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Camerata Nucleare

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Die Camerata Nucleare – Das Kammerorchester der Deutschen Energiewirtschaft e. V. war ein Orchester von Amateurmusikern, die sich weitgehend aus dem Umfeld der Energiewirtschaft, häufig der nuklearen Stromerzeugung<ref>Philipp Gessler: Laienmusiker der Atomindustrie: Das einzige strahlende Orchester. In: Die Tageszeitung: taz. 6. Mai 2011, ISSN 0931-9085 (taz.de [abgerufen am 10. Mai 2022]).</ref>, rekrutierten. Bei geeigneten Anlässen trat die Camerata Nucleare auch unter dem Namen SINFONIA E, Symphonieorchester der deutschen Energiewirtschaft auf. Das Orchester war ein eingetragener und als gemeinnützig anerkannter Verein. Er finanzierte sich im Wesentlichen aus Mitgliedsbeiträgen, Konzerteinnahmen und dem Verkauf von CDs, aber auch durch Spenden in der Energiewirtschaft tätiger Firmen.

Die Initiative zur Gründung des Orchesters im Jahr 1986 ging auf Reinhardt Ettemeyer, den damaligen technischen Geschäftsführer des Kernkraftwerks Gundremmingen, zurück.<ref>Akw Gundremmingen: Die Camerata Nucleare. In: welt.de. Abgerufen am 10. Mai 2022.</ref> Das Orchester traf sich mehrmals im Jahr zu Proben sowie für Konzerte und andere Auftritte.

Das Orchester wurde von seiner Gründung bis zur Auflösung vom Dirigenten Jaroslav Opěla geleitet und von verschiedenen Solisten unterstützt.<ref>Emil Neuhäusler: Klangkörper mit Strahlkraft im Kernkraftwerk. In: augsburger-allgemeine.de. 7. Mai 2012, abgerufen am 10. Mai 2022.</ref> Neben anderen Auftritten nahm die Camerata Nucleare auch an Veranstaltungen im Umfeld der Kernenergienutzung und -forschung teil,<ref>Camerata Nucleare. In: Der Tagesspiegel Online. 15. Mai 2011, ISSN 1865-2263 (tagesspiegel.de [abgerufen am 10. Mai 2022]).</ref><ref>Klanggewaltige Camerata Nucleare. In: grenzecho.net. Abgerufen am 10. Mai 2022.</ref> so trat sie z. B. seit 1987 regelmäßig im Programm der Jahrestagung Kerntechnik (siehe auch Deutsches Atomforum) auf. Die Auftritte waren jedoch nicht auf das Kernenergieumfeld beschränkt – es fanden auch Konzerte in Kirchen und bei anderen Gelegenheiten statt. Die Camerata Nucleare zeichnete 4 CDs mit klassischer Musik auf, die über die Website der Camerata zu beziehen waren.

2011 dachte das Orchester über einen neuen Namen nach, zu einer Umbenennung kam es jedoch nicht.<ref>Orchesterprobe am Atomkraftwerk. In: focus.de. Focus Online, 19. November 2013, abgerufen am 10. Mai 2022.</ref><ref>Christine Cornelius: Camerata Nucleare: Orchesterprobe am Atomkraftwerk. In: evangelisch.de. 28. März 2012, abgerufen am 10. Mai 2022.</ref>

Das Orchester wurde 2015 aufgelöst.<ref>Camerata Nucleare – Bild 1 von 7. In: FAZ.net. ISSN 0174-4909 (faz.net [abgerufen am 10. Mai 2022]).</ref>

Werke

Die Camerata Nucleare führte Werke von Johann Sebastian Bach, Ludwig van Beethoven, Charles de Bériot, Leonard Bernstein, Georges Bizet, Antonín Dvořák, Georg Friedrich Händel, Joseph Haydn, George Gershwin, Albert Lortzing, Felix Mendelssohn Bartholdy, Wolfgang Amadeus Mozart, Niccolò Paganini und Franz Schubert auf.

Einzelnachweise

<references />