdarsteller gerecht werde noch die Vitalität von Kennedys Westernkomödien Auch ein Sheriff braucht mal Hilfe und Latigo habe.<ref>Phil Hardy: The Encyclopedia of Western Movies. Woodbury Press Minneapolis 1984, ISBN 0-8300-0405-X, S. 344.</ref>

Literatur

  • Anton Giulio Mancino: John Wayne. Gremese Editore s.r.l., Rom 1998, ISBN 88-7301-306-6.

Siehe auch

Weblinks

Einzelnachweise

<references />

Vorlage:Klappleiste/Anfang Die rote Schwadron | Der Wilde von Montana | Nebraska | Goldfalle | Die Rückkehr der glorreichen Sieben | Mordbrenner von Arkansas | Die Gewaltigen | Auch ein Sheriff braucht mal Hilfe | Der gnadenlose Rächer | Die Letzten vom Red River | Der „schärfste“ aller Banditen | Die Höllenhunde | Latigo | In einem Sattel mit dem Tod | Dreckiges Gold | Shootout in a One Dog Town | Sie können’s nicht lassen | Im Netz der Spinne | Der Mörder in mir | In Texas ist der Teufel los | Zwei retten die Welt | Die Supertypen | Amok-Jagd | Undercover U.S.A. | Entscheidung am Long Hill | Alamo – 13 Tage bis zum Sieg | The Trouble with Spies | Die glorreichen Neun | Gringos, Gold und flotte Girls | Big Bad John | Der Ritter aus dem All Vorlage:Klappleiste/Ende