Dschalaluddin Haqqani
Dschalaluddin Haqqani ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value); persisch جلالالدین حقانی; geboren 1939; gestorben 3. September 2018<ref>Taliban melden Tod des Islamisten-Anführers Hakkani. Süddeutsche Zeitung, 4. September 2018.</ref>) war ein afghanischer Mudschahedin bzw. Islamist und der Anführer des Haqqani-Netzwerkes, als Bestandteil der Taliban.
Leben
Er war Paschtune vom Stamm der Zadran. Während des Widerstands der Mudschahedin gegen die Sowjetunion in den 1980er Jahren war er als ein Anführer im bewaffneten Kampf von den Vereinigten Staaten und ihren damaligen regionalen Verbündeten, allen voran Pakistan, unterstützt worden.<ref name=":0"/> Er pflegte enge Beziehungen sowohl zu al-Qaida als auch zu Pakistans Geheimdienst.<ref name="Islamisten">Mehrere deutsche Islamisten getötet. In: taz. 6. Oktober 2010, abgerufen am 15. April 2024.</ref> Er war Justizminister des offiziell von 1992 bis 2001 existierenden Islamischen Staates Afghanistan, schloss sich 1995 der Taliban an und soll die zweitwichtigste Person der Taliban nach Mohammed Omar gewesen sein.<ref>Abdullah Qazi: Biography of Jalaluddin Haqqani. 18. September 2008.</ref> Trotz ihres brutalen Rufs galten die Haqqanis unter Führung von Dschalaluddin Haqqani offiziell als Pragmatiker. In den 1990er Jahren beklagte sich Jalaluddin Haqqani etwa über die Haltung vieler seiner Weggefährten gegenüber Mädchenschulen und sprach sich etwa für deren Öffnung aus. Der US-Kongressabgeordnete der Demokratischen Partei Charlie Wilson bezeichnete den Kommandeur Haqqani als das „personifizierte Gute“.<ref>George Crile: Der Krieg des Charlie Wilson. Seeliger, Wolfenbüttel 2008, ISBN 978-3-936281-32-3, S. 604.</ref><ref></ref> Haqqani war dagegen nach 9/11 2001 die Nummer 3 in der „Wanted“-Liste der USA.<ref></ref>
Nachdem die NATO, angeführt von den USA, im Oktober 2001 in Afghanistan einmarschierte, ging Jalaluddin Haqqani mitsamt seiner Familie wieder in den Widerstand.<ref name=":0">Emran Feroz: Taliban-Regierung in Afghanistan: Wer ist der vom FBI gesuchte Innenminister Sirajuddin Haqqani? In: Der Spiegel. Abgerufen am 15. April 2024.</ref>
Im September 2018 bestätigte seine Familie gegenüber Journalisten seinen Tod nach längerer, nicht näher genannter Krankheit.<ref>Afghan Taliban announce death of Haqqani network founder. In: AFP.com. (afp.com [abgerufen am 5. September 2018]).</ref> Seine Nachfolge übernahm Sohn Siradschuddin Haqqani.<ref name=":0" />
Literatur
- Vahid Brown, Don Rassler: Fountainhead of Jihad. The Haqqani Nexus, 1973–2012. Oxford University Press, New York 2013, ISBN 978-0-19-932798-0.
Einzelnachweise
<references />
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Haqqani, Dschalaluddin |
| KURZBESCHREIBUNG | afghanischer Islamist und Rebellenführer |
| GEBURTSDATUM | 1939 |
| STERBEDATUM | 3. September 2018 |
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- Militärperson (Afghanistan)
- Afghane
- Geboren 1939
- Gestorben 2018
- Mann
- Taliban-Mitglied