Zum Inhalt springen

Emile De Beukelaer

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Dies ist die aktuelle Version dieser Seite, zuletzt bearbeitet am 23. März 2026 um 10:30 Uhr durch imported>Pessottino.
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)
Datei:Emile De Beukelaer 1920.jpg
Emile De Beukelaer (1920)
Datei:Wiemu08.jpg
Nach De Beukelaers Tod wurde dieser Pokal für den besten Amateurvereins Belgiens mit seinem Namen gestiftet.

Emile De Beukelaer (* 27. Mai 1867 in Antwerpen; † 23. Januar 1922 ebenda) war ein belgischer Radrennfahrer, Radsportfunktionär, Mitbegründer und erster Präsident des Weltradsportverbandes UCI.

Emile De Beukelaer war ein Sohn aus gutem Hause; sein Vater hatte die Likörfirma „Elixir d’Anvers“ gegründet.<ref>Die Firma besteht bis heute: Offizielle Website der Fa. FX De Beukelaer</ref> In den 1880er Jahren gehörte er zu den besten Radrennfahrern Belgiens, damals noch auf dem Hochrad. Nachdem er sechsfacher belgischer und dreifacher niederländischer Meister geworden war, zog er sich mit 22 Jahren aus dem aktiven Radsport zurück.<ref name="lait" /> Der Vater wollte in die Politik gehen, und Emile De Beukelaer sollte sich gemeinsam mit seinem Bruder um das Familienunternehmen kümmern.

De Beukelaer blieb dem Radsport aber als Verbandsfunktionär verbunden. Er wurde Vorsitzender der Sportkommission des belgischen Radsportverbandes und sorgte als solcher effektiv für die Vereinheitlichung von Wettkampfregeln. Er engagierte sich für den Bau der Zurenborg-Radrennbahn in Antwerpen, auf der zweimal – 1905 und 1920 – Bahn-Weltmeisterschaften stattfanden.

Als die UCI im Jahre 1900 in Paris gegründet wurde, wurde er zu deren ersten Präsidenten gewählt. Er blieb bis zu seinem Tod in diesem Amt.

De Beukelaer war auch sonst sportlich interessiert: Er betätigte sich als Autorennfahrer, engagierte sich im Pferdesport (zum Zeitpunkt seines Todes besaß er sechs Rennpferde) sowie im Flugsport. Der Erste Weltkrieg brach seinen Lebensmut, weil er „sein Lebenswerk zerstört sah“.<ref name="lait">Laitem/Hamels, De Tricolore Trui, S. 15.</ref> Er starb 56-jährig an einer Grippe.

Literatur

  • Herman Laitem, Jozef Hamels: De Tricolore Trui. 1882–2007. 125 Jaar Belgische Kampioenschappen. Pinguin Productions u. a., Balegem u. a. 2008, ISBN 978-90-73322-21-9, S. 15f.

Weblinks

Commons: Emile De Beukelaer – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />

Vorlage:Klappleiste/Anfang

1900–1922 Emile De Beukelaer | 1922–1936 Léon Breton | 1936–1939 Max Burgi | 1939–1947 Alban Collignon | 1947–1957 Achille Joinard | 1958–1981 Adriano Rodoni | 1981–1990 Luis Puig | 1991–2005 Hein Verbruggen | 2005–2013 Pat McQuaid | 2013–2017 Brian Cookson | seit 2017 David Lappartient

Vorlage:Klappleiste/Ende