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Maryam Zaree

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Datei:MJK 46316 Maryam Zaree (Deutscher Filmpreis 2019).jpg
Maryam Zaree, 2019

Maryam Zaree (persisch مریم زارع, DMG {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value); * 22. Juli 1983 in Teheran, Iran) ist eine deutsche Schauspielerin, Filmemacherin und Autorin. Sie trat in verschiedenen europäischen Filmproduktionen auf und wurde für Hauptrollen in Filmen wie Shahada und ihre preisgekrönte Leistung in der Serie 4 Blocks bekannt, wofür sie 2018 den Grimme-Preis erhielt. Sie debütierte als Regisseurin mit dem Dokumentarfilm Born in Evin über ihre Geburt im Evin-Gefängnis, der 2020 den Deutschen Filmpreis als bester Dokumentarfilm gewann.

Leben

Maryam Zaree wurde im Evin-Gefängnis in der iranischen Hauptstadt Teheran geboren.<ref>Gunda Bartels: Unsere Tränen sind politisch. Doku „Born in Evin“ auf der Berlinale. In: Der Tagesspiegel. 9. Februar 2019, abgerufen am 24. Oktober 2019.</ref> 1985 flüchtete ihre Mutter, die heute (2025) als Frankfurter Bürgermeisterin, und vorübergehend kommissarisch als Oberbürgermeisterin, tätige Nargess Eskandari-Grünberg,<ref>hessenschau de, Frankfurt Germany: Geboren im Foltergefängnis – „Born in Evin“ jetzt im Kino. 28. Juni 2019, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 19. Oktober 2019; abgerufen am 24. Mai 2020.</ref> mit ihr wegen politischer Verfolgung nach Deutschland. Ab ihrem zweiten Lebensjahr wuchs sie in Frankfurt am Main auf. Ihr Schauspielstudium absolvierte sie von 2004 bis 2008 in Potsdam an der staatlichen Hochschule für Film und Fernsehen „Konrad Wolf“ in der Medienstadt Babelsberg.<ref>Maryam Zaree bei Crew United, abgerufen am 6. Mai 2ü25</ref> Während der Ausbildung wirkte sie in einigen Film- und Fernsehproduktionen mit.<ref>lastrada.doell’s: Maryam Zaree Agenturprofil, abgerufen am 25. Februar 2019@1@2Vorlage:Toter Link/www.lastrada-doells.com (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im Dezember 2025. Suche im Internet Archive )</ref>

Bekannt wurde Zaree durch die Hauptrolle Maryam im Kinofilm Shahada. Er lief im offiziellen Wettbewerb der Internationalen Filmfestspiele Berlin 2010 und wurde in Deutschland sowie auf verschiedenen internationalen Festivals prämiert (darunter Hessischer Filmpreis, Studio Hamburg Nachwuchspreis, Gold Hugo auf dem Chicago International Film Festival). Zaree wurde für ihre Darstellung mehrfach ausgezeichnet, so erhielt sie den Preis für die Best Leading Performance bei dem Monterrey-Filmfestival in Mexiko sowie eine Besondere Erwähnung ihrer schauspielerischen Leistung beim 37. Internationalen Filmfestival in Gent.<ref>Official Competition. Abgerufen am 5. Dezember 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Datei:Grimmepreis 2018 024.jpg
Maryam Zaree mit Marvin Kren und Kida Khodr Ramadan, Verleihung des Grimme-Preises 2018 für 4 Blocks

Sie spielte Hauptrollen in Kinofilmen wie Abgebrannt und Marry Me. 2012 war sie in einer Doppelrolle in der türkisch-französisch-griechischen Koproduktion I am not him von Tayfun Pirselimoglu zu sehen. Der Film feierte seine Weltpremiere auf dem Filmfestival in Rom und wurde als „Bester Film“ beim International Istanbul Film Festival ausgezeichnet. In den letzten Jahren tritt sie immer häufiger in europäischen Filmen auf, u. a. in einer Hauptrolle in der französisch-belgischen Kinoproduktion Le Chant des Hommes. Im deutschen Fernsehen war sie von 2015 bis 2019 als Gerichtsmedizinerin Nasrin Reza im Berliner Tatort um das Ermittlerteam Rubin und Karow zu sehen. In der Serie 4 Blocks spielt sie Khalila, eine der weiblichen Hauptrollen.

Zaree war Gastschauspielerin u. a. am Schauspielhaus Hannover sowie in Berlin am Maxim-Gorki-Theater, an der Schaubühne am Lehniner Platz und am Ballhaus Naunynstraße.

Sie arbeitet außerdem als Autorin und Regisseurin. Mit ihrem ersten Theaterstück Kluge Gefühle gewann sie den AutorenPreis des Heidelberger Stückemarkts 2017 und den Förderpreis des Schiller Gedächtnispreis 2019. Andrea Getto hat es 2019 für den Norddeutschen Rundfunk für eine Hörspielfassung bearbeitet.

Im Jahr 2019 erhielt sie eine Autorenresidenz am Londoner Royal Court Theatre.<ref>Doku „Born in Evin“ auf der Berlinale: Unsere Tränen sind politisch. In: Der Tagesspiegel Online. ISSN 1865-2263 (tagesspiegel.de [abgerufen am 5. Dezember 2025]).</ref>

Mit Born in Evin, ihrem Debüt als Filmregisseurin 2019, kehrte Zaree zu ihrem Lebensanfang in Iran im Evin-Gefängnis zurück, wo Menschenrechtsverletzungen und Massaker an Oppositionellen stattgefunden haben.<ref>Susan Vahabzadeh: Fußabdruck auf der Seele. In: Süddeutsche Zeitung. Abgerufen am 23. Oktober 2019.</ref><ref>Ruben Donsbach: Maryam Zaree: "Es ging darum, die Menschen in ihrem Inneren zu brechen". In: Die Zeit. 9. Februar 2019, ISSN 0044-2070 (zeit.de [abgerufen am 24. Oktober 2019]).</ref> Der Film wurde 2019 auf der 69. Berlinale uraufgeführt und erhielt dort den Kompass-Perspektive-Preis als Bester Film. Er lief in über 40 Ländern und wurde vielfach ausgezeichnet. 2020 erhielt er den Deutschen Filmpreis als bester Dokumentarfilm.<ref>Preisträger*innen 2020. In: deutscher-filmpreis.de (abgerufen am 25. April 2020).</ref><ref>Born in Evin • Deutscher Filmpreis. In: Deutscher Filmpreis. Abgerufen am 14. September 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Im selben Jahr war Zaree bei der Berlinale Mitglied der Jury für den Amnesty International Filmpreis.<ref>Der Amnesty-Filmpreis auf der Berlinale 2020, abgerufen am 28. Februar 2020.</ref>

Filmografie

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Theater

Hörspiele

  • 2014: Elodie Pascal: Blowback | Der Auftrag – Regie: Elisabeth Putz (Hörspiel – DKultur)
  • 2019: Maryam Zaree: Kluge Gefühle – Regie: Andrea Getto (Hörspiel – NDR)

Auszeichnungen

Weblinks

Commons: Maryam Zaree – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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