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Sigrid Maurer

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Datei:Fest der Freude Wien 2025 Sigrid Maurer BHO-1038.jpg
Sigrid Maurer (2025)

Sigrid Viktoria „Sigi“ Maurer<ref>Listenplatz 4 der Grünen auf der Bundesparteiliste zur Nationalratswahl in Österreich 2024 (Print S. 21).</ref> (* 19. März 1985 in Rum, Tirol) ist eine österreichische Politikerin (Die Grünen) und ehemalige Studentenvertreterin (GRAS). Sie ist seit dem 7. Jänner 2020 Klubobfrau des Grünen Parlamentsklubs, dem sie als Abgeordnete zum Nationalrat von 2013 bis 2017 angehörte und seit 23. Oktober 2019 wieder angehört.

Leben

Maurer studierte Musikwissenschaft und Politikwissenschaft an der Universität Innsbruck (2004–2009), jedoch ohne Abschluss.<ref>Über mich – Kurzbiografie. Auf sigimaurer.at, abgerufen am 12. Oktober 2018.</ref> Seit 2011 studiert sie Soziologie an der Universität Wien und hat einen Bachelorabschluss, den sie im Jahr 2017 erlangte.<ref>Sigrid Maurer, BA, Biografie. Abgerufen am 12. September 2020.</ref>

Ab 2005 engagierte Maurer sich in der Österreichischen Hochschülerschaft und wurde Mitglied der Grünen & Alternativen Student_innen (GRAS).<ref>Hartnäckige Kämpferin: Sigrid Maurer im Porträt. Am 29. Juni 2009 auf diepresse.com, abgerufen am 12. Oktober 2018.</ref> Von Juli 2009 bis Juni 2011 war sie ÖH-Vorsitzende. In diesen Zeitraum fielen die Studentenproteste in Österreich 2009/2010 gegen Beschränkungen des Hochschulzuganges, die sie in ihrer Funktion unterstützte.

Nachdem Maurer am 22. Dezember 2010 während der Debatte über das Budget 2011 von der Besuchergalerie aus Flugzettel in den Plenarsaal des Nationalrates geworfen und Parolen skandiert hatte, wurde ihr ein Hausverbot in der Dauer von 18 Monaten für das österreichische Parlament erteilt.<ref>ÖH-Chefin hat Hausverbot im Parlament. Am 30. Dezember 2010 auf diepresse.com, abgerufen am 8. September 2013.</ref>

Im November 2012 gab Sigrid Maurer bekannt, für Die Grünen bei der Nationalratswahl 2013 kandidieren zu wollen.<ref>Ex-ÖH-Vorsitzende kandidiert für den Nationalrat. Am 5. November 2012 auf derstandard.at, abgerufen am 5. November 2012.</ref> Beim grünen Bundeskongress wurde sie auf den sechsten Platz der Bundesliste gewählt.<ref>Iris Bonavida: Glawischnigs Kür und zwei neue Gesichter. 1. Dezember 2012 auf diepresse.com, abgerufen am 12. Oktober 2018.</ref> Von Oktober 2013 bis November 2017 war sie Abgeordnete zum Nationalrat. Nachdem sie am 6. November 2017 an einer Fernsehdiskussion zu sexueller Belästigung teilgenommen hatte, wurde sie Empfängerin einer Unzahl von hate mails. Sie reagierte darauf mit einem Foto, das sie in den sozialen Medien publizierte, in dem sie sich gegen die Mobber wandte: „to the haters with love“. Zu sehen war sie mit Sektglas und erhobenem Mittelfinger. Mehrere Medien, darunter das Boulevardblatt Kronen Zeitung, verwendeten das Foto in neuem Zusammenhang, als zeige Maurer dem Parlament den Stinkefinger. Dagegen klagte sie auf Schadensersatz.<ref>Stinkefinger-Foto: Maurer fordert Schadenersatz. Abgerufen am 12. Mai 2020.</ref>

Im Mai 2018 erhielt Maurer vom Facebook-Account des Ladeninhabers eines Craft-Beer-Geschäfts in Wien obszöne Nachrichten. Maurer machte diese Nachrichten öffentlich, beschuldigte den Geschäftsinhaber, diese Nachrichten geschrieben zu haben, und veröffentlichte dessen Namen und die Adresse des Geschäfts.<ref>Sigi Maurer on Twitter. In: Twitter. (twitter.com [abgerufen am 29. Oktober 2018]).</ref> Der Betreiber des Geschäfts nahm sich Adrian Hollaender als Anwalt und verklagte Sigrid Maurer wegen Verletzung des Persönlichkeitsrechts und Kreditschädigung auf 60.000 Euro. Der Betreiber gab an, die Nachricht nicht selbst verfasst zu haben und dass jeder, der sein Geschäft betrete, als Urheber in Frage käme.<ref>Bierladenbetreiber klagt Sigi Maurer nach Belästigungsvorwürfen auf 60.000 Euro. derstandard.at, abgerufen am 28. Juni 2018.</ref> Maurer konnte nach Auffassung des Richters den Wahrheitsbeweis, der Kläger habe die Nachricht persönlich gesendet, nicht erbringen.<ref>Maurer kündigt Berufung an: "Notfalls gehe ich bis nach Straßburg!" - derStandard.at. Abgerufen am 29. Oktober 2018.</ref> Am 9. Oktober 2018 wurde Maurer in 1. Instanz vom Landesgericht für Strafsachen Wien wegen übler Nachrede schuldig gesprochen. Sie wurde zur Zahlung einer Geldstrafe in Höhe von 3000 Euro und einer Entschädigung in Höhe von 4000 Euro verurteilt.<ref>Michaela Reibenwein, Peter Temel: Causa "Craftbeer": Maurer "sehr erschüttert" über Schuldspruch. kurier.at, 9. Oktober 2018, abgerufen am 12. Oktober 2018.</ref> Am 12. März 2019 hob das Oberlandesgericht Wien dieses Urteil auf. Es begründete dies damit, dass das Landesgericht die Anforderungen an den Wahrheitsbeweis durch Sigrid Maurer überspannt habe. Der Ladeninhaber könne sich demgegenüber nicht allein auf die theoretische Möglichkeit berufen, dass ein Unbekannter seinen Rechner benutzt habe, während er kurzzeitig den Raum verlassen habe.<ref>Verurteilung von Maurer aufgehoben. In: wien.orf.at. 12. März 2019, abgerufen am 17. Februar 2021.</ref> Im Jänner 2021 urteilte das Bezirksgericht Josefstadt, dass der Betreiber für die geschickten Nachrichten verantwortlich war, und wies eine Unterlassungsklage ab.<ref>Maurer durfte Bierwirt zu Recht beschimpfen. In: wien.orf.at. 4. Februar 2021, abgerufen am 17. Februar 2021.</ref> Am 17. Februar 2021 zog der Ladeninhaber seine Klage überraschend zurück.<ref>Klage zurückgezogen: Freispruch für Maurer. In: wien.orf.at. 17. Februar 2021, abgerufen am 17. Februar 2021.</ref>

Bei der Nationalratswahl 2019 kandidierte sie für die Wiener Grünen auf dem dritten Listenplatz im Landeswahlkreis Wien.<ref>Landesversammlung Grüne Wien: Wiener Liste für die Nationalratswahl gewählt. Abgerufen am 22. Juni 2019.</ref> Am 23. Oktober wurde sie als eine der 26 Abgeordneten der Grünen in der konstituierenden Sitzung des Nationalrats zur XXVII. Gesetzgebungsperiode angelobt und am 22. Oktober 2019 zur stellvertretenden Obfrau des Parlamentsklubs der Grünen gewählt.<ref>Der Standard: Maurer zur stellvertretenden Klubobfrau der Grünen gewählt, 22. Oktober 2019.</ref> Nach der Bildung der Bundesregierung Kurz II wurde sie am 7. Jänner 2020 an Stelle von Bundesobmann Werner Kogler, der zum Regierungsmitglied und Vizekanzler bestellt wurde, zur Klubobfrau der Grünen gewählt.<ref>Maurer statt Kogler Klubchefin der Grünen. In: ORF.at. 7. Januar 2020, abgerufen am 7. Dezember 2021.</ref>

Nach der Nationalratswahl 2024 wurde sie in der am 24. Oktober 2024 beginnenden XXVIII. Gesetzgebungsperiode Bereichssprecherin für Wissenschaft und Bildung, Integration und Medien.<ref>Grüne legten Bereichssprecherinnen und -sprecher fest. In: puls24.at. 10. Dezember 2024, abgerufen am 10. Dezember 2024.</ref>

Auszeichnungen

Weblinks

Commons: Sigrid Maurer – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />

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