Char Darah
| Distrikt Char Darah | |
|---|---|
| Datei:Kunduz districts.png Bezirke der Provinz Kundus; Char Darah in orange | |
| Basisdaten | |
| Staat | Afghanistan |
| Vorlage:Info ISO-3166-2/admtypelink | Kundus |
| Fläche | 1158 km² |
| Einwohner | 85.960 (2022<ref name="NSIA" />) |
| Dichte | 74 Einwohner pro km² |
| ISO 3166-2 | AF-KDZ |
{{#coordinates:36,6933|68,8014|primary
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|name=Distrikt Char Darah
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}}Char Darah (Paschto/Dari: چار دره {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value), auch Chahar Darreh oder Chara Dara) ist ein Distrikt in der Provinz Kundus in Afghanistan.<ref name="Bundeswehr">Bundeswehr meldet Erfolg im Kampf gegen Taliban. In: Frankfurter Rundschau. 16. November 2010, abgerufen am 17. November 2010.</ref> Er wird mehrheitlich von Paschtunen bewohnt.<ref name="FOHinter">Hintergrund: Der Unruhedistrikt Char Darah. In: Focus. 7. September 2009, abgerufen am 3. Februar 2012.</ref> Die Fläche beträgt 1.158 Quadratkilometer und die Einwohnerzahl 85.960 (Stand: 2022).<ref name="NSIA">Estimated Population of Afghanistan 2022-23. (PDF; 1,8 MB) National Statistic and Information Authority Afghanistan, April 2022, S. 70, abgerufen am 1. Oktober 2022 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
Geschichte
Der Distrikt zählt zu den umkämpftesten Gebieten im Krieg in Afghanistan seit 2001.<ref name="Bundeswehr" /> In Char Darah kamen immer wieder Bundeswehrsoldaten ums Leben. Außerdem wurde von Stellungen in der Region das Bundeswehrfeldlager in Kundus beschossen.<ref name="FOHinter" />
Im Juli 2009 fand in Char Darah die Operation Oqab, eine Militäroffensive von 300 deutschen und 900 afghanischen Soldaten, statt.<ref name="FOHinter" /> Dabei wurden auch Panzer und schwere Waffen eingesetzt.<ref name="StMerobert">Bundeswehr erobert Taliban-Hochburg zurück. In: Stern. 23. Juli 2009, abgerufen am 3. Februar 2012.</ref>
Im September 2009 wurden in dem Distrikt beim Luftangriff bei Kundus bis zu 142 Menschen getötet.<ref name="Bundeswehr" />
Im Dezember 2009 fand die Operation Expand to Southern Chahar Darreh statt. Ziel war es, einen permanenten Außenposten in Char Darah auf der Höhe 431 zu errichten und das Vertrauen der Bevölkerung in die einheimischen Sicherheitskräfte zurückzugewinnen.
Im September 2010 konnte ein Kommando des Kommando Spezialkräfte (KSK) in einer Nachtaktion den hochrangigen Taliban-Führer Maulawi Roshan in einem Gehöft in Char Darah festnehmen.<ref>Vorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig Elitekommando KSK fasst Top-Taliban.] Spiegel, , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 22. September 2010 (deutsch).Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref>
Der Süden des Distrikts war im Herbst 2010 Haupteinsatzgebiet der Operation Halmazag. Nach schweren Gefechten mit Einsatz von Luft- und Artillerieunterstützung erklärte die Bundeswehr die Operation zu einem Erfolg und sprach von einem Rückzug der Taliban. In dem Ort Quatliam wurde ein neuer Außenposten geschaffen, welcher vom Ausbildungs- und Schutzbataillon Kundus gehalten wird. Die Höhe 431 konnte im Zuge der Operation aufgegeben werden.<ref name="Bundeswehr" />
Am 9. März 2011 sollen, laut dem Polizeichef von Char Darah, Gulam Mahidin, deutsche ISAF-Soldaten eine Frau erschossen haben. Eine weitere Frau wurde verletzt.<ref name="Vorwurf">Schwere Vorwürfe gegen deutsche Soldaten in Kunduz. In: ORF. 10. März 2011, abgerufen am 10. März 2011.</ref> Laut einer Bundeswehr-internen Untersuchung sind die deutschen Soldaten nicht für den Tod und die Verletzung verantwortlich.<ref>Bericht: Afghanin nicht von Deutschen getötet. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung. 12. März 2011, abgerufen am 14. März 2011.</ref>
Ab August 2011 begann in Char Darah die Operation Omed (afghanisch für „Hoffnung“). Dabei zeigte die Bundeswehr massive Präsenz.<ref name="MZWunder">Andrè Spangenberg: Das «kleine Wunder» von Nawabad. In: Mitteldeutsche Zeitung. 26. September 2011, abgerufen am 7. Juli 2021.</ref>
Die ersten Offensivoperationen der Bundeswehr wie die Operation Halmazag 2010 und die intensive Operationsführung der Ausbildungs- und Schutzbataillone 2011 führte zu einer vorübergehenden Beruhigung in dem Unruhedistrikt. Nach Abzug der Bundeswehr aus Kundus ist es hier wieder verstärkt zu Kampfhandlungen, auch zur temporären Einnahme der Stadt Kundus gekommen.<ref>Afghanistan: Taliban haben Kundus vollständig erobert. In: Die Zeit. 28. September 2015, ISSN 0044-2070 (zeit.de [abgerufen am 23. April 2017]).</ref>
Dörfer und Städte
Einzelnachweise
<references />