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Auguste Breitzke

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Datei:2021-08-01 Infotafel (Ausschnitt Auguste Breitzke) Polizeidirektion Hannover.JPG
Auguste Breitze (Foto auf einer Informationstafel an der Polizeidirektion Hannover)
Datei:Mahnmal Gerichtsgefängnis Hannover vor dem Pavillon 8. Mai 1989 Befreiung vom Nationalsozialismus alle Sprachen 004.jpg
Nennung von Gustchen Breitzke in der Inschrift am Mahnmal Gerichtsgefängnis Hannover

Auguste Breitzke (* 21. März 1908 in Badenstedt; † 28. November 1982 in Sarstedt), auch Gustchen oder Gustel genannt, war eine sozialdemokratische Widerstandskämpferin.

Leben

"Gustchen" Breitzke besuchte die Volksschule und war 1922 bis 1926 Arbeiterin in der Landwirtschaft, dann in der Industrie tätig. 1927 trat sie in die SPD und den Metallarbeiterverband ein. 1931 bis 1933 war sie Mitglied des Bezirksvorstands der SPD-Kinderorganisation Rote Falken. Ende 1933 verlobte sie sich mit Franz Nause, über den sie Ende 1934 zu der von Werner Blumenberg geführten<ref>Klaus Mlynek: Sozialistische Front. In: Stadtlexikon Hannover, S. 573</ref> Widerstandsgruppe Sozialistische Front (SF) kam: "Gustel" half bei der Herstellung der Sozialistischen Blätter, und zwar auch dann noch, nachdem Franz Nause verhaftet worden war. Am 15. September wurde auch Breitzke verhaftet und im Gerichtsgefängnis inhaftiert:<ref>siehe Inschrift auf dem Foto des Mahnmals</ref> Der Volksgerichtshof verurteilte sie zu zwei Jahren Zuchthaus, die sie in der Frauen-Strafanstalt Lübeck-Lauerhof verbrachte. Ihr Bruder Albert Breitzke wurde vom Oberlandesgericht Hamm am 15. Dezember 1937 in Hannover zu drei Jahren Zuchthaus verurteilt.<ref>Klaus Mlynek: Breitzke, Auguste (Gustchen, Gustel). In: Dirk Böttcher, Klaus Mlynek, Waldemar R. Röhrbein, Hugo Thielen: Hannoversches Biographisches Lexikon. Von den Anfängen bis in die Gegenwart. Schlütersche, Hannover 2002, ISBN 3-87706-706-9, S. 70f.</ref>

Nach dem Zweiten Weltkrieg trat Auguste Breitzke im Februar 1946 wieder in die SPD ein.

Ehrungen

Literatur

  • Herbert Obenaus, W. Sommer: Politische Häftlinge im Gerichtsgefängnis Hannover während der nationalsozialistischen Herrschaft. In: Hannoversche Geschichtsblätter, Neue Folge 44 (1990), S. 157–161
  • B. Rabe: Die "Sozialistische Front". Sozialdemokraten gegen den Faschismus 1933–1936, 1984
  • K. Theilen (Bearb.): Sozialistische Blätter 1933–1936. Das Organ des sozialdemokratischen Widerstands in Hannover, 2000
  • Klaus Mlynek: Breitzke, Auguste. In: Klaus Mlynek, Waldemar R. Röhrbein (Hrsg.) u. a.: Stadtlexikon Hannover. Von den Anfängen bis in die Gegenwart. Schlütersche, Hannover 2009, ISBN 978-3-89993-662-9, S. 82f.

Weblinks

Commons: Auguste Breitzke – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />

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