Trenkwalder Group
| Trenkwalder Group AG
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| colspan="2" class="notheme" style="background:#Vorlage:Standardfarbe; color:#Vorlage:Standardfarbe; padding:1em 0;" | Trenkwalder Group logo.svg | |
| Rechtsform | Aktiengesellschaft |
| Gründung | 1985 |
| Sitz | Wien, Österreich |
| Leitung | Mark Pollok, Trenkwalder CEO<ref name="T-Management">(CEO)[1]
Mag. Michael Krottmayer (CFO)</ref> |
| Mitarbeiterzahl | 20.000 (2024)<ref name="T-Zahlen-Fakten">
[2] </ref> |
| Umsatz | 700 Mio. Euro (2024)<ref name="T-Zahlen-Fakten" /> |
| Branche | Arbeitnehmerüberlassung, Personaldienstleistungen<ref name="T-Zahlen-Fakten" /> |
| Website | group.trenkwalder.com |
| Stand: Oktober 2024 | |
Die Trenkwalder Group AG wurde 1985 gegründet und hat ihren Sitz in Wien. Das Unternehmen bietet in 16 europäischen Ländern<ref name="T-Zahlen-Fakten" /> Personaldienstleistungen an. Trenkwalder wuchs durch zahlreiche Zukäufe im In- und Ausland und zählt mehr als 200 Standorte.<ref name="T-Zahlen-Fakten" /> In Österreich und Ungarn ist das Unternehmen Marktführer. Seit 2011 gehört es zur Droege Group.<ref>Austria – Trenkwalder announces sweeping leadership changes. Staffing Industry Analysts, 22. Juli 2016, abgerufen am 16. August 2016 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
Unternehmensgeschichte
1985 bis 2002
Der Ingenieur Richard Trenkwalder gründete das Unternehmen 1985 in Schwadorf. Durch berufliche Tätigkeiten im Ausland war er mit der Personalüberlassung von Spezialisten vertraut. Sein Unternehmen betrieb er anfänglich mit rund 30 Mitarbeitern.<ref name="WiBla-2000-08-26">Trenkwalder will 2,4 Mrd. S umsetzen. Personalleasing-Unternehmen rechnet heuer mit weiteren Zuwächsen. In: Wirtschaftsblatt. 26. August 2000.</ref><ref>Trauer um Trenkwalder. In: Kleine Zeitung. 14. Juli 2015.</ref> Trenkwalder gehört zu den Unternehmen, die seit 1988 eine Lizenz für Personalleasing besitzen, damals wurden diese in Österreich erstmals vergeben.<ref name="Passauer">Zeitarbeit Trenkwalder: Wachsen im Trend der Zeit. In: Passauer Neue Presse. 24. Juli 2004.</ref>
Durch Gründung von Filialen sowie durch Übernahme und Teilübernahme von Mitbewerbern in Österreich expandierte das Unternehmen in seinem Heimatland. 1998 rangierte Trenkwalder hinter der österreichischen Manpower (heute: Powerserv)<ref>Zwei Unternehmen stritten in Österreich jahrelang um die Rechte an der Marke Manpower. Dieser Rechtsstreit wurde erst 2006 gelöst. Siehe Manpower Austria heißt nun Powerserv. In: derStandard.at. 16. Februar 2006, abgerufen am 18. August 2016.</ref> und Adecco auf dem dritten Platz, 2000 stieg es zum Marktführer Österreichs auf.<ref>Ich bin ein Trenkwalder! Der Werther mit Kampagne für den Personalvermittler. In: Horizont. vom 24. März 2000.</ref>
