Escallonia
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| Escallonia | ||||||||||||
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| Datei:Starr 050817-3953 Escallonia rubra var. macrantha.jpg
Escallonia rubra var. macrantha | ||||||||||||
| Systematik | ||||||||||||
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| Wissenschaftlicher Name | ||||||||||||
| Escallonia | ||||||||||||
| Mutis ex L.f. |
Escallonia ist eine Pflanzengattung in der Familie der Escalloniaceae. Die etwa 147 Escallonia-Arten kommen in den Anden in Südamerika vor. Der Gattungsname ehrt den spanischen Arzt und Forscher Antonio Escallón (José Antonio Escallón y Flórez) (1739–1819).<ref name="Burkhardt2018" />
Beschreibung
Vegetative Merkmale
Die Escallonia-Arten wachsen als immergrüne Sträucher oder Bäume und erreichen bis zu 10 Meter Wuchshöhe. Die glatten, ledrigen, ungeteilten Laubblätter sind gezähnt bis gesägt oder ganzrandig und stehen wechselständig.
Generative Merkmale
Die Blüten stehen in rispigen Blütenständen zusammen.
Die zwittrigen Blüten sind radiärsymmetrisch und fünfzählig mit doppelter Blütenhülle. Es ist ein Blütenbecher vorhanden. Die fünf haltbaren Kelchblätter sind mehr oder weniger weit verwachsen. Die fünf freien Kronblätter sind meist deutlich länger als die Kelchblätter. Es gibt nur einen Kreis mit fünf freien Staubblättern, die etwa so lang wie die Kelchblätter sind. Zwei oder drei Fruchtblätter sind zu einem unterständigen Fruchtknoten verwachsen. Der zylindrischen Griffel endet in einer kopfigen, teils gelappten Narbe. Es ist ein Diskus vorhanden.
Es werden zwei-, vier- oder drei-, sechsfächerige Kapselfrüchte mit beständigem Griffel und Kelchresten gebildet.<ref name="McBride1935" /><ref name="RuizPavon1798" />
Ökologische Bedeutung und Gefährdung
Einige Escallonia-Arten machen einen wesentlichen Bestandteil der natürlichen Vegetation der Anden aus, in Peru insbesondere Escallonia resinosa (chachakuma) und Escallonia myrtilloides (t'asta). Durch Überweidung und übermäßige Nutzung für Brennholz sind sie in ihren Beständen bedroht.<ref name="Gade1999" /> Einige Arten werden als Zierpflanzen genutzt.
Systematik
Die Gattung Escallonia wurde 1782 durch Carl Linné dem Jüngeren in Supplementum plantarum systematis vegetabilium editionis decimae tertiae, generum plantarum editionis sextae, et specierum plantarum editionis secundae Seite 21 aufgestellt.<ref name="Tropicos" /> Linné übernahm den Namen von José Celestino Mutis. Typusart ist Escallonia myrtilloides. Die von Hipólito Ruiz López und José Antonio Pavón y Jiménez 1798 beschriebene Gattung Stereoxylon<ref name="RuizPavon1798" /> ist ein Synonym; die an gleicher Stelle beschriebenen Stereoxylon-Arten wurden von Christiaan Hendrik Persoon 1805 zur Gattung Escallonia gestellt. Stereoxylon patens <templatestyles src="Person/styles.css" />Ruiz & Pav. ist ein Synonym von Escallonia myrtilloides <templatestyles src="Person/styles.css" />Mutis ex L.f.<ref name="Persoon1805" /> Auf diese Synonymie weisen aber auch schon Ruiz und Pavón 1798 hin.
Die Gattung Escallonia umfasst etwa 147 Arten, darunter (Auswahl):
- Escallonia herrerae <templatestyles src="Person/styles.css" />Mattf.: Sie kommt in Peru vor.<ref name="GRIN" />
- Escallonia illinita <templatestyles src="Person/styles.css" />C.Presl: Sie kommt in Chile vor.<ref name="GRIN" />
- Escallonia laevis <templatestyles src="Person/styles.css" />(Vell.) Sleumer: Sie kommt in Brasilien vor.<ref name="GRIN" />
- Escallonia poasana <templatestyles src="Person/styles.css" />Donn.Sm.: Sie kommt in Costa Rica und in Panama vor.<ref name="GRIN" />
- Escallonia myrtilloides <templatestyles src="Person/styles.css" />L.f., auf Quechua t'asta genannt. Sie kommt von Venezuela bis Bolivien vor.
- Escallonia resinosa <templatestyles src="Person/styles.css" />(Ruiz & Pav.) Pers., auf Quechua chachakuma oder urqu chachakuma genannt. Sie kommt in Peru, Ecuador und Bolivien vor.<ref name="POWO" />
- Escallonia rubra <templatestyles src="Person/styles.css" />(Ruiz & Pav.) Pers.: Sie kommt in Chile vor.<ref name="GRIN" />
- Escallonia virgata <templatestyles src="Person/styles.css" />(Ruiz & Pav.) Pers.: Sie kommt in Chile vor.<ref name="GRIN" />
Bilder
Einzelnachweise
<references> <ref name="Tropicos"> Escallonia bei Tropicos.org. Missouri Botanical Garden, St. LouisVorlage:Abrufdatum </ref> <ref name="RuizPavon1798"> Systema vegetabilium florae peruvianae et chilensis, anno 1798, auctoribus Hippolyto Ruiz et Josepho Pavon. Tomus primus. Pagina 66. </ref> <ref name="Persoon1805"> Christiaan Hendrik Persoon: Synopsis plantarum. Pars prima. Parisii Lutetiorum, 1805, S. 234, n. 522. Escallonia. </ref> <ref name="McBride1935"> J. Francis McBride: Flora of Peru, 1935, S. 1025. </ref> <ref name="Gade1999"> Daniel W. Gade (1999): Nature and culture in the Andes. S. 42–48: Deforestation and reforestation of the central andean highlands. </ref> <ref name="GRIN"> Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GRIN“ ist nicht vorhanden. im Germplasm Resources Information Network (GRIN), USDA, ARS, National Genetic Resources Program. National Germplasm Resources Laboratory, Beltsville, Maryland. Abgerufen am Vorlage:FormatDateSimple.</ref> <ref name="Burkhardt2018"> Lotte Burkhardt: Verzeichnis eponymischer Pflanzennamen. Erweiterte Edition. Botanic Garden and Botanical Museum Berlin, Freie Universität Berlin, Berlin 2018. [1] </ref> <ref name="POWO">Escallonia resinosa. In: POWO = Plants of the World Online von Board of Trustees of the Royal Botanic Gardens, Kew: Kew ScienceVorlage:Abrufdatum</ref> </references>
Weblinks
- Datenblatt bei Flora Brasiliensis
- Illustration von Escallonia bei DELTA.
- Gattung der Familie der Escalloniaceae bei DELTA von L. Watson & M.J. Dallwitz.
Historische Literatur
- Robert Brown in Barthélemy Charles Joseph Dumortier: Analyse des familles des plantes: avec l'indication des principaux genres qui s'y rattachent, 1829, S. 35 und 37. [2]