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Mars Austria

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Mars Austria OG

colspan="2" class="notheme" style="background:#Vorlage:Standardfarbe; color:#Vorlage:Standardfarbe; padding:1em 0;" | Logo mars Austria.jpg
Rechtsform Offene Gesellschaft
Gründung 1966 in Wien, OsterreichDatei:Flag of Austria.svg Österreich
Sitz Bruck an der Leitha,
Wien, OsterreichDatei:Flag of Austria.svg Österreich
Leitung Kim Smet
Mitarbeiterzahl > 500
Branche Lebensmittelindustrie
Website www.mars.com/austria/de/

Mars Austria OG ist die österreichische Tochtergesellschaft von Mars Incorporated und hat eine Produktionsstätte für Tiernahrung in Bruck an der Leitha. Der Inlandsvertrieb hat seinen Sitz in Wien. Der Geschäftsführer ist Andreas Dialer.

Geschichte

1966 wurde die erste österreichische Niederlassung der Mars-Gruppe in Wien gegründet. Aufgrund der Nachfrage wollte man Produktionsstätten im Inland errichten. Daher wurde 1973 die Fabrik der Firma Rondo-Neisse in Breitenbrunn am Neusiedler See gekauft. Nach Ausbau der Fabrik wurde der Firmensitz nach Breitenbrunn verlegt. Grund für den Kauf dieser Fabrik war die dort vorhandene Technologie zur Herstellung von Rollwaffeln. Hauptprodukte sind Amicelli, Milky Way Crispy Rolls und die für den Export hergestellten Galaxy Flutes. Die Exportmärkte für diese Waffeln befinden sich in Europa, Ägypten und Asien.

Die Fabrik für Tiernahrung in Bruck an der Leitha wurde 1985 eröffnet.<ref>Master Foods Austria investiert weitere 200 Millionen Schilling in Bruck. Abgerufen am 27. September 2023.</ref> Durch den Beitritt Österreichs zur EU und die Öffnung der Grenzen dehnte sich der Absatz auf die Nachbarländer aus. 70 Prozent der Güter werden nach Europa, Mittelmeerraum, Japan und Argentinien exportiert. Bis 2022 stieg der Exportanteil des Werkes auf etwa 90 Prozent, der größte Anteil davon wurde nach China geliefert.<ref>Mars verdoppelt Investition in Bruck. In: noe.orf.at. 30. August 2022, abgerufen am 27. September 2023.</ref>

Hergestellt wird Feuchtfutter für Hunde und Katzen in Dosen, Schalen und seit 2003 auch in Frischebeuteln. Zur Produktpalette in Bruck zählen Royal Canin Veterinary Diets, Chappi, Cesar, Pedigree, Sheba, Whiskas (inkl. Whiskas Bio) und Kitekat.

Im Jahr 2013 wurde in Bruck eine neue Produktionsanlage für Heimtiernahrung in Frischebeuteln in Betrieb genommen. Die Investition von 33 Mio. Euro war die größte in der Geschichte von Mars Austria.<ref>Mars Austria – Ausgebaute Tiernahrungsfabrik eröffnet. Artikel von Sabine Sperk vom 20. September 2013 auf cash.at. Abgerufen am 20. Juni 2014.</ref> 2014 wurde mit einem weiteren Ausbau der Brucker Produktion für 20 Mio. Euro begonnen.<ref>Mars: 20 Millionen für Brucker Standort. Artikel von Gerald Burggraf vom 24. April 2014 auf www.noen.at. Abgerufen am 20. Juni 2014.</ref>

Die Brucker Heimtiernahrungsfabrik wurde anfangs unter dem Namen Effem Austria als separates Unternehmen geführt. 1992 wurde der Standort Bruck mit der Breitenbrunner Süßwarenfabrik unter der Master Foods Austria Ges.m.b.H. zusammengefasst. 2001 fand eine Umfirmierung in Masterfoods Austria OHG statt. Aufgrund einer weltweiten Vereinheitlichung der Namen der Tochterunternehmen von Mars, Inc. heißt die österreichische Niederlassung seit Juni 2007 Mars Austria OG.<ref>Masterfoods Austria wird in Mars Austria umbenannt. Abgerufen am 27. September 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

2015 wurde der Inlandsvertrieb in einem neuen Wiener Büro gebündelt.<ref>40 der rund 160 Breitenbrunner Mars-Mitarbeiter wandern nach Wien. Artikel von Thomas Orovits vom 13. Jänner 2015 auf kurier.at. Abgerufen am 12. Jänner 2017.</ref>

Im Herbst 2019 wurde bekanntgegeben, dass das Werk in Breitenbrunn mit etwa 110 Beschäftigten aufgrund des Umsatzrückganges bei Produkten der dort angesiedelten Rollwaffelproduktion bis Ende 2020 schrittweise geschlossen werden soll.<ref>Mars: Werk in Breitenbrunn soll geschlossen werden auf ORF on vom 14. Oktober 2019, abgerufen am 14. Oktober 2019.</ref> Am 26. Mai 2020 wurde jedoch bekanntgegeben, dass das Werk an den deutschen Schokoladen-Hersteller Alfred Ritter verkauft werden soll.<ref>Ritter Sport übernimmt Amicelli-Produktion im Handelsblatt vom 26. Mai 2020, abgerufen am 27. Mai 2020.</ref> Vor dem Verkauf hatte die Breitenbrunner Waffelfabrik für Mars weltweit einen wichtigen Status, da der größte Anteil der dort entwickelten Produkte exportiert wurde.<ref>Mars verkauft Schokoladenfabrik in Breitenbrunn an Ritter. 26. Mai 2020, abgerufen am 27. September 2023.</ref> So gingen 2002 rund 90 Prozent der hergestellten Waren in das Ausland.<ref>Masterfoods Austria: Rückenwind trotz Konjunkturflaute. Abgerufen am 27. September 2023.</ref> Seit Anfang 2021 produziert Ritter Sport weiterhin Rollwaffeln, sowie auf einer zweiten Produktionsanlage Schokolade und beschäftigt rund 70 Mitarbeiter.<ref>Breitenbrunn: Mars verkauft Fabrik an Ritter. In: burgenland.orf.at. 26. Mai 2020, abgerufen am 20. Januar 2021.</ref>

Von 2020 bis 2022 investierte das Unternehmen zusätzliche 104 Millionen Euro in das Werk in Bruck an der Leitha und erweiterte es um eine Dosenlinie.<ref>Wirtschaft: Mars Austria investiert 70 Millionen Euro in Standort Bruck/Leitha. 23. März 2022, abgerufen am 27. September 2023.</ref>

Der seit 2016 bei der Mars Gruppe arbeitende Kim Smet ersetzte im September 2022 Hendrik de Jong als Geschäftsführer.<ref>Kim Smet neuer Geschäftsführer bei Mars Austria. 11. Oktober 2022, abgerufen am 27. September 2023.</ref>

Weblinks

Einzelnachweise

<references />