Turm Davids
Turm Davids ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)) ist im Juden- und Christentum ein Synonym für einen unbezwingbaren Bergfried und für zuversichtliche Stärke des Glaubens im Angesicht des Feindes. Im Hohelied 7,5 EU dichtet Salomon über die Geliebte: „Dein Hals ist ein Turm von Elfenbein“ und „Wie der Turm Davids ist dein Hals, in Schichten von Steinen erbaut – tausend Schilde hängen daran, lauter Waffen von Helden“ 4,4 EU.
Christentum
Im Christentum gilt der Begriff seit langem als Ehrentitel Mariens, der Mutter Jesu Christi.<ref>Walter Dürig: Die Lauretanische Litanei: Entstehung, Verfasser, Aufbau und mariologischer Inhalt. EOS, Sankt Ottilien 1990, ISBN 978-3-88096-686-4.</ref> In den Anrufungen der Lauretanischen Litanei kommt zweimal das Bild des Turmes vor:<ref>Der heilige Rosenkranz: Lauretanische Litanei. In: vatican.va. Abgerufen am 8. März 2023.</ref>
- Du starker Turm Davids – bitte für uns!
- Du elfenbeinerner Turm – bitte für uns!
Dass Maria als Turm angerufen wird, hängt vor allem mit drei Aspekten zusammen:
- Maria als Gottesgebärerin<ref>Ulrich Filler: Elfenbeinerner Turm. Abgerufen am 8. März 2023.</ref>
- als Nachfahrin König Davids (Lukas 1,27 EU)
- und ihrer Verehrung als Himmelskönigin und Hilfe der Christen, wie sie seit jeher auch in Wallfahrten und Votivbildern zum Ausdruck kommt.<ref></ref>
Auch in verschiedenen Hymnen des katholischen Stundengebetes finden sich ähnliche Akzente, in denen die Jungfrau Maria zum Schutz der Christen (als Festung und Burg) gegen den „alten Feind“ (hostis antiquus) zu Hilfe kommt.<ref>Hans-Ulrich Weidemann: Maria, Hilfe der Christen: ein Fest und sein Evangelium: Liturgiegeschichtliche und exegetische Beobachtungen zur johanneischen Kana-Erzählung (Joh 2,1–11). In: Josef Kreiml, Joachim Werz (Hrsg.): Mariahilf. Geschichte – Theologie – Frömmigkeit. Regensburg 2021, S. 92.</ref> Solche Hymnen spielen auf verschiedene Schriftpassagen der Bibel an, insbesondere auf das sogenannte Protevangelium (Gen 3,15 EU) und das Hohelied.
Wieweit ein semantischer bzw. geographischer Bezug zur Davidszitadelle in Jerusalem besteht, ist archäologisch und in der Bibelforschung umstritten.
Weblinks
Anmerkungen
<references />