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Englisberg

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BE ist das Kürzel für den Kanton Bern in der Schweiz. Es wird verwendet, um Verwechslungen mit anderen Einträgen des Namens Waldff zu vermeiden.
Englisberg
Datei:CHE Englisberg COA.svg
Wappen von Englisberg
Staat: Vorlage:CHE2
Kanton: Kanton BernDatei:CHE Bern COA.svg Bern (BE)
Verwaltungskreis: Bern-Mittellandw
Einwohnergemeinde: Wald BEi2
Postleitzahl: 3086
frühere BFS-Nr.: 0864
Koordinaten: 602292 / 194050Koordinaten: 46° 53′ 51″ N, 7° 28′ 7″ O; CH1903: 602292 / 194050
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Höhe: 815 m ü. M.
Fläche: 4,35 km²
Einwohner: 377 (2000)
Einwohnerdichte: 87 Einw. pro km²
Website: www.wald-be.ch
Datei:Englisberg - southwestern view.jpg
Südwestliche Blickrichtung
Südwestliche Blickrichtung
Karte
w{w
Datei:Karte Gemeinde Englisberg 2003.png
Gemeindestand vor der Fusion am 1. Januar 2004

Englisberg ist eine Ortschaft in der Einwohnergemeinde Wald BE (Verwaltungskreis Bern-Mittelland) im Schweizer Kanton Bern. Bis zum 31. Dezember 2003 war Englisberg eine eigene politische Gemeinde. Am 1. Januar 2004 fusionierte diese mit der Gemeinde Zimmerwald zur neuen Gemeinde Wald BE.

Geschichte

Das Dorf Englisberg gehörte ursprünglich wohl dem gleichnamigen, in Bern und Freiburg ansässigen Adelsgeschlecht von Englisberg, welches seit Mitte des 12. Jahrhunderts (um 1166 Endlisperc) urkundlich nachweisbar ist. Seit dem 13. Jahrhundert ist auch eine Burg urkundlich nachweisbar, die aber bereits im angehenden 14. Jahrhundert aufgegeben wurde und allmählich zerfiel. Deren Reste sollen laut zeitgenössischen Augenzeugenberichten noch bis Anfang des 19. Jahrhunderts existiert haben, bevor diese gänzlich von den ortsansässigen Bauern zum Zweck der Beschaffung von Baumaterial abgetragen wurden. Im 14. Jahrhundert sind Johannes Bröwo<ref>query.sta.be.ch</ref> und Peter ab der Furen<ref>query.sta.be.ch</ref> als Landbesitzer in Englisberg nachgewiesen. Englisberg gehörte kirchenrechtlich ursprünglich zu Belp. Seit dem Bau der Kirche Zimmerwald 1699 bildete Englisberg zusammen mit Obermuhlern und Niedermuhlern das neue Kirchspiel Zimmerwald. Im 16. Jahrhundert erwarben einheimische Bauern die Herrschaftsrechte von Englisberg und damit eine gewisse Autonomie. Aus ihren Reihen wurde auch der jeweilige Gerichtsherr gewählt. Die Graffenried von Kehrsatz besassen 1773 einen Viertel der Herrschaft. Dieser ging 1774 käuflich an Beat Emanuel von Tscharner (Lohn). Wirtschaftlich sicherten sich die Englisberger bereits im Jahre 1649 mit dem Loskauf der Zehntpflicht ihre Unabhängigkeit, welche das Aufblühen mehrerer begüterter Bauerndynastien erzeugte. Hochgerichtlich gehörte Englisberg bis 1798 zum Landgericht Seftigen. Englisberg zählte 1764: 223 Einwohner, 1850: 275, 1900: 567, 1950: 564 und 2000: noch 214. Die relativ hohe Bevölkerungszahl ab 1900 ist auf die Miteinbeziehung der Heiminsassen des 1890 bis 1892 in Kühlewil erbauten stadtbernischen Alters- und Pflegeheimes zurückzuführen. Seit 1996 zählen diese jedoch steuerrechtlich als Einwohner der Stadt Bern. Die alteingesessenen, landbesitzenden Geschlechter von Englisberg sind die Familien Balsiger, Guggisberg,<ref>D. A. Guggisberg: Guggisberg Genealogien. Redondo Beach, Calif. 1999.</ref> Hosmann, Hossmann, Streit und Zimmermann, zum Teil bis zurück ins 15. Jahrhundert dokumentierbar. Verkehrsmässig ist Englisberg mit der Postautolinie Bern–Riggisberg erschlossen. Am 1. Januar 2004 fusionierte Englisberg mit der Nachbargemeinde Zimmerwald zur neubenannten Gemeinde Wald BE.

