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Succubus

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Datei:Succubus bracket 02.jpg
Succubus, Holzschnitzerei (16. Jahrhundert) in einem Gasthof in Cambridge
Datei:Lilith (John Collier painting).jpg
Lilith (John Collier, 1892)

Ein Succubus (auch Sukkubus oder Sukkuba, Plural: Succubi oder Succuben bzw. Sukkuben, von lateinisch: succumbere ‚unten liegen‘) ist ein weiblicher, besonders schöner und lüsterner Dämon oder eine Buhlteufelin, der bzw. die sich einen Mann sucht, um mit ihm geschlechtlich zu verkehren.<ref>Suk­ku­bus, der. In: Duden.de. Abgerufen am 14. April 2026.</ref>

Es ist das weibliche Gegenstück zum männlichen Incubus.

Herkunft und Beschreibung

Der Succubus ist eine verführerische Erscheinung und von bestrickendem Zauber, und Succuben treten wie wunderschöne, gütige, menschenähnliche Wesen auf. Trotz ihrer vertrauenerweckenden und freundlichen Anmutung besitzen Succuben – in manchen Quellen – zwei fledermausähnliche Flügel, einen spitzen Schwanz und Hörner.

Laut Cambridge Dictionary handelt es sich beim Succubus um einen weiblichen Dämon mit Interesse an Sex mit schlafenden Männern und das Gegenstück zum Incubus.<ref>succubus. In: Cambridge Dictionary. Abgerufen am 14. April 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Im Hexenhammer (1486) kommt außerdem Samenraub hinzu – den der Verführte allerdings verschläft. Jedoch kann es anschließend nur zu einer Zeugung kommen, wenn ein entsprechender Incubus zeitnah dafür sorgt, dass der entwendete Same des Mannes einer menschlichen Frau zugeführt wird. Da Gott jedoch stärker ist als der Teufel, ist der Ablauf darüber hinaus nur mit göttlicher Billigung möglich, wie Jakob Sprenger im Abschnitt über die Zeugungsfähigkeit von Incubi und Succubi erörtert.<ref>Jakob Sprenger: Der Hexenhammer (Malleus maleficarum). dtv, München 1982, ISBN 3-423-02162-4, S. 55.</ref>

Die älteste Erwähnung von Dämonen dieser Art stammt aus Mesopotamien, unter den Bezeichnungen Lilu und Lilutu oder auch Ardat Lili und Irdu Lili, als Dämonen, die Menschen im Schlaf in Form von erotischen Träumen erscheinen. Diese Vorstellung findet sich auch in der jüdischen und christlichen Mythologie (jedoch nicht in der Thorah oder der Bibel): Eva sei nicht die erste Frau gewesen; als Mann und Weib wurde der Mensch geschaffen, und der Mann hieß Adam, und das Weib hieß Lilith.<ref>Siegmund Hurwitz: Lilith. The First Eve. Historical and psychological Aspects of the dark Feminine. Daimon Verlag, Einsiedeln 1992, ISBN 3-85630-522-X.</ref> In der Bibel wird sie nur einmal kurz erwähnt, doch die jüdische Tradition kennt zahlreiche Überlieferungen über Adams erