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Dagmar Koller

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Datei:20160507 Dancing Stars 5675.jpg
Dagmar Koller (2016)

Dagmar „Dagi“ Koller, auch Dagmar Zilk-Koller,<ref name="profil-2022-09-08">sven.gaechter: Operettenkaiserin Dagmar Koller: Dagi la Douce. 8. September 2022, abgerufen am 5. März 2026.</ref><ref name="newsat-2014-05-08">red - 10: Ratgeber - Fit wie Dagmar Koller. 8. Mai 2014, abgerufen am 8. Mai 2024.</ref><ref name="rolo-2022-10-04">José Carlos Martins Rolo: Ordem do dia. Hrsg.: Gemeinde Albufeira. 4. Oktober 2022, S. 18.</ref><ref name="krone-2024-05-16">Dagmar Koller. Abgerufen am 16. Mai 2024.</ref> (* 26. August 1939 in Klagenfurt, Kärnten) ist eine österreichische Sängerin (Sopran), Tänzerin, Schauspielerin und Fernsehmoderatorin.<ref name="munzinger-dagmar-koller">Dagmar Koller. In: munzinger.de. Abgerufen am 5. März 2026.</ref> Als Musical- und Operetteninterpretin prägte sie über Jahrzehnte das Repertoire der Volksoper Wien.<ref name="volksoper-dagmar-koller-85">Dagmar Koller feiert 85. Geburtstag. In: volksoper.at. Abgerufen am 5. März 2026.</ref> Von 1978 bis zu seinem Tod 2008 war sie mit dem späteren Wiener Bürgermeister Helmut Zilk verheiratet und blieb auch außerhalb der Bühne eine prominente Vertreterin des Wiener Kultur- und Gesellschaftslebens.<ref name="orf-wien-2024-08-26">Dagmar Koller wird 85. In: wien.orf.at. 26. August 2024, abgerufen am 5. März 2026.</ref>

Leben

Dagmar Koller wurde als Tochter des Lehrers und Kunstmalers Siegfried Koller (1908–1979) und dessen Frau Mariella, geb. Steidl (1912–2009), in Klagenfurt geboren.<ref>Dagmar Koller - Munzinger Biographie. Abgerufen am 4. Januar 2025.</ref><ref>Koller, Erinnerungen, S. 286.</ref> Sie wuchs nach der Scheidung der Eltern mit ihrem älteren Bruder bei der Mutter in einfachen Verhältnissen auf.<ref name="munzinger-dagmar-koller" /> Sie besuchte mit sechs Jahren eine Ballettschule. Mit 13 Jahren zog sie nach Wien.<ref name="orf-wien-2024-08-26" /> Dort begann sie an der Wiener Akademie für Musik und Darstellende Kunst eine Ausbildung in Tanz, Gesang und Schauspiel.<ref name="munzinger-dagmar-koller" /> Sie begann ihre Karriere mit 16 Jahren als Ballettelevin an der Wiener Volksoper, wurde dort bald für kleinere Rollen entdeckt und später über die Grenzen Österreichs hinaus bekannt.<ref name="volksoper-dagmar-koller-85" />

In den folgenden Jahren arbeitete sie zeitweise als Au-pair in London und Paris und nahm zugleich Tanzunterricht, unter anderem an der Sadlers Wells Ballet School in London.<ref name="munzinger-dagmar-koller" /> Zu ihren frühen Stationen im deutschsprachigen Theaterbetrieb zählte auch ein Engagement in Lüneburg (1961/1962).<ref name="munzinger-dagmar-koller" />

Im Jahr 1978 heiratete sie den damaligen ORF-Programmdirektor Helmut Zilk, der sechs Jahre später Wiener Bürgermeister wurde.<ref name="orf-wien-2024-08-26" /> Am 5. Dezember 1993 wurde Zilk in der gemeinsamen Wohnung durch eine Briefbombe schwer verletzt, woraufhin Koller ihm unmittelbar Erste Hilfe leistete.<ref name="orf-wien-2024-08-26" /> Nach dem Attentat zog sie sich für mehrere Jahre weitgehend zurück.<ref name="orf-wien-2024-08-26" /> In einer TV-Diskussion der ORF-Sendung Im Zentrum zu Spionagevorwürfen gegen Zilk trat sie 2009 öffentlich auf und kritisierte die Berichterstattung scharf.<ref name="diepresse-2009-03-23">Dagmar Koller zu Spionagevorwürfen: "Ich kotze gleich". In: diepresse.com. 23. März 2009, abgerufen am 5. März 2026.</ref>

Nach Zilks Tod 2008 verringerte sie ihre öffentlichen Auftritte und verbrachte zunehmend Zeit in Portugal.<ref name="orf-wien-2024-08-26" /><ref name="kurier-2020-04-18">Dagmar Koller ist in Portugal gestrandet. In: kurier.at. 18. April 2020, abgerufen am 5. März 2026.</ref> Nach einem Sturz samt Oberschenkelhalsbruch war sie 2024 zeitweise auf einen Rollstuhl angewiesen.<ref name="kurier-2024-05-19">Oberschenkelhalsbruch: Dagmar Koller sitzt im Rollstuhl. In: kurier.at. 19. Mai 2024, abgerufen am 5. März 2026.</ref> Sie wohnt im 1. Wiener Gemeindebezirk<ref name="profil-2022-09-08" /> und in Albufeira (Portugal).<ref name="rolo-2022-10-04" />

Wirken

Nach ersten Engagements im deutschsprachigen Raum gelang ihr 1964 in Hamburg der Durchbruch als chinesische Prinzessin Mi in Franz Lehárs Operette Land des Lächelns.<ref name="orf-wien-2024-08-26" /> Von Juli bis November 1964 bereiste sie mit einer Tournee von Wiener Blut mit einer Wiener Produktionsfirma die USA und Kanada. 1966 wurde sie an das Berliner Theater des Westens engagiert.<ref name="orf-wien-2024-08-26" /> Auf Tourneen und bei einem längeren Aufenthalt in den Vereinigten Staaten entwickelte sie eine besondere Nähe zum Musical.<ref name="orf-wien-2024-08-26" />

Später wirkte sie in zahlreichen Musicals mit, wie My Fair Lady, West Side Story und Sweet Charity. Einen ersten großen Erfolg im Musical hatte sie 1968 als Dulcinea in der deutschsprachigen Erstaufführung von Der Mann von La Mancha.<ref name="volksoper-dagmar-koller-85" /> Die Erstaufführung in der Fassung von Robert Gilbert fand am 4. Jänner 1968 im Theater an der Wien in Wien mit den Schauspielern des Burgtheaters, Josef Meinrad in der Titelrolle und Blanche Aubry als Aldonza statt. Dagmar Koller übernahm in der Folge mit Erfolg die Partie der Aldonza. Zu ihren prägenden Rollen zählten außerdem Eliza in My Fair Lady, Kate in Kiss me, Kate und Dolly in Hello, Dolly!.<ref name="volksoper-dagmar-koller-85" /> An der Volksoper Wien stand sie über 30 Jahre auf der Bühne und absolvierte dort insgesamt 454 Vorstellungen.<ref name="volksoper-dagmar-koller-85" /> Sie gastierte als Schauspielerin in Produktionen mit Hans-Joachim Kulenkampff auf Tournee.<ref name="volksoper-dagmar-koller-85" /> Im Jahr 1999 verabschiedete sie sich von der Volksoper mit dem Soloprogramm Lieder meines Lebens und kehrte nach einer Pause in der Wiederaufnahme von Der Mann von La Mancha nochmals auf die Bühne zurück.<ref name="orf-wien-2024-08-26" /> Weitere Bühnenpartner von Dagmar Koller waren Elizabeth Taylor, René Kollo und Udo Jürgens.

Neben der Bühnenarbeit nahm sie Schallplatten auf, drehte Spiel- und Operettenfilme und wirkte in zahlreichen Fernsehshows mit.<ref name="orf-wien-2024-08-26" /> Mit der Operette Königin einer Nacht begann sie ihre Fernsehkarriere. Koller moderierte außerdem zahlreiche Fernsehsendungen im ORF, wie Hallo, wie geht’s?. Im ORF moderierte sie unter anderem die Interviewserie Hallo, wie geht’s? und trat auch in Sendungen wie Musik mein Leben auf.<ref name="orf-wien-2024-08-26" /> In dieser Sendung plauderte sie mit Publikumslieblingen und Prominenten und zeigte Ausschnitte aus dem Leben der Stars. Sie trat auch in der Fernsehserie Ringstraßenpalais auf. Zahlreiche Tourneen durch die USA, Japan und Europa (auch zehn Deutschland-Tourneen) festigten ihre Bekanntheit. 1979 produzierte das Fernsehen der DDR mit ihr Komm in den Park von Sanssouci - Dagmar Koller singt Robert Stolz, arrangiert wurden die Titel von Günther Fischer, diese Produktion wurde in über 80 Länder verkauft.

In der österreichischen Fassung von Shrek 2 synchronisierte sie Jennifer Saunders in der Rolle der guten Fee. Bei der Schlusskundgebung der Wiener Regenbogenparade 1999 trat sie als Stargast am Karlsplatz auf und sang I Am What I Am.<ref name="profil-2022-09-08" /> Koller war Herausgeberin der monatlich erscheinenden, zum Presse- und Informationsdienst der Stadt Wien im Rathaus gehörenden Zeitschrift Enjoy Vienna / Willkommen in Wien, die Ende 2015 eingestellt wurde.<ref name="standard-2015-12-16">Flughafenmagazin "Enjoy" wird eingestellt. In: derStandard.at. 16. Dezember 2015, abgerufen am 4. Dezember 2017.</ref> 2018 erschien der Bildband Goldene Zeiten.<ref name="dossantos-2019-07-21">Dagmar Koller begeistert derzeit mit dem Bildband "Goldene Zeiten"! 21. Juli 2019, abgerufen am 21. Juli 2019.</ref>

Filmografie (Auswahl)

Auszeichnungen

Publikationen

  • 2004: Jetzt fängt's erst richtig an: Erinnerungen. Aufgezeichnet von Senta Ziegler, München 2004, ISBN 3784429718.
  • 2019: Dranbleiben! Wie man auf dem roten Teppich bleibt – oder elegant runterkollert, aufgezeichnet von Michaela Ernst, Amalthea Signum, Wien 2019, ISBN 978-3-99050-083-5.

Weblinks

Einzelnachweise

<references />

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