Naval Reactors
{{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) (oft abgekürzt als NR, oder {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)) hat als US-Regierungsbehörde die Verantwortung für das Kernenergieantriebsprogramm der United States Navy (USN), das sogenannte Naval Nuclear Propulsion Program. Konventionell-betriebene U-Boote werden damit zu Atom-U-Booten.
Die Behörde ist beim Marineministerium im Naval Sea Systems Command (NAVSEA) angesiedelt und zusätzlich noch direkt dem Chief of Naval Operations und Energieministerium (DOE) unterstellt.<ref>NASA/Navy Benchmarking Exchange (NNBE) (PDF; 850 kB), Volume II, NASA Office of Safety & Mission Assurance, NAVSEA 08 Naval Reactors, NAVSEA 07Q Submarine Safety & Quality Assurance Division, 15. Juli 2003, abgerufen am 21. November 2010.</ref> Es wird von einem Offizier der Navy im Dienstgrad eines Admirals geführt.
Des Weiteren ist die National Nuclear Security Administration (NNSA), einem der Nachfolger der Atomic Energy Commission (AEC), für die Verwaltung der US Labore und Forschungseinrichtungen zuständig, welche die Kerntechnik für alle nuklearen Antriebsarten (viz. Kernreaktoren) sowie Brennstoffkreisläufe stellen.
Aufgabe des Programms NR ist die Spezifikationen, Entwicklung und Training der nuklearer Antriebsarten und die Gewährleistung des sicheren, zuverlässigen und langlebigen Betriebes.<ref name="nnsa">Powering the Navy. National Nuclear Security Administration, abgerufen am 4. August 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Die Erprobung der Reaktoren erfolgt seit jeher am Idaho National Laboratory (INL).
Atom-U-Boote mit Interkontinentalraketen gelten als Waffen-Trägersysteme und sind damit Teil der nuklearen Abschreckung. Sie werden hauptsächlich von den fünf Atommächten betrieben. Die Technik der U-Boot-Kernreaktoren ist als Verschlusssache (Restricted Data) eingestuft. Missbrauch wird z. B. vom FBI verfolgt und geahndet, wie in einem Beispielfall aus dem Jahr 2021.<ref>Office of Public Affairs | Maryland Nuclear Engineer Pleads Guilty to Espionage-Related Offense | United States Department of Justice. FBI, 14. Februar 2022, abgerufen am 29. November 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
Geschichte
Naval Reactors bzw. das Naval Nuclear Propulsion Program wurde 1948 gegründet und die Forschungsabteilung von Admiral Hyman G. Rickover geleitet. Das Programm ist gemeinsam von der AEC (dort Naval Reactors, Division Reactor Development) und dem Department of Defense (DOD) (dort das Schiffsbüros für Nuklearantriebe) als AEC-Navy Gruppe etabliert worden.
Aus den Aktivitäten von NR ging der erste Atom-U-Boot-Reaktor, Submarine Thermal Reactor, Mark 1, abgekürzt auch STR Mark I, hervor.<ref>They Harnessed the ATOM - the first Navy prototype nuclear plant. American Nuclear Society, 11. Oktober 2014, abgerufen am 12. Januar 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Der Reaktor, auch identifiziert als S1W, war zu Testzwecken am INL nur kurz in Vollbetrieb, später über den Zeitraum von 1953 bis 1989 zu Trainingszwecken genutzt worden. Der S1W hatte selbst einige Vorgänger. Ihm ging der landgestützte S1C voraus. Weitere Entwicklungen fanden und finden noch heute am Knolls Atomic Power Laboratory (KAPL) statt.
