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Bresenitz

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Bresenitz
Datei:Garder Mühle Bresenitz 2011-04-20 162.JPG
Bresenitz in Garder Mühle

Bresenitz in Garder Mühle

Daten
Gewässerkennzahl DE: 96444
Lage Mecklenburg
Flusssystem Warnow
Abfluss über Mildenitz → Warnow → Ostsee
Flussgebietseinheit Warnow/Peene
Quelle Karinmoor bei Reimershagen
53° 40′ 13″ N, 12° 10′ 7″ O
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Quellhöhe ca. 58 m ü. NHN<ref>Karten des Geoportals MV, Höhenlinien</ref>
Mündung bei Neu Woserin in die MildenitzKoordinaten: 53° 39′ 9″ N, 11° 59′ 37″ O
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Mündungshöhe ca. 37 m ü. NHN<ref>Karten des Geoportals MV, Höhenlinien, kurz zuvor von Mildenitz durchflossener See: 37,1 m, nachfolgender See 36 m</ref>
Höhenunterschied ca. 21 m
Sohlgefälle ca. 1 ‰
Länge 21,1 km<ref name="lawa-routen"/>
Abfluss am Pegel Garden<ref>Zur Nutzbarmachung der Wasserkraftpotentiale in Mecklenburg-Vorpommern, W. Krüger, Karl-Heinz Brock, Parchim 1999</ref> MQ
310 l/s
Rechte Nebenflüsse Rotbeck, Bollbach
Durchflossene Seen Reimershagener See, Breesensee, Suckwitzer See, Nienhäger See, Garder See, Woseriner See, Bresenitzsee

Die Bresenitz (teils auch: Breesenitz<ref>Bezeichnung der Gewässerlinien im Kartenportal Umwelt MV</ref>) ist ein rechter Nebenfluss der Mildenitz in Mecklenburg-Vorpommern.

Verlauf

Datei:Garder Mühle Bresenitz Mündung in Woseriner See 2011-04-20 165.JPG
Bresenitz vor dem Durchfluss des Woseriner Sees

Die Bresenitz entspringt dem Karinmoor am südwestlichen Ortsrand von Reimershagen im Landkreis Rostock<ref name="lawa-routen">Gewässerrouten LAWA im Kartenportal Umwelt MV</ref><ref>mehrfache Erwähnung der Entfernung des Bresenitz-Laufs zu Schutzgütern nahe Reimershagen in @1@2Vorlage:Toter Link/www.rpv-mmr.dewww.rpv-mmr.de/fileadmin/pdf/gesamtfortschreibung/2B_Anhang_6.7.5_1.pdf (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im Mai 2017. Suche im Internet Archive )</ref> und durchfließt bereits kurz danach den Reimershagener See. Im Oberlauf stark begradigt führt ihr Weg in nordwestlicher Richtung zum im Naturschutzgebiet Breeser See befindlichen Breesensee, dem unter anderem die Rotbeck und das umliegende Feuchtgebiet entwässernde Gräben zulaufen. Westlich schließt sich der ebenfalls von der Bresenitz durchflossene Suckwitzer See an. Bis zum Nienhäger See verläuft das Gewässer in südwestlicher Richtung. Ab dort quert die Bresenitz den Naturpark Sternberger Seenland. Sie wendet sich nordwestwärts und durchfließt den Garder See bei Lohmen. Der in den Garder See mündende Bollbach stellt einen rechten Nebenfluss der Bresenitz dar.

An der Einmündung in den Woseriner See wird die Grenze zum Landkreis Ludwigslust-Parchim überschritten. Der durch die in der Gewässermitte befindliche Insel in drei Becken gegliederte See wird am Südwestufer verlassen. Nach dem Durchfluss des Bresenitzsees und der Unterquerung der Bundesstraße 192 mündet die Bresenitz 700 Meter südöstlich des Borkower Ortsteils Neu Woserin in die Mildenitz, die das Wasser weiter über die Warnow in die Ostsee abführt.

Die Bresenitz überwindet in ihrem Lauf einen Höhenunterschied von etwa 21 Metern.

Geschichte

Der Bach Bresenitz wurde bei der Erweiterung des Dobbertiner Klosterbesitzes im Jahr 1237 erstmals urkundlich als Bresenitze erwähnt. In dieser Urkunde betätigte der Herr zu Rostock Nikolaus die Grenzen des Klostergebietes, darunter ...den Bach Milnitz (Mildenitz) vom Jawir See (Dobbertiner See) bis zum See Wostrowitz (den abgelassenen Klädener und Dobbiner See) und weiter bis zum Bach Bresenitze (Bresenitz)...<ref>MUB I. (1863) Nr. 469</ref>

Im Bereich der einstigen Dobbertiner Klosterforst erfolgte ab 1851 eine Regulierung der Bresenitz durch die Vertiefung des Flussbettes und der Beräumung der Ränder zur Entwässerung des Umlandes.<ref>LHAS 3.2-3/1 Landeskloster/Klosteramt Dobbertin, Nr. 1333.</ref>

Am 8. April 1882 ließ der Klosterhauptmann Christian Joachim Hugo Karl Graf von Bernstorff den Dobbertiner Forstinspektor Garthe eine Warntafel an der Bresenitz stillschweigend entfernen und Schleete (Rundhölzer) über die Bresenitz legen. Sollten Woseriner sich das Holzlesen anmaßen, sind sie zu pfänden, war seine Festlegung.<ref>Museum Goldberg, Akte Klosterforst 1424.</ref>

Quellen

Gedruckte Quellen

Ungedruckte Quellen

  • Landeshauptarchiv Schwerin (LHAS)
    • LHAS 3.2-3/1 Landeskloster/Klosteramt Dobbertin. Nr. 1333.
  • Museum Goldberg
    • Akte Klosterforst Nr. 1424.

Weblinks

Karten

  • Wiebekingsche Karte von Mecklenburg 1786.
  • Wirtschaftskarte Forstamt Dobbertin 1927/1928.
  • Offizielle Rad- und Wanderkarte des Naturparks Nossentiner/Schwinzer Heide, 2010.

Einzelnachweise

<references />