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Taubenheim/Spree

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Taubenheim
Koordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(1514)&title=Taubenheim 51° 3′ N, 14° 29′ OKoordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(1514) 51° 2′ 38″ N, 14° 28′ 55″ O
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Höhe: 297 m ü. NHN
Fläche: 7,64 km²<ref name="Gindex">Gemarkung Taubenheim, Gemeinde Sohland an der Spree. In: GEOindex. Abgerufen im März 2026.</ref>
Einwohner: 1514 (9. Mai 2011)<ref name="Z2011">Kleinräumiges Gemeindeblatt, Sohland an der Spree. In: Zensus 2011. Statistisches Landesamt Sachsen, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar); abgerufen im März 2026.</ref>
Bevölkerungsdichte: 198 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. März 1994
Postleitzahl: 02689
Vorwahl: 035936
Datei:Taubenheim, general view - d.jpg
Blick nach Taubenheim

Taubenheim/Spree ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)) ist ein Dorf in der Oberlausitz, das zusammen mit den Dörfern Wehrsdorf und Sohland die Einheitsgemeinde Sohland an der Spree bildet. Es befindet sich im Süden des sächsischen Landkreises Bautzen. Bis 1994 war der Ort eigenständig.

Geographische Lage

Taubenheim/Spree befindet sich im Oberlausitzer Bergland, an der Grenze zu Nordböhmen (Tschechien). Das Dorf erstreckt sich im Tal der Spree, in die hier der Alte Graben und die Weißbach einmünden.

Datei:Pillars of the abolished railway bridge over Spree in Taubenheim.jpg
Flusslauf der Spree durch Taubenheim/Spree

Geschichte

Datei:20170327575DR OberTaubenheim (Sohland Spree) Schloß.jpg
Schloss Obertaubenheim

Taubenheim wurde als Waldhufendorf angelegt und 1345 erstmals urkundlich erwähnt.

1392 wurde die Familie von Raussendorf vom böhmischen König Wenzel IV. – die Oberlausitz gehörte damals als Nebenland zur böhmischen Krone – unter anderem mit den Dörfern Spremberg, Friedersdorf, Taubenheim und Sohland im Gerichtsbezirk von Bautzen belehnt. Am 30. August 1408 wurde der Verkauf des Besitztums an Heinrich von Raussendorf durch König Wenzel bestätigt.

Nachdem Taubenheim im 15./16. Jahrhundert verschiedene Grundherren hatte, bildeten sich vorübergehend im Ort zwei Rittergüter aus, die durch Maria Sidonia von Warnsdorf 1693 wieder vereinigt wurden und von 1730 bis 1846 der Familie von Zezschwitz gehörten.

Zu Taubenheim gehörten die Ortsteile Grünhut, Hinterecke, Neutaubenheim, Schafberg und Wassergrund sowie die Einschichten Neue Schenke und Zimmerbeil.

1994 erfolgte der Zusammenschluss mit Wehrsdorf und Sohland an der Spree zu Sohland an der Spree.

Ortsnamenformen

1345: Jutta de Tubinheym, 1397: Tubenheym, 1419: Tawbenheym, 1443: Tawbenheim, 1549: Taubenhain, 1791: Taubenhein, 1875: Taubenheim b. Neusalza

Bevölkerungsentwicklung

Beim Zensus vom 9. Mai 2011 bestand Taubenheim/Spree aus 504 Wohngebäuden, in denen 1514 Personen lebten. Das Durchschnittsalter lag bei 48,9 Jahren.<ref>Zensus 2011 - Gemeinde Sohland a.d. Spree</ref>

Jahr Einwohner<ref>Taubenheim/Spree im Historischen Ortsverzeichnis von SachsenVorlage:Abrufdatum</ref>
1777 9 besessene Mann,
55 Gärtner, 97 Häusler
1834 1614
1871 2214
1890 2416
1910 2523
1925 2452
1939 2446
1946 2999
1950 3225
1964 2692
1990 1982
2011 1514
2012 1498
2013 1409
Datei:20170327605DR NiederTaubenheim (Sohland Spree) Schloß.jpg
Schloss Niedertaubenheim

Wappen

Das Wappen der Gemeinde Taubenheim ist ähnlich wie das Wappen der Gemeinde Sohland erst spät entstanden und stellt somit ein typisches Künstlerwappen dar. Hier gruppieren sich um ein „T“, welches in Manier eines Pfeilers eines Umgebindehauses gestaltet ist, zwei Turteltauben.

Sehenswürdigkeiten

Datei:Taubenheim2.jpg
Umgebindehaus mit Sonnenuhr

Der Ort Taubenheim ist bekannt für seine Umgebindehäuser sowie für seine über 45 Sonnenuhren.<ref>Sonnenuhrendorf Taubenheim/Spree. Gemeinde Sohland an der Spree, abgerufen am 6. April 2021.</ref> Die lutherische Kirche Obertaubenheim ist recht schlicht gehalten, trotzdem hat die Ortschaft eine besondere Bedeutung für das Luthertum der Region, war Taubenheim doch einer der ersten Orte, in denen die Reformation Einzug hielt. Bemerkenswert ist hierbei, dass die Kirche, von der nicht bekannt ist wann sie erbaut wurde, bereits seit den Anfangsjahren als lutherische Kirche genutzt worden sein soll. Eher unwahrscheinlich ist, dass sie bereits in dieser Funktion erbaut wurde, gilt doch die 1544 geweihte Schlosskapelle zu Torgau als ältester lutherischer Kirchenneubau.

Verkehr

Datei:Sohland Taubenheim Kirche 3.jpg
Evangelisch-Lutherische Dorfkirche

Die Ortschaft liegt verkehrsinfrastrukturell etwas peripher, da weder die Bundesstraße 96 direkt durch den Ort führt, noch ein Grenzübergang zur Tschechischen Republik vorhanden ist. Jedoch führt die Eisenbahnlinie Dresden–Zittau durch Taubenheim und hat dort einen Haltepunkt. Zwischen den Stationen Taubenheim (Spree) und Neusalza-Spremberg führt die Bahnstrecke auf einer Länge von etwa 900 m durch Tschechien. Aufgrund der Lage des Dorfes konnten hier noch keine größeren industriellen Neuansiedlungen verzeichnet werden.

Von 1892 bis 1945 führte die Schmalspurbahn Taubenheim–Dürrhennersdorf über Oppach und Schönbach nach Dürrhennersdorf.

Persönlichkeiten

Literatur

Weblinks

Commons: Taubenheim/Spree – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />

Vorlage:Klappleiste/Anfang

Sohland an der Spree | Taubenheim/Spree | Wehrsdorf

Vorlage:Klappleiste/Ende