1992 eröffnete Trenkwalder seine erste Auslandsfiliale in der slowakischen Hauptstadt Bratislava.<ref name="WiBla-2000-08-26" /> Seit 1999 ist das Unternehmen in Deutschland und Ungarn aktiv.<ref name="ORF">Rund 70.000 Mitarbeiter. In: orf.at. 20. Februar 2013, abgerufen am 18. August 2016.</ref> Im Jahr darauf folgte der Markteintritt in Tschechien<ref name="Staatswappen"><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Informationen zu Trenkwalder ( des Vorlage:IconExternal vom 19. Oktober 2016 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis. auf der Website über Österreichische Staatswappenträger (Abruf am 18. August 2016).</ref> und in Italien,<ref>Personal-Dienstleister Trenkwalder. Boom in Italien. 45 prozentiges Umsatzwachstum im laufenden Jahr geplant, Wirtschaftsblatt vom 23. Februar 2001.</ref> 2001 begann die Markterschließung in Slowenien.<ref name="Staatswappen" />
Von 1998 bis 2000 gehörte Trenkwalder alljährlich zu den am schnellsten wachsenden Unternehmen Europas.<ref name="WiBla-1998-12-12">Alexander Foggensteiner: Trenkwalder plant Wachstum von 800 Millionen auf 6,4 Milliarden. Europe's 500: Personalvermittler Trenkwalder rangiert auf dem siebenten Platz, Wirtschaftsblatt vom 12. Dezember 1998.</ref><ref>Trenkwalder wächst am schnellsten, Der Standard vom 31. März 2000. Trenkwalder will bis 2003 Branchenleader in Ostmitteleuropa sein. Niederösterreichische Personalleasingfirma unter europäischen Wachstumschampions, Wiener Zeitung vom 8. Juni 2001. Trenkwalder blieb 2001 Wachstumschampion. In: Wiener Zeitung (online). 13. September 2002, abgerufen am 18. August 2016. Wirtschaft der Woche vom 10. 09. bis 16. 09. 2002. In: Österreich Journal. Abgerufen am 18. August 2016.</ref> Das Wachstum des Unternehmens stockte jedoch in den Jahren 2001 und 2002. 1993 beschäftigte das Unternehmen 80 Mitarbeiter, der Umsatz lag bei 80 Millionen öS<ref name="WiBla-1998-12-12" />; 2002 zählte Trenkwalder 7.000 Mitarbeiter und erwirtschaftete einen Umsatz von 192 Mio. Euro.<ref name="WiBla-2002-12-31">Verena Kainrath: Zwei Deals zum Jahreswechsel. Trenkwalder holt sich neues Kapital. Einstiege kurz vor Torschluss: CLC und Trenkwalder gehen mit neuen Partnern ins Jahr 2003, Wirtschaftsblatt vom 31. Dezember 2002.</ref> Das vorangegangene rasante Wachstum führte zu Turbulenzen. Zudem wanderte ein großer Teil des Managements in Italien kurzfristig zu einem Konkurrenten ab.<ref name="Gewinn-2008-6">Erich Brenner: Die Gazelle, die 15.000 Mitarbeiter verleast. In: Gewinn Nr. 3/2004 vom 1. März 2004; Erich Brenner: Mit der inneren Ruhe und 91.000 Mitarbeitern. In: Gewinn Nr. 6/2008 vom 1. Juni 2008.</ref>
2003 bis 2011
Zum Jahresanfang 2003 übernahm die deutsche Capiton AG<ref>Website des Unternehmens.</ref> für 10 Mio. Euro 25,4 Prozent der Unternehmensanteile. Diese Beteiligung stärkte das Eigenkapital Trenkwalders und ermöglichte die weitere Expansion.<ref name="WiBla-2002-12-31" /><ref name="trend-2-07">Der Resistente. In: trend Nr. 2/2007 vom 11. Juni 2007.</ref> 2003 begannen die Aktivitäten des Unternehmens in Kroatien.<ref>Starker Zuwachs bei Tiroler Leiharbeitern, Tiroler Tageszeitung vom 5. April 2003.</ref> Im Oktober 2003 erwarb Trenkwalder die Mehrheit an der Multi-Man-Gruppe und stieg damit zum Marktführer in Ungarn auf.<ref>Trenkwalder kauft zu und plant Börsegang, Kronen Zeitung vom 11. Oktober 2011; Trenkwalder verleiht, Kurier vom 11. Oktober 2011; Mehr Zeitarbeiter für kürzere Produktionszeiten. Personaldienstleister Trenkwalder wird Marktführer in Ungarn und sieht die Branchen-Zukunft rosig, Die Presse vom 11. Oktober 2011; Trenkwalder auf grosser Einkaufstour. Personalbereitsteller wächst im In- und Ausland, Wirtschaftsblatt vom 11. Oktober 2011.</ref> 2004 erreichte das Unternehmen in der Slowakei ebenfalls die Marktführerschaft.<ref name="Staatswappen" /> Im Folgejahr gelang es Trenkwalder, durch die Teilübernahme von Kappa People in Tschechien zum größten Anbieter seiner Branche zu werden.<ref>Trenkwalder will Größter werden. Personaldienstleister übernimmt tschechischen Marktführer. In: Kronen Zeitung vom 20. September 2005; Trenkwalder wird Nr. 1 in Tschechien, Wirtschaftsblatt vom 20. September 2005; Trenkwalder expandiert, Salzburger Nachrichten vom 24. September 2005.</ref> Im November 2005 erfolgte der Markteintritt in Polen durch Kauf der Mehrheitsanteile eines polnischen Anbieters (Partner Sp. z o.o.).<ref>Trenkwalder will polnischen Markt erobern. Übernahme: Österreichs grösster Personalbereitsteller wächst vor allem durch Zukäufe, Wirtschaftsblatt vom 4. November 2005.</ref> Trenkwalder nahm 2005 auch in Rumänien<ref>Expansion in Rumänien, Die Presse vom 29. April 2006.</ref> und Serbien die Geschäfte auf.<ref name="Staatswappen" /> Die Teilübernahme (80 Prozent) der MSE Personal Services AG markierte Anfang 2006 den Markteintritt in Liechtenstein.<ref>Trenkwalder kauft sich in Liechtenstein ein, Wirtschaftsblatt vom 17. Januar 2006.</ref> Ebenfalls 2006 begannen die Aktivitäten in der Schweiz, die im Jahr darauf den Kauf der City Job AG<ref>Company Overview of City Job AG. In: bloomberg.com. Abgerufen am 18. August 2016.</ref> und der PL Gruppe umfassten.<ref>Trenkwalder kauft in der Schweiz zu, Wirtschaftsblatt vom 15. Februar 2007; M&A Review, 4/2007, S. 205.</ref><ref name="Staatswappen" /> 2007 expandierte Trenkwalder in die Märkte von Bulgarien,<ref>Trenkwalder startet in Bulgarien. Akquisition der Correct-Consult Bulgaria EOOD in Sofia, Salzburger Nachrichten vom 12. Mai 2007.</ref> Montenegro, Bosnien und Herzegowina, Mazedonien und der Türkei.<ref>„Für mich war das alles ganz klar“. In: derStandard.at. 21. Mai 2007, abgerufen am 18. August 2016.</ref><ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Informationen zur Geschichte von Trenkwalder ( des Vorlage:IconExternal vom 19. Oktober 2016 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis. auf der Unternehmenswebsite (Abruf am 18. August 2016).</ref>
Im Jahr 2007 kaufte Trenkwalder zudem die Anteile der Capiton AG für 50 Mio. Euro zurück.<ref name="trend-2-07" /> Im Jahr dieses Rückkaufs veränderte sich auch die Konzernstruktur: Die Trenkwalder International AG fungierte als Holding für das internationale Geschäft, das Geschäft in Österreich wurde in eine eigene Gesellschaft ausgelagert, die Trenkwalder Personaldienste GmbH.<ref>Trenkwalder peilt Milliarde an, Salzburger Nachrichten vom 7. August 2007; Trenkwalder stellt sich neu auf, Die Presse vom 11. August 2007.</ref> Die Aufnahme der Geschäftsaktivitäten in Griechenland und Albanien folgte 2008, dem Jahr, in dem Trenkwalder mit rund 70.000 Mitarbeitern in 450 Niederlassungen mehr als 1 Mrd. Euro Umsatz erwirtschaftete.<ref>Ursula Rischanek: Trenkwalder sieht auch heuer Chancen. Niederösterreich: Personaldienstleister knackte 2008 die Umsatzmilliarde, Wirtschaftsblatt vom 14. Januar 2009; Trenkwalder über 1-Mrd.-Euro-Marke, Salzburger Nachrichten vom 14. Januar 2009.</ref>
Die weltweite Finanzkrise erreichte Trenkwalder Ende 2008/Anfang 2009: Der Konzern sah sich gezwungen, 30.000 Stellen abzubauen.<ref>Andrea Möchel: Personaldienstleister: Österreichs Marktführer ist für Zukunft optimistisch. Trenkwalder sieht die Krise als Chance, Wirtschaftsblatt vom 29. September 2009.</ref> Erst ab dem zweiten Quartal 2009 zog das Geschäft wieder an, sodass die Zahl der Mitarbeiter Ende 2009 bei 53.000 lag.<ref name="OÖN-2010-01-30">Sigrid Brandstätter: Trenkwalder braucht dringend Geldgeber, Oberösterreichische Nachrichten vom 30. Januar 2010.</ref> Der Umsatz belief sich im Geschäftsjahr 2009 auf 790 Mio. Euro.<ref name="WiBla-2010-02-02">Bernhard Fischer: Trenkwalder sucht Finanz-Investor, Wirtschaftsblatt vom 2. Februar 2010.</ref> Im Jahr darauf suchte das Unternehmen einen Finanzinvestor<ref name="OÖN-2010-01-30" /><ref name="WiBla-2010-02-02" /><ref>Trenkwalder mit Investoren, Vorarlberger Nachrichten vom 5. März 2010; Sigrid Brandstätter: Personalüberlasser Trenkwalder will mehr Zeit für Investorensuche, Oberösterreichische Nachrichten vom 27. November 2010.</ref> und vereinbarte zum Jahresende mit den Banken ein umfangreiches Finanzierungspaket.<ref>Thorsten Breitkopf: Düsseldorfer Droege übernimmt Trenkwalder, Rheinische Post vom 18. August 2011.</ref>
Seit 2011
Der gesuchte Investor fand sich schließlich 2011: Die Düsseldorfer Droege Group und Trenkwalder einigten sich kurz vor Ostern 2011 über den Verkauf von mehr als 75 Prozent der Unternehmensanteile. Trenkwalder wies Ende 2010 wieder eine Mitarbeiterzahl von 70.000 und einen Umsatz von circa 1 Mrd. Euro aus.<ref>Peter Muzik: Frisches Kapital für Trenkwalder. In: Wiener Zeitung (online). 25. April 2011, abgerufen am 18. August 2016. Stefan Menzel: Trenkwalder bekommt deutschen Eigner. In: Handelsblatt (Print), publiziert auf der Website der Droege Group. 17. August 2011, abgerufen am 18. August 2016.</ref> Der Verkauf erfolgte im August 2011, nach der Due-Diligence-Prüfung und der Genehmigung durch die Wettbewerbsbehörden sowie der Aufsichtsratsgremien.<ref>Neuer Eigentümer will mit Trenkwalder an die Börse, Vorarlberger Nachrichten vom 17. August 2011; Neuer Eigner will Personalüberlasser Trenkwalder an die Börse bringen. In: Wiener Zeitung (online). 17. August 2011, abgerufen am 18. August 2016.</ref>
Seit 2012 wandelt sich das Unternehmen vom Personalüberlasser zum Universalanbieter für sämtliche Dienstleistungen im Bereich Human Resources (HR). Dies umfasst unter anderem Personalplanung, Personalbeschaffung, Beratung sowie die Übernahme von HR-Aufgaben und -Prozessen.
2017 firmierte das Unternehmen um: Aus der Trenkwalder International AG wurde die Trenkwalder Group AG.<ref>Eingetragen am 9. Mai 2017 im Firmenbuch (Wien) für FN 297412 x.</ref>
Geschäftstätigkeit
Zum Geschäftsbereich Staffing<ref>Zum Angebotsportfolio siehe die entsprechenden Informationen der Unternehmenswebsite (Abruf am 19. August 2016).</ref> zählen im Wesentlichen die zeitlich befristete Überlassung sowie die Vermittlung von Arbeitnehmern. Im HR Services werden personalbezogenen Dienstleistungen wie die Personalabrechnung oder das Bewerbermanagement angeboten. Im Rahmen der Personalberatung unterstützt Trenkwalder bei der strategischen Personalplanung und bei Arbeitsmarktanalysen zur Standortwahl, einschließlich regionaler Arbeitsmarktmerkmale, Arbeitsverfügbarkeit, Gehaltseinschätzungen und Gesamtarbeitskosten. Trenkwalder Learning bietet ein breites Spektrum an mobilen Trainings in Eigenstudium und Blended Learning-Formaten in mehr als 23 Sprachen.<ref>Unternehmens-Profil Trenkwalder. In: hrweb.at. 6. Dezember 2010, abgerufen am 18. August 2016. Trenkwalder zum vierten Mal als "Investor in People" ausgezeichnet. In: Website der Droege Group. 29. Juni 2016, abgerufen am 18. August 2016.</ref><ref>Zur Trenkwalder Academy siehe auch Spezialtraining für große Sprünge, VDI nachrichten Nr. 27 vom 3. Juli 2009.</ref>
Kooperationen
Sofern am Arbeitsmarkt gemeinsam Aufgaben gelöst werden sollen, arbeitet Trenkwalder mit nationalen Arbeitsmarktverwaltungen zusammen. Ein Beispiel dafür ist die Zusammenarbeit der österreichischen Tochter mit dem Arbeitsmarktservice (AMS).
Seit Jahren kooperiert Trenkwalder über seine österreichische Tochter mit der Donau-Universität Krems: 2008 wurde dort der Universitätslehrgang „Personaldienstleistungsmanagement“ etabliert. Entwickelt wurde er damals speziell für Trenkwalder-Mitarbeiter. Das Angebot war ein MBA-Lehrgang.<ref>Weiterbildung für Personalprofis. In: Personalmagazin Heft 5/2008, S. 84; Golfplatz oder Hörsaal. In: Industriemagazin, Heft 5/2008 S. 84.</ref> Ein Jahr später richtete sich der Lehrgang auch an Personen, die nicht zum Personal von Trenkwalder zählten.<ref>Uni-Kurs in Krems. In: a3 ECO, Nr. 6/2009 vom 28. Mai 2009.</ref> Das Angebot besteht in weiterentwickelter Form bis heute fort (Stand: Oktober 2019).<ref>Siehe die Informationen zur Ausbildung Personaldienstleistungen, Personaldienstleistungsmanagement, Professional Workforce Management auf der Website der Donau-Universität Krems (Abruf am 21. August 2016).</ref>
Fakten und Zahlen
Kunden
Nach Eigenangaben arbeitet Trenkwalder mit mehr als 8.000 Kunden zusammen.<ref name="T-Zahlen-Fakten" />
Standorte, Gruppe, Kooperationspartner
Die Trenkwalder Group ist in 14 europäischen Ländern tätig: Österreich, Deutschland, Schweiz, Liechtenstein, Bulgarien, Griechenland, Kroatien, Polen, Slowakei, Slowenien, Rumänien, Tschechien, Türkei und Ungarn.<ref>Trenkwalder Group, Länder. In: group.trenkwalder.com/de. Abgerufen am 18. August 2016.</ref> Überwiegend handelt es sich um Länder des deutschsprachigen Raums und um CEE-Länder. Die Zahl der Standorte liegt bei mehr als 200.<ref name="T-Zahlen-Fakten" />
Eigentümer, Leitung und Mitarbeiter
Nach Angaben des Österreichischen Rundfunks gehören 87,5 Prozent des Unternehmens der Droege Group, 12,5 Prozent liegen bei der Trenkwalder Privatstiftung.<ref name="ORF" />
Seit Juli 2020 ist Björn Schlosser als Alleinvorstand tätig. Ernest-W. Droege leitet den Aufsichtsrat.<ref>Impressum der Unternehmenswebsite, Abruf am 20. September 2017.</ref>
Mehr als 35.000 Personen arbeiten für die Trenkwalder Group.<ref name="T-Zahlen-Fakten" /> Davon sind mehr als 5.500 Mitarbeiter bei der österreichischen Tochter tätig.<ref>Trenkwalder Österreich, Über uns, Zahlen & Fakten. In: at.trenkwalder.com. Abgerufen am 18. August 2016.</ref> Im Jahresdurchschnitt 2019 waren rund 2.000 Mitarbeiter bei der deutschen Tochter angestellt.<ref>Konzernlagebericht 2015 der Trenkwalder Gruppe, S. 2.</ref>
Wahrnehmung
Sponsoring
Trenkwalder war Sponsor des TSV 1860 München, in Deutschland Mitglied der 2. Fußball-Bundesliga. Im Juli 2006 stieg das Unternehmen zunächst als Presenter ein.<ref>1860-Presseservice: Trenkwalder Personaldienste ist neuer Presenter des TSV 1860 München. In: presseportal.de. 17. Juli 2006, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 19. Oktober 2016; abgerufen am 22. August 2016. Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.</ref> Im Jahr darauf übernahm Trenkwalder die Rolle des Hauptsponsors.<ref>1860-Presseservice: Trenkwalder ist neuer Hauptsponsor der Löwen. In: presseportal.de. 29. Juni 2007, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 19. Oktober 2016.</ref> Aufgrund der Wirtschaftskrise verlängerte Trenkwalder den Zweijahresvertrag nicht.<ref>Trenkwalder sagt 1860 „tschüss“ ..., Neue Kärntner Tageszeitung vom 7. Februar 2009; Rezession! Trikotsponsor Trenkwalder steigt aus. In: tz. 8. März 2009, abgerufen am 22. August 2016.</ref>
In Österreich engagierte sich Richard Trenkwalder seit 2001 als Präsident des Vereins ASK Schwadorf. Ab Mitte 2008, nach dem Aufstieg in die Erste Liga Österreichs, hieß der Verein FC Trenkwalder Admira. Ab der Saison 2011/2012 spielte er in der Fußball-Bundesliga Österreichs und in der Saison 2012/2013 die UEFA Europa League bis zur dritten Qualifikationsrunde.<ref>Informationen zur Geschichte des Vereins Admira Wacker. In: admirawacker.at. Archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 19. Oktober 2016; abgerufen am 22. August 2016. Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.</ref> Das Fußballstadion des Vereins hieß von 2008 bis 2013 Trenkwalder-Arena.<ref>Informationen über den FC Admira Wacker Mödling. In: transfermarkt.de. Abgerufen am 22. August 2016.</ref>
Auszeichnungen
Trenkwalder wurde als Unternehmen mehrfach geehrt:
- Trenkwalder hat 1996 den Österreichischen Staatspreis für Beschäftigung erhalten.<ref name="Passauer" /><ref>Das Unternehmen ist gemäß <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />einer entsprechenden Datenbank-Angabe ( des Vorlage:IconExternal vom 19. Oktober 2016 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis. seit dem 22. Juli 1996 Staatswappenträger.</ref>
- Seit 2007<ref>Gütesiegel für Trenkwalder, Salzburger Nachrichten vom 14. April 2007; Trenkwalder mit IIP zertifiziert. Zeitarbeitsfirma mit Gütesiegel im Human-Resources-Bereich, Der Standard vom 14. April 2007.</ref> ist die österreichische Tochterfirma Träger des Gütesiegels Investors in People. Dieses Qualitätssiegel ist seither in mehreren Rezertifizierungen bestätigt worden.<ref name="Staatswappen" /> Als erstes Unternehmen Österreichs erhielt Trenkwalder dabei 2016 die Auszeichnung in Silber.<ref>Trenkwalder zum vierten Mal als "Investor in People" ausgezeichnet. In: Website der Droege-Group. 29. Juni 2016, abgerufen am 22. August 2016.</ref>
- Der „Entrepreneur of the Year Award“, eine Auszeichnung österreichischer Unternehmen durch Ernst & Young, ging 2007 im Bereich Dienstleistung und Handel an Trenkwalder.<ref>Beste Unternehmer: Nanoident, Trenkwalder und Polytech, Kurier vom 13. Oktober 2007; Die Jahresbesten, a3 ECO Nr. 11/2007 vom 31. Oktober 2007.</ref>
- Wolfgang Clement zeichnete die deutsche Tochter Trenkwalders im Zuge des Wettbewerbs „Top Job 2008“ als einen der 100 besten mittelständischen Arbeitgeber aus.<ref>Clement ehrt Trenkwalder, Wormser Zeitung vom 23. Juni 2008.</ref>
- 2010 nahm Trenkwalders deutsche Tochter am Wettbewerb „Deutschlands Beste Arbeitgeber“ teil, Anfang 2011 wurde sie ausgezeichnet.<ref>Trenkwalder als attraktiver Arbeitgeber ausgezeichnet, Rheinische Post vom 8. März 2011; Drucksache 17/12778: Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage der Abgeordneten Klaus Ernst, Jutta Krellmann, Sabine Zimmermann, weiterer Abgeordneter und der Fraktion DIE LINKE – Drucksache 17/12569 – Einsatz von Leiharbeitskräften bei Amazon. (PDF) In: Deutscher Bundestag, 17. Wahlperiode, Drucksachen. Abgerufen am 22. August 2016.</ref>
- Die Ehrung „Career’s Best Recruiter“ in Gold beziehungsweise in Silber erhielten das österreichische und das deutsche Tochterunternehmen seit 2011 mehrfach.<ref>Career's Best Recruiters: Heer, Bawag, Trenkwalder, Bosch, RHI, Kurier vom 4. Februar 2012; Trenkwalder bester Recruiter Österreichs, Oberösterreichische Nachrichten vom 8. Februar 2014; Schon gehört? Gold für Trenkwalder, Kleine Zeitung vom 7. Februar 2015; Trenkwalder ist "Golden Best Recruiter" 2015, Kurier vom 16. April 2015.</ref>
- 2012 ist das Unternehmen in den Kreis der „Leitbetriebe Austria“ aufgenommen worden, welcher die Spitze der österreichischen Wirtschaft repräsentiert.<ref name="Staatswappen" />
Kritik
Im Februar 2013 geriet das deutsche Tochterunternehmen von Trenkwalder in die Kritik. Anlass war die Ausstrahlung einer Dokumentation der ARD über die Arbeitsverhältnisse insbesondere im Amazon-Logistikzentrum Bad Hersfeld.<ref name="ARD-2013-02-13">Ausgeliefert! Leiharbeiter bei Amazon, ausgestrahlt am 13. Februar 2013, mit Änderungen online auf YouTube (Abruf am 23. August 2016).</ref> Von diesen seien bis zu 5.000 Saisonarbeitskräfte aus vielen Ländern Europas betroffen gewesen.<ref>Nicolai Kwasniewski: ARD-Dokumentation: Wie Amazon Leiharbeiter kaserniert. In: Spiegel online. 13. Februar 2013, abgerufen am 24. Oktober 2016.</ref> Die in der Dokumentation erhobenen Vorwürfe richteten sich sowohl gegen Amazon, als auch gegen vom Online-Versandhändler beauftragte Dienstleister, zu denen die deutsche Tochter Trenkwalders gehörte. Mit Bezug auf Trenkwalder wurde kritisiert: Leiharbeitern sei erst kurz vor Aufnahme der Arbeit im Logistikzentrum mitgeteilt worden, dass sie nicht direkt bei Amazon, sondern bei Trenkwalder angestellt seien;<ref>Martin Deutsch: "Ausgeliefert!": Das System Amazon. In: Die Presse. 14. Februar 2013, abgerufen am 23. August 2016.</ref> der gezahlte Lohn sei um zwölf Prozent geringer als versprochen; Sachabzüge für Kost und Logis seien auf Gehaltsabrechnungen nicht ausgewiesen gewesen; eine Kündigung sei innerhalb von 24 Stunden möglich gewesen.<ref>Amazon wegen Leiharbeit unter Beschuss. In: derStandard.at. 17. Februar 2013, abgerufen am 23. August 2016. Doku über Amazon ruft die Politik auf den Plan. In: Kleine Zeitung. 17. Februar 2013, abgerufen am 23. August 2016.</ref><ref name="ARD-2013-02-13" /> Volker Enkerts, Präsident des Bundesarbeitgeberverbandes der Personaldienstleister (BAP), distanzierte sich in einer Pressemitteilung von den berichteten Praktiken: „Wir werden es nicht zulassen, dass das Image unserer Branche so beschädigt wird.“<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />BAP-Präsident zu dem Amazon-Beitrag in der ARD: Wir stehen für Fairness und Transparenz. Unser BAP-Verhaltenskodex hat oberste Priorität ( vom 30. Juli 2013 im Internet Archive)</ref>
Am 16. Februar 2013 drohte Ursula von der Leyen, Bundesministerin für Arbeit und Soziales, der deutschen Tochter Trenkwalders die Lizenz zu entziehen.<ref>Von der Leyen fordert Aufklärung von Amazon. In: Süddeutsche Zeitung. 16. Februar 2013, abgerufen am 23. August 2016.</ref> Die Bundesagentur für Arbeit und die Zollbehörden führten eine Sonderprüfung durch. Am 19. Februar 2013 wies Trenkwalder die Vorwürfe zurück. Man habe die Verantwortung für die Rekrutierung von 1.000, nicht von 5.000 Leiharbeitern gehabt. Diese sei über die Bundesagentur für Arbeit gelaufen, man zahle den üblichen Tariflohn, für die überlassenen Arbeitnehmer habe sich kein Nettolohn-Nachteil ergeben. Insgesamt habe die Sonderprüfung die Vorwürfe nicht bestätigt.<ref>Amazon-Skandal: Trenkwalder weist Vorwürfe zurück. In: Kronen Zeitung. 19. Februar 2013, abgerufen am 23. August 2016.; Amazon-Affäre: Trenkwalder weist alle Vorwürfe zurück. In: Die Presse. 19. Februar 2013, abgerufen am 23. August 2016. Amazon: Trenkwalder wehrt sich. In: Tiroler Tageszeitung vom 20. Februar 2013. Trenkwalder weist Vorwürfe zurück. In: Wirtschaftsblatt vom 20. Februar 2013. Trenkwalder droht Entzug der Lizenz, Die Presse, vom 20. Februar 2013.</ref> Dieser Darstellung widersprach die Arbeitsagentur am 20. Februar 2013: Trenkwalder habe gegen das Arbeitnehmerüberlassungsgesetz verstoßen.<ref>Amazon-Affäre: Sonderprüfung belastet Trenkwalder. In: Die Presse. 20. Februar 2013, abgerufen am 23. August 2016. Prüfer belasten Trenkwalder, Salzburger Nachrichten vom 21. Februar 2013; Amazon-Affäre: Bundesagentur für Arbeit sieht bei Trenkwalder Gesetzesverstöße. 21. Februar 2013, abgerufen am 23. August 2016. Trenkwalder droht Strafe, Amazon gelobt Besserung. In: Kronen Zeitung. 22. Februar 2013, abgerufen am 23. August 2016.</ref>
Im Nachgang der ARD-Dokumentation trennte sich Amazon von dem Unternehmen, das das Sicherheitspersonal stellte beziehungsweise vom Dienstleister, der für Transport und Unterbringung zuständig war.<ref>Trenkwalder droht Entzug der Lizenz, Die Presse, vom 20. Februar 2013.</ref><ref name="ARD-2013-02-13" /> An Trenkwalder hielt Amazon hingegen fest.<ref>Amazon hält an Trenkwalder-Personal fest. In: Die Presse. 20. Februar 2016, abgerufen am 23. August 2016.</ref> Laut Trenkwalder war das Verfahren der Bundesagentur für Arbeit gegen die deutsche Tochter im August 2013 noch offen, die Vorwürfe hätten sich nicht erhärtet.<ref>Praktiker als Eldorado für Berater. Weniger Mastvieh in weniger Betrieben. Deutsche Amazon hält an Trenkwalder fest. Kritik an trägem Datenaustausch mit USA, Der Standard vom 22. August 2013.</ref>
Weblinks
Einzelnachweise
<references />
- Seiten mit Skriptfehlern
- Wikipedia:Redundanz November 2020
- Wikipedia:Vorlagenfehler/Vorlage:Infobox Unternehmen/Logoeinbindung
- Wikipedia:Defekter Dateilink
- Wikipedia:Defekte Weblinks/Ungeprüfte Archivlinks 2018-12
- Wikipedia:Defekte Weblinks/Ungeprüfte Archivlinks 2024-06
- Wikipedia:Defekte Weblinks/Ungeprüfte Archivlinks 2019-05
- Personaldienstleister
- Dienstleistungsunternehmen (Wien)
- Unternehmensgründung 1985