Loxias
Vorlage:Hinweisbaustein Loxias ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)) ist eine Epiklese des griechischen Gottes Apollon, mit der er vor allem als Gott der Weissagung angesprochen wurde.
Die Bedeutung der Epiklese ist unklar, bereits in der Antike wurden verschiedene Herleitungen versucht. Meist wurde Loxias von {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value), hergeleitet, entweder wegen der Unklarheit der pythischen<ref>Pythisch ist abgeleitet von {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value), dem alten, respektive dichterischen Namen Delphis.</ref> Orakelsprüche am Orakel von Delphi<ref>Lucius Annaeus Cornutus, de natura deorum 32; Eustathios von Thessalonike, Kommentar zu Homer, Ilias 794,54; Johannes Tzetzes, Scholien zu Lykophron, Alexandra; Suda, Stichwort {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value), Adler-Nummer: lambda, 673, Suda-Online</ref> oder wegen des scheinbar schiefen Laufs der Sonne<ref>Oinopides bei Macrobius 1,17; Diodor 1,98. Zu {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)</ref>. Ein anderer Ansatz geht davon aus, dass Apollon den Namen wegen der Hyperboreanerin Loxo erhielt, die ihn aufgezogen haben soll.<ref>Scholion zu Kallimachos, Hymnen 3,204; 4,292; Etymologicum magnum 642,1ff.</ref>
Der Name Loxias wird vor allem dann genutzt, wenn Apollon als Gott der Weissagung angesprochen wird.<ref>Pindar, Pythien 3,28; 11,5; Isthmien 7,49; Herodot 1,91; Orphische Hymnen 34,7</ref> Gehäuft findet sich die Epiklese bei den Tragikern Aischylos, Sophokles und Euripides, bei denen auch die Orakelsprüche<ref>Etwa Loxiou Chresmoi bei Aischylos, Choephoren 261 oder Euripides, Elektra 399</ref> oder das Orakel selbst mit dem Namen umschrieben werden.<ref>Etwa Chresteria Loxiou bei Euripides, Ion 243 oder Domoi Loxiou bei Aischylos, Die Eumeniden 35</ref> In Euripides’ Stück Ion wird der namensgebende Ion mehrfach als Sohn des Loxias genannt.<ref>Euripides, Ion 72; 78; 311; 1287; 1548; 1608</ref> Ion ist hier ein Tempeldiener beim Orakel von Delphi, durch einen Orakelspruch wird die Vaterschaft schließlich auf Xuthos übertragen.
In der Altertumswissenschaft wurden Loxias und Loxo als Namen eines Paares von Lichtgottheiten interpretiert, die von den griechischen Kulten verdrängt wurden. Loxias wurde dabei kultisch mit Apollon verschmolzen und Loxo ist zur Orakeldienerin in Delos herabgesunken.<ref>Vgl. Richard Ganschinietz: Loxo. In: Paulys Realencyclopädie der classischen Altertumswissenschaft (RE). Band XIII,2, Stuttgart 1927, Sp. 1533 f. und Bernhard große Kruse: Loxias. In: RE. Band XIII,2, Sp. 1532 f.</ref>
Literatur
- Otto Höfer: Loxias 1. In: Wilhelm Heinrich Roscher (Hrsg.): Ausführliches Lexikon der griechischen und römischen Mythologie. Band 2,2, Leipzig 1897, Sp. 2144 f. (Digitalisat).
- Bernhard große Kruse: Loxias. In: Paulys Realencyclopädie der classischen Altertumswissenschaft (RE). Band XIII,2, Stuttgart 1927, Sp. 1532 f.
Anmerkungen
<references />