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Arylierung

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Im Gegensatz zur Alkylierung, die die Einführung von Alkylgruppen bedeutet, bezeichnet die Arylierung die Einführung einer Arylgruppe in eine chemische, meist organische Verbindung. Die Arylierung ist nicht auf die Bindungsknüpfung zwischen einem Arylrest und einem Kohlenstoffatom beschränkt, sondern wird auch für die Bindungsknüpfung mit Heteroatomen wie beispielsweise Stickstoff, Sauerstoff, Schwefel oder Phosphor verwendet.<ref name=roempp /> Einen Spezialfall der Arylierung stellt die Einführung eines Phenylrests dar, welches als Phenylierung bezeichnet wird.

Viele Arylierungen können durch Metall-katalysierte Reaktionen erreicht werden. Hierzu eignen sich beispielsweise Übergangsmetall-katalysierte Reaktionen wie die Suzuki-, Stille-, Kumada- oder Sonogashira-Kupplung, die Heck-, Meerwein- oder Ullmann-Reaktion, sowie die Stephens-Castro- oder Negishi-Kupplung.<ref name=roempp />

Datei:Ullmann1.svg
Kupfer-katalysierte Arylierung eines Phenylhalogenids zu Biphenyl (Ullmann-Kupplung).

Die Arylierung elektronenarmer Heteroaromaten wie Pyridin oder Chinolin kann auch durch nukleophile ipso-Substitution mit Organometallverbindungen wie Organolithium- oder Grignard-Verbindungen durchgeführt werden.<ref name=jou10 />

Einzelnachweise

<references> <ref name=roempp>Eintrag zu Arylierung. In: Römpp Online. Georg Thieme VerlagVorlage:Abrufdatum</ref> <ref name=jou10>J. A. Joules, K. Mills: Heterocyclic Chemistry, 5. Auflage, S. 125–141, Blackwell Publishing, Chichester, 2010, ISBN 978-1-4051-9365-8.</ref> </references>