Wirtschaft

Trotz dem überproportionalen Dienstleistungssektor (Alters- und Pflegeheim Kühlewil als grösster Arbeitgeber der Gemeinde) spielt die Landwirtschaft mit 11 aktiven Betrieben unter Teilnahme von über 40 % der Bevölkerung nach wie vor eine grosse Rolle in Englisberg. 253 ha oder 58,8 % der Gesamtfläche stehen unter landwirtschaftlicher Nutzung. Im Jahre 1890 begann der Neubau des stadtbernischen Alters- und Pflegeheimes Kühlewil, mit eigenem landwirtschaftlichem Gutsbetrieb. Von 1982 bis 1988 wurde der Altbau saniert und ein Neubau errichtet. Das Alters- und Pflegeheim Kühlewil stellt den grössten Arbeitgeber der Gegend und bewirkt eine nicht unbeträchtliche Anzahl von Zupendlern. Im Industrie- und Gewerbebereich ist Englisberg stark mit dem Nachbarort Zimmerwald verbunden. Es bestehen diverse Gewerbe- und Dienstleistungsbetriebe, wie Holzbau, Käserei, Karateschule, Lebensmittelgeschäft, Metallbau/Schlosserei, Podologie-Praxis usw. Zusätzlich werden Ferien auf dem Bauernhof angeboten.

2022 wurde das Alters- und Pflegeheim Kühlewil Teil der Stiftung Siloah aus Gümligen.<ref>Neupositionierung des Alters- und Pflegeheims Kühlewil. In: bern.ch. 10. Mai 2021, abgerufen am 14. Dezember 2024.</ref><ref>Abstimmungen vom 28. November 2021. In: bern.ch. Abgerufen am 14. Dezember 2024.</ref> Im April 2024 entschied der Gemeinderat der Stadt Bern, den Boden des Landwirtschaftsbetriebs Kühlewil zu verkaufen, damit er als Realersatz für eine von einer Umsiedlung betroffene Landwirtschaftsfamilie aus Mitholz dienen kann.<ref>Boden des Landwirtschaftsbetriebs Kühlewil wird verkauft. In: bern.ch. 26. April 2024, abgerufen am 14. Dezember 2024.</ref>

Personen

Sehenswürdigkeiten

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Bilder

Quellen

Herrschaft Englisberg:

Literatur

  • Fritz Brönnimann-Glaser: Wie entstand unsere Gemeinde? Teil 1: Die Geschichte der Besiedlung. Teil 2: Die Geschichte unserer Gemeindegrenzen. In: Beiträge zur Geschichte und Heimatkunde des Längenberges. Nr. 5 und 6. Hrsg. von der Gemeinde Zimmerwald. Zimmerwald 1988.
  • Anne-Marie Dubler: Englisberg. In: Historisches Lexikon der Schweiz.
  • Daniel Guggisberg: Gebäudeinschriften. Bestandsaufnahme von Englisberg. 2002 (Manuskript).
  • Heinz Weilenmann: Die Herrschaft Englisberg. In: Berner Zeitschrift für Geschichte und Heimatkunde. Bern 1961 (e-periodica.ch).

Weblinks

Einzelnachweise

<references />

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