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Stenopterygius

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Stenopterygius
Datei:Stenopterygius quadriscissus.jpg

Stenopterygius quadriscissus mit Jungtier.

Zeitliches Auftreten
Unterjura (Toarcium)
Erdzeitalter-Vorlage: Unbekannter Parameterwert!Vorlage:Erdzeitalter/Wartung/Parameterfehler bis Erdzeitalter−Vorlage: Unbekannter Parameterwert!Vorlage:Erdzeitalter/Wartung/Parameterfehler Mio. Jahre
Fundorte
Systematik
Ichthyosaurier (Ichthyosauria)
Neoichthyosauria
Baracromia
Thunnosauria
Stenopterygiidae
Stenopterygius
Wissenschaftlicher Name
Stenopterygius
Jaekel, 1904
Datei:Stenopterygius triscissus.JPG
Fossil von Stenopterygius triscissus aus der Paläontologischen Sammlung der Universität Tübingen
Datei:Ichthyosaur fossil.jpg
Jungtier von Stenopterygius quadriscissus aus dem Posidonienschiefer (Unteres Toarcium) von Ohmden in Baden-Württemberg
Datei:Stenopterygius megalorhinus 01.jpg
Fossil von (Stenopterygius megalorhinus) aus dem Posidonienschiefer

Stenopterygius ist eine Gattung der Ichthyosaurier aus dem frühen bis mittleren Jura (ToarciumAalenium). Fossilien der Gattung wurden in England, Frankreich, Deutschland, Schweiz und Luxemburg gefunden. Stenopterygius ist die häufigste Ichthyosauriergattung des Holzmadener Posidonienschiefers.

Dort wurden hunderte komplett artikulierte Skelette gefunden, die häufig auch die äußeren Körperumrisse zeigen. Erst durch diese Funde wurde erkannt, dass die Ichthyosaurier eine haiähnliche Rückenflosse und eine sichelförmige Schwanzflosse hatten. Bei einigen der Fossilien sind Embryonen im Körper oder gerade geborene Jungtiere erhalten.

Merkmale

Stenopterygius ist schwer durch abgeleitete Merkmale zu diagnostizieren und die Gattung ist möglicherweise paraphyletisch. Er wurde etwa drei bis vier Meter lang. Die Brust- und Bauchflossen waren mittellang. Die Brustflossen hatten vier Haupt- und einem kürzeren fünften Finger, die Bauchflossen drei Finger und einen reduzierten vierten. Ältere Exemplare waren teilweise zahnlos. Hinter den Orbita ist der Schädel sehr kurz, das Schläfenfenster ist groß, das Maxillare (Oberkieferknochen), das Gaumenbein und das Quadratojugale (ein weiterer Schädelknochen) waren kurz. Vor dem Kreuzbein hatte Stenopterygius 44 bis 46 Wirbel.

Systematik

Stenopterygius gehört zur Gruppe der Thunnosauria, einer Gruppe fortgeschrittener Ichthyosaurier, die einen spindelförmigen, versteiften Körper hatten und sich analog zu den Thunfischen nur mit Schwanzflossenschlägen schnell durch das Wasser bewegten.

Arten

  • Stenopterygius quadriscissus (Quenstedt, 1856) Jaekel, 1904 (Typusart)
  • Stenopterygius longifrons (Owen, 1881)
  • Stenopterygius hauffianus von Huene, 1922 (möglicherweise identisch mit Stenopterygius quadriscissus)
  • Stenopterygius uniter von Huene, 1931 (Synonym Stenopterygius megalorhinus von Huene, 1922)
  • Stenopterygius aaleniensis Maxwell et al., 2012

Literatur

  • Robert L. Carroll: Paläontologie und Evolution der Wirbeltiere. Thieme, Stuttgart u. a. 1993, ISBN 3-13-774401-6.
  • Richard Ellis: Sea Dragons. Predators of the Prehistoric Oceans. University Press of Kansas, Lawrence KS 2003, ISBN 0-7006-1269-6.
  • Michael W. Maisch, Andreas T. Matzke: The Ichthyosauria (= Stuttgarter Beiträge zur Naturkunde. Serie B: Geologie und Paläontologie. Nr. 298, ISSN 0341-0153). Staatliches Museum für Naturkunde, Stuttgart 2000, S. 67–68, (Digitalisat PDF; 2,09 MB).

Weblinks

Commons: Stenopterygius – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien