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Franz Nause

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Datei:Franz Nause; Foto auf einer Informationstafel an der Polizeidirektion Hannover.jpg
Franz Nause (Foto auf einer Informationstafel an der Polizeidirektion Hannover)

Franz Nause (* 15. Februar 1903 in Achtum; † 20. März 1943 in Brandenburg an der Havel) war ein deutscher sozialdemokratischer Widerstandskämpfer.

Leben

Jugend

Datei:Blick in die Kesselstraße Ecke Zimmermannstraße Am Lindener Hafen in Hannover Limmer in Nr. 19 braunes Dach wohnte Franz Nause.jpg
In der Kesselstraße 19 (braune Dachziegel) in Limmer nahe dem Lindener Hafen wohnte Franz Nause zuletzt.
Datei:Stolperstein für Franz Nause vor der Kesselstraße 19 in Hannover-Limmer.jpg
Stolperstein für Franz Nause vor der Kesselstraße 19

Franz Nause besuchte die Volksschule in Lenthe und Linden und absolvierte anschließend eine Schlosserlehre. 1919 trat er in die Sozialistische Arbeiter-Jugend und den Fabrikarbeiterverband ein, 1921 auch in die SPD. Im selben Jahr wurde er ab 1921 (bis 1932) als Arbeiter in den „Hannoverschen Gummiwerken Excelsior“<ref>Waldemar R. Röhrbein: Excelsior. In: Stadtlexikon Hannover, S. 169f.</ref> eingestellt. 1931 trat er dem Reichsbanner Schwarz-Rot-Gold bei. Sein Hauptwirkungsgebiet lag in Limmer, dort war er vor 1933 Bezirkskassierer der SPD. Im gleichen Jahr verlobte er sich mit Auguste Breitzke.<ref>Klaus Mlynek: Breitzke, Auguste. In: Stadtlexikon Hannover, S. 82f.</ref>

Sozialistische Front

Franz Nause wurde beim Aufbau der sozialdemokratischen Widerstandsorganisation Sozialistische Front (SF) zum engsten Mitarbeiter und Vertrauten von Werner Blumenberg: Während Blumenberg im Wesentlichen die Sozialistischen Blätter (SB) verfasste,<ref>Klaus Mlynek: Sozialistische Front. In: Stadtlexikon Hannover, S. 573</ref> war Nause – gemeinsam mit Willy Wendt – technisch-organisatorischer Leiter der SB, besonders aber hauptverantwortlich für die Herstellung und Verteilung der Blätter. Mitte Juni 1933 wurde Nause erstmals verhaftet, aber nach wenigen Tagen wieder freigelassen. Am 30. Juni 1936 wurde Nause erneut verhaftet. Der Volksgerichtshof verurteilte ihn am 29. September 1936 zu 10 Jahren Zuchthaus. Im Zuchthaus Brandenburg-Görden soll er am 20. März 1943 angeblich an Lungen- und Kehlkopftuberkulose gestorben sein.

Ehrungen

Literatur

  • B. Rabe: Die „Sozialistische Front“. Sozialdemokraten gegen den Faschismus 1933–1936. 1984.
  • K. Theilen (Bearb.): Sozialistische Blätter 1933–1936. Das Organ des sozialdemokratischen Widerstands in Hannover. 2000.
  • Klaus Mlynek: Nause, Franz. In: Dirk Böttcher, Klaus Mlynek, Waldemar R. Röhrbein, Hugo Thielen: Hannoversches Biographisches Lexikon. Von den Anfängen bis in die Gegenwart. Schlütersche, Hannover 2002, ISBN 3-87706-706-9, S. 268f. u. ö.; online über Google-Bücher
  • Klaus Mlynek: Nause, Franz. In: Klaus Mlynek, Waldemar R. Röhrbein (Hrsg.) u. a.: Stadtlexikon Hannover. Von den Anfängen bis in die Gegenwart. Schlütersche, Hannover 2009, ISBN 978-3-89993-662-9, S. 463.

Weblinks

Commons: Franz Nause – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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