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Bezidu Nou

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Bezidu Nou
Neudorf
Bözödújfalu
Datei:Führt kein Wappen.svg
Basisdaten
Staat: RumänienDatei:Flag of Romania.svg Rumänien
Historische Region: Siebenbürgen
Kreis: Mureș
Gemeinde: Sângeorgiu de Pădure
Koordinaten: Vorlage:Infobox Ort in Rumänien/adm2iso_type:city(0) 46° 25′ N, 24° 55′ OKoordinaten: Vorlage:Infobox Ort in Rumänien/adm2iso_type:city(0) 46° 25′ 27″ N, 24° 54′ 41″ O
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  }}
Zeitzone: OEZ (UTC+2)
Höhe: 370 m
Einwohner: 0 (1. Dezember 2021<ref name="vz2021">Volkszählung in Rumänien 2021 bei citypopulation.de, abgerufen am 16. September 2023.</ref>)
Postleitzahl: 547537
Telefonvorwahl: (+40) 02 65
Kfz-Kennzeichen: MS
Struktur und Verwaltung
Gemeindeart: Dorf

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Datei:The Catholic Church of Bezidu Nou.jpg
Die Ruine der katholischen Kirche

Bezidu Nou ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value), {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)) ist ein weitgehend zerstörtes Dorf in Rumänien im Kreis Mureș. Es war in Ungarn ein Symbol der Zerstörung von Dörfern in der Ära Ceaușescu; 1988 wurde es beim Bau des neuen Staudammes überflutet.

Lage

Das Dorf liegt 5 km vom Gemeindezentrum Sângeorgiu de Pădure entfernt am Ufer des Cușmed-Baches. Das Dorf wurde von Aussiedlern aus Bözöd (heute Bezid) im Tal des Cușmed-Baches gegründet; die erstmalige urkundliche Erwähnung ist auf 1566 datiert. Bereits im Mittelalter besaß es eine Kirche. An Stelle der älteren Kirche wurde 1740 eine neue hölzerne Kirche errichtet, die 1784 einer steinernen Kirche Platz machte. Dieser Bau ist heute eine katholische Kirche, befindet sich aber gemeinsam mit der Kirche der Unitarischen Kirche Siebenbürgens unter Wasser.

Geschichte

Das Dorf war ab dem 17. Jahrhundert ein regionales Zentrum der siebenbürgischen Sabbatarier. Hier lebten die letzten von ihnen, bis sie schließlich zum größten Teil 1868 zum jüdischen Glauben übergetreten sind. Die letzten Überlebenden kamen in den nationalsozialistischen Konzentrationslagern um. Das Dorf hatte 1910 noch 679 Einwohner, zum größten Teil ungarischer Herkunft. 1939 errichtete man eine orthodoxe Kirche, die dann aber 1990 wieder abgerissen wurde.

1988 wurde mit dem Bau des Stausees Bezid, mit dem des Staudammes jedoch bereits 1975 begonnen. Die Fertigstellung des Staudammes verzögerte sich jedoch, da 1977 die Arbeit unterbrochen und erst wieder 1984 fortgesetzt wurde. Der Damm ist 625 m lang und 28 m hoch.

1985 begannen rumänische Sicherheitskräfte mit der Räumung des Dorfes. 1992 gab es aber immer noch 126 Einwohner, darunter 99 Ungarn, 23 Roma und 4 Rumänen.<ref>Varga E. Árpád: Volkszählungen 1850–2002 in Rumänien bei kia.hu, letzte Aktualisierung am 2. November 2008 (PDF; 1 MB; ungarisch).</ref> Im Jahre 1994 stand das Dorf mitsamt Kirche unter Wasser, die übrig gebliebenen Bewohner zogen weg. 12 Wohnhäuser wurden letztendlich nicht überflutet, in ihnen wohnen insgesamt ca. 40 Personen. Laut der Volkszählung von 2021 gibt es in diesem Ort keine Einwohner mehr.<ref name="vz2021" />

Die Besonderheit des Dorfes war, dass sich vier traditionelle Religionen einen Ort teilten (Katholizismus, Unitarismus, Orthodoxie und Sabbatianismus). Die ehemaligen Bewohner ließen 1995 eine Gedenktafel errichten, auf der die Namen der Einwohner und die Symbole aller vier im Ort vertretenen Religionen stehen.

Der Originaltext auf Ungarisch lautet:
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In deutscher Übersetzung:
„Am Grunde des Sees ruht Bözödújfalu, die Bewohner der 180 Häuser beweinen es zerstreut in der Welt. Eine Diktatur zerstörte es, es wurde überflutet und damit eine einzigartige, historisch gewachsene Religionsgemeinschaft, in der Familien verschiedener Religionen über Jahrhunderte in Respekt, Nächstenliebe und beispielhaftem Frieden zusammenlebten. Nun sind die Gebete der Katholiken, Unitarier, Orthodoxen und der siebenbürgischen Sabbatianer für immer verstummt. Werde dieser Platz ein Symbol des Gedenkens an den Religionsfrieden.“

Literatur

  • Ferenc Léstyán: Megszentelt kövek. A középkori erdélyi püspökség templomai. Band 1: Stílusok, zord idők, hitvallások (katolikus, lutheránus, református, unitárius) változásaiban. 593 templomképpel. 2., erweiterte Auflage. Római Katolikus Érsekség, Gyulafehérvár 2000, ISBN 973-9203-56-6, S. 291–292.

Weblinks

Commons: Bezidu Nou, Mureș – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />

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