SORM
Vorlage:Hinweisbaustein SORM ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value), zu Deutsch: „System der technischen Mittel zur Sicherstellung der Funktionen der Einsatz- und Suchaktivitäten“) ist ein Überwachungsprogramm des russischen Inlandsgeheimdienstes FSB, das Telefon- und Internet-Daten in Russland abfängt und speichert.
Technisch ist SORM mit PRISM vergleichbar. Bei beiden werden Datenpakete direkt beim Zugangsanbieter mit einer Black Box abgefangen, um sie aus der Ferne analysieren zu können: „Man braucht letztlich den Betreiber und das Gericht nicht“.<ref name="heise2014" /> Rechtliche Voraussetzung sei der Verdacht eines „mittelschweren“ Verbrechens oder Informationen darüber.<ref name="sputnik2013" />
Ausbaustufen
- SORM-1 (1996): Telefonüberwachung
- SORM-2 (1998): Internetüberwachung
- SORM-3 (2014): Sammlung und Speicherung aller Informationstypen, Einsatz von Selektoren
Seit dem Jahr 2000 sind russische Internetdienstanbieter verpflichtet, Daten an SORM zu liefern.<ref name="faz2010" />
Im Jahr 2012 wurden von russischen Gerichten rund 530.000 Genehmigungen zur Überwachung erteilt.<ref name="sputnik2013" />
Sonstiges
Im Frühling 2010 wurde mit dem System ein Hacker überführt, der auf einer Werbetafel in Moskau einen Pornofilm abspielen ließ und dafür einen tschetschenischen Server verwendete.<ref name="faz2010" />
Siehe auch
Weblinks
- Russia to Monitor All Communications at Sochi Winter Olympics; SORM System is “PRISM on Steroids”, LeakSource 2013 (englisch / russisch)
Einzelnachweise
<references> <ref name="faz2010"> Carsten Knop, Holger Schmidt: Unternehmen und Staaten im Cyberkrieg. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung. 12. Oktober 2010, abgerufen am 12. Oktober 2010. </ref> <ref name="heise2014"> Stefan Kremp: Geheimdienstexperte: Russischer FSB überwacht wie die NSA. In: heise.de. 22. Januar 2014, abgerufen am 24. Februar 2016. </ref> <ref name="sputnik2013"> Abhören von Telefongesprächen und Abfangen von Internetdaten in Russland. Sputniknews, 2013. </ref> </references>