Das erste US Atom-U-Boot war die USS Nautilus, welches mit dem S2W Reaktor, dem zweiten Reaktor, ausgestattet wurde. Ende der 1950er wurden die ersten strategischen Atom-U-Boote (SSBN) bereitgestellt, angefangen mit der George-Washington-Klasse, welche mit Polaris-Raketen ausgestattet wurde. Polaris-SLBMs wurden auch von der Royal Navy gekauft (Polaris Programm) und auf U-Booten der Resolution-Klasse eingesetzt. Zwischen 1960 and 1967 wurden von der US Navy 41 SSBNs in Dienst gestellt. Ab 1980 erfolgte die Indienststellung der Ohio-Klasse und der Umstieg auf Trident-SLBMs. Die Royal Navy stellte bis in die 1990er Jahre alle Boote auf die Vanguard-Klasse um. Als Nachfolger der Ohio-Flotte wird derzeit an der Columbia-Klasse gebaut. GB baut derzeit an der Dreadnought-Klasse.
NR feierte 2023 seine 75-jähriges Bestehen.<ref>Naval Reactors Celebrates 75 Years. In: NAVSEA. web.mil, abgerufen am 12. Januar 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
Kernreaktoren
Es wurden viele verschiedene Baureihen an Kernreaktoren entwickelt. Die Entwicklung lässt sich anhand der Bezeichnung ablesen.
Bezeichnungen (Beispiel)
- S1W: Der erste Buchstabe (S) steht für submarine platform; die Zahl (1) steht für die Reaktorgeneration; der letzte Buchstabe (G) steht für den Auftragnehmer: W für Westinghouse, G für General Electric, C für Combustion Engineering usw.
Organisation
Der {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) leitet das Programm, er ist in Personalunion stellvertretender Direktor der National Nuclear Security Administration.<ref name="nnsa" /> Bisherige Leiter waren:
| Beginn | Ende | Name |
|---|---|---|
| 1949 | 1982 | Admiral Hyman G. Rickover („Vater der Nuklearmarine“) |
| 1982 | 1988 | Admiral Kinnaird R. McKee |
| 1988 | 1996 | Admiral Bruce DeMars |
| 1996 | 2004 | Admiral Frank „Skip“ Bowman |
| 2004 | 2012 | Admiral Kirkland H. Donald |
| 2012 | 2015 | Admiral John M. Richardson |
| 2015 | 2024 | Admiral James F. Caldwell<ref>Powering the Navy. Abgerufen am 12. Januar 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> |
| 2024 | Admiral William J. Houston |
Andere Hersteller nuklearer Antriebstechnik für U-Boote
- Britische Kernreaktoren werden als PWR1, PWR2, PWR3 (viz. Pressurized Water Reactor) identifiziert und wurden bisher in Dounreay (dort dem Vulcan Naval Reactor Test Establishment) entwickelt und getestet;
- Britische U-Boot-Reaktoren sind eine Eigenentwicklung und werden hier nur im Zusammenhang (Trägersysteme Polaris und Trident) erwähnt. Die Atommächte USA und GB kooperieren seit 1958 in Sachen der nuklearen Verteidigung („Special Relationship“) u. a.;
- Der Bau der neuesten Flotte britischer Atom-U-Boote wird von der Submarine Delivery Agency (SDA) vorangetrieben.<ref>Submarine Delivery Agency. 20. März 2025, abgerufen am 12. Mai 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
Übersicht
- OKBM – Einer der russischen Kernreaktordesigner für die Russische Marine
- TechnicAtome – Französischer Reaktordesigner für die Marine Nationale
- Vickers und Rolls-Royce – Britischer Kernreaktorhersteller für die Royal Navy
- Nuclear Power Institute of China (NPIC) – Kernreaktorforschungsinstitute für die Marine der Volksrepublik China
Siehe auch
- AUKUS – Militärbündnis zwischen Australien (A), dem Vereinigten Königreich (UK) und den USA (US). Im Mittelpunkt der militärischen Zusammenarbeit stehen Atom-U-Boote, unter der Schirmherrschaft (Planung, Beschaffung usw.) der Australian Submarine Agency (ASA).
- Brazilian Navy Nuclear Program – Das Nuklearantriebsprogramm der brasilianischen Marine.
Literatur
- Lutz Kowalzick: Atom-U-Boote der U.S. Navy: seit 1954. 1. Auflage. Motorbuch Verlag, Stuttgart 2024, ISBN 978-3-613-04660-3.
Einzelnachweise
<references />