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McJob

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Datei:2011-10-25 McDonald's in Raleigh.jpg
McJob-Arbeitsplatz in einem Fastfood Restaurant

McJob ist eine Pejoration für Arbeitsplätze im Niedriglohnbereich, die in verschiedene englischsprachige Wörterbücher und das Wörterbuch der New Economy aus dem Duden-Verlag Eingang fand.

Herkunft

Der Begriff wurde 1986 erstmals in einem Artikel des Soziologen Amitai Etzioni in der Washington Post<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />McJobs Are Good for Kids. (Memento des Vorlage:IconExternal vom 14. November 2012 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/pqasb.pqarchiver.com Washington Post</ref> verwendet und im gleichen Jahr im Oxford English Dictionary verzeichnet. Erst später nahm ihn Douglas Coupland in seinen „Lexikon einer neuen Arbeitsgesellschaft“ aus dem Roman Generation X auf:

„Ein niedrig dotierter Job im Dienstleistungsbereich mit wenig Würde, wenig Nutzen und ohne Zukunft. Oftmals als befriedigende Karriere bezeichnet von Leuten, die niemals einen solchen [Job] ausgeübt haben.“

Allgemein wird er als eine Anspielung auf die durch das Unternehmen McDonald’s angebotenen Niedriglohnarbeitsplätze verstanden. Vor allem in den Vereinigten Staaten gehen den Arbeitnehmern im Niedriglohnsektor Rechtsansprüche auf Sozialeigentum<ref>Robert Castel: Die Krise der Arbeit. Neue Unsicherheiten und die Zukunft des Individuums. Hamburger Edition, Hamburg 2011, S. 339f.</ref> verloren. So gibt es weder Sozial- und Rentenversicherung noch Kündigungsschutz oder Anspruch auf Arbeitslosenunterstützung. In Deutschland gibt es formal einen gültigen Tarif- und Manteltarifvertrag.<ref>McDonald’s erhöht Löhne in den USA. In: Frankfurter Rundschau. Abgerufen am 7. Dezember 2018.</ref><ref>McDonald‘s: Mitarbeiter packen jetzt aus. Abgerufen am 7. Dezember 2018.</ref>

Kontroversen

2003 ging McDonald’s erfolglos gegen den Eintrag „McJob“ im US-Wörterbuch Merriam-Webster’s Collegiate Dictionary vor. In einer Imagekampagne will der Konzern seit 2006 gegen die seiner Meinung nach bestehenden Vorurteile über die Jobperspektiven vorgehen, ohne jedoch an den tatsächlichen prekären Bedingungen etwas zu ändern.

„Es gibt eine riesige Kluft zwischen der Wahrnehmung von außen und der innerbetrieblichen Wirklichkeit, für McDonald’s zu arbeiten.“

– <templatestyles src="Person/styles.css" />Vizepräsident für Personal in Nordeuropa, David Fairhurst, gegenüber britischen Medien

McDonald’s forderte im März 2007 erfolglos das Oxford English Dictionary auf, den Eintrag „McJob“ zu ändern, sodass er „einen Job reflektiert, der stimulierend ist und sich auszahlt, der wirkliche Karriereaussichten ebenso bietet wie die Aneignung von Fähigkeiten, die ein Leben lang nützlich sind.“<ref>McDonald’s wehrt sich gegen Mc-Job-Definition. Spiegel Online</ref>

Siehe auch

Literatur

  • Douglas Coupland: Generation X. Geschichten für eine immer schneller werdende Kultur. Aufbau-Verlag, Berlin/Weimar 1995

Weblinks

Einzelnachweise

<references />