Zum Inhalt springen

Wilhelm Herse

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Dies ist die aktuelle Version dieser Seite, zuletzt bearbeitet am 24. November 2025 um 20:30 Uhr durch imported>M Huhn (einfacher ausgesagt).
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)

Wilhelm Herse (* 30. April 1879 in Posen; † 24. Oktober 1965 in Wolfsburg<ref>Sterbeurkunde StA Wolfsburg Nr. 697 vom 26. Oktober 1965</ref>) war ein deutscher Bibliothekar und Archivar.

Leben

Wilhelm Georg Ludwig Herse war der Sohn des Oberbürgermeisters von Posen Jaroslaw Herse. Nach dem Abitur studierte er in Berlin Germanistik und Geschichte und wurde 1907 promoviert. 1919 bewarb er sich erfolgreich um die bislang von Eduard Jacobs besetzte Stelle des fürstlichen Archivars und Bibliothekars der Fürst zu Stolberg-Wernigerodeschen Bibliothek in Wernigerode. Er verfasste in dieser Zeit ca. 50 Veröffentlichungen über das Fürstenhaus und das Harzer Land.

Von 1927 bis 1948 war er Direktor der Herzog August Bibliothek in Wolfenbüttel. Von 1928 bis 1947 war Herse auch Dozent für Kulturgeschichte an der Technischen Hochschule Braunschweig, 1947 ernannte ihn die Hochschule zum Ehrendoktor. In Wolfenbüttel war er Mitglied der Freimaurerloge „Wilhelm zu den drei Säulen“. Seit 1943 war er ordentliches Mitglied der Braunschweigischen Wissenschaftlichen Gesellschaft.

Schriften (Auswahl)

  • England als Feind des Festlandes. Siegismund, Berlin 1918 (Schützengraben-Bücher für das deutsche Volk; 89).
  • Geschichtsbilder aus dem Harz. Paulmann, Wernigerode am Harz, ca. 1927.
  • Zu Lessings Gedächtnis. Kallmeyer, Wolfenbüttel u. a. 1931.
  • Four essays on Lessing. Wolfenbütteler Verlagsanstalt, Wolfenbüttel 1947 (Kulturwissenschaftliche Reihe; 1).
  • Die Goethezeit in Deutschland: 7 Skizzen. Wissenschaftliche Verlagsanstalt, Hannover 1949.

Literatur

  • Georg Ruppelt: Herse, Wilhelm. In: ders., Sabine Solf (Hrsg. im Auftrag der Gesellschaft der Freunde der Herzog August Bibliothek): Lexikon zur Geschichte und Gegenwart der Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel. Paul Raabe zum 29. Februar 1992. (Lexika europäischer Bibliotheken, Bd. 1). Harrassowitz, Wiesbaden 1992, ISBN 3-447-03233-2, S. 81.

Weblinks

Einzelnachweise

<references />

Vorlage:Klappleiste/Anfang Alte Bibliothek
Leonhart Schröter (1571–1572) • Lukas Weischner (1572–1575) • … • Thomas Mancinus ( … –1599) • Johann Adam Lonicerus (1600–1610) • Thomas Mancinus (1611–1611/12) • Liborius Otho (1612–1618)

Neue Bibliothek
Herzog August der Jüngere (1604–1666) • David Hanisius (1666–1681) • Michael Ritthaler (1682–1685) • Kaspar Adam Stenger (1685–1690) • Gottfried Wilhelm Leibniz (1691–1716) • Lorenz Hertel (1716–1737) • Jakob Burckhard (1738–1752) • Georg Septimus Andreas von Praun (1751–1770) • Gotthold Ephraim Lessing (1770–1781) • Ernst Theodor Langer (1781–1820) • Friedrich Christoph Wäterling (1820–1823) • Friedrich Adolf Ebert (1823–1825) • Friedrich Christoph Wäterling (1825–1827) • Gebhard Friedrich Eigner (1827–1830) • Karl Philipp Christian Schönemann (1830–1854) • Ludwig Konrad Bethmann (1854–1867) • Otto von Heinemann (1868–1904) • Gustav Milchsack (1904–1919) • Paul Zimmermann (1920) • Otto Lerche (1921–1923) • Heinrich Schneider (1923–1926) • Paul Zimmermann (1926–1927) • Wilhelm Herse (1927–1948) • Erhart Kästner (1950–1968) • Paul Raabe (1968–1992) • Helwig Schmidt-Glintzer (1993–2015) • Peter Burschel (seit 2016) Vorlage:Klappleiste/Ende

Vorlage:Hinweisbaustein