Sitsch
Vorlage:Hinweisbaustein Die Sitsch ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value), {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value), in Deutsch oft auch Setsch, wissenschaftliche Transliteration {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value); deutsch wörtlich „Verhau, Verschlag“) steht für verschiedene befestigte Verwaltungszentren der Saporoger Kosaken, die in der heutigen Ukraine lagen. Die höchste Institution der Sitsch war die Sitschowa Rada, eine Art höchster Rat und Gerichtshof zugleich.<ref>Enzyklopädie der Ukraine, Band 4, 1993, Eintrag: Sichova Rada (englisch)</ref>
Überblick der Niederlassungen
Die erste Saporoger Verwaltungsniederlassung befand sich bei Chortyzja, genauer auf einer Mala Chortyzja genannten Nachbarinsel. Im Laufe der Zeit wurde die Niederlassung mehrfach verlegt:
- Sitsch Tomakiwka (etwa 1550er Jahre bis 1593 – bei Marhanez von Tataren zerstört)<ref name="Tomakiwka">Kosakenniederlassung Tomakiwka {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) (ukrainisch)</ref>
- Sitsch Basawluk (1593–1638 – bei Kapuliwka)<ref name="Basawluk">Kosakenniederlassung Basawluk {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) (ukrainisch)</ref>
- Mykytyn (1638–1652)<ref name="Basawluk"/>
- Sitsch Tschortomlyk (1652–1709 – im Kachowkaer Stausee untergegangen)
- Kamjanka (1709–1711 – bei Respublikanez, Region Cherson)
- Oleschky (1711–1734 – Hetman in jener Zeit war Kost Hordijenko)
- Nowa Sitsch (1734–1775 – beim Kachowkaer Stausee, wurde auf Beschluss von Katharina II. zerstört.)
Nach dem Ende des freien Kosakentums 1775 wurden die Siedlungen verlassen. Ein Teil der Kosaken zog weiter ins Donaudelta und begründete dort unter osmanischer Herrschaft die Donaukosaken, andere wurden auf Veranlassung der russischen Behörden vorwiegend im westlichen Kaukasusvorland (Kuban-Gebiet, heute Region Krasnodar) angesiedelt, wo eine Vielzahl von Stanizen entstand.<ref>Geographisches Lexikon der polnischen Königreich und in anderen slawischen Ländern, Band X, Seite 478 (polnisch, eingesehen am 28. Januar 2011)</ref>
Sitsch als Flottenstützpunkt
Da die Kosaken auch als Seefahrer aktiv waren (circa 16. bis 18. Jahrhundert), waren einige der Niederlassungen gleichzeitig Flottenstützpunkt. Auf Mala Chortyzja wurde 1737 eine Werft für Kriegsschiffe errichtet.
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Rada in Zaporozhye Sich
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Rückseite der Marineflagge (1734–1775) der Kosaken (Vorderseite mit schwarzen Doppeladler und Sternen)
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Gedenkmünze für Hetman Sahaidatschnyj
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Rekonstruktion des Zaporozhye Sich
Die Kosaken unterhielten eine Flotte von „mehreren Dutzend“ Tschaikas (galeerenähnliche Schiffe) mit etwa folgenden Schiffsmaßen: Länge: etwa 60 Meter, Breite: 10 bis 12 Meter, Raumtiefe etwa 12 Meter.<ref name="Basawluk"/> Die Flaggenhistorie der heutigen ukrainischen Marine geht auf die historische Marine der Kosaken zurück.
Siehe auch
Literatur
- Dmytro Jawornyzkyj: Geschichte der Saporoger Kosaken. (online einsehbar, ukrainisch)
Weblinks
- Dan Berest, {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) (Saporoger Sitsch, ukrainisch), Entwicklungsgeschichte der Saporoger Verwaltungszentren
- Kosakenniederlassung Tomakiwka ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value), ukrainisch)
- Kosakenniederlassung Basawluk ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value), ukrainisch)
Einzelnachweise
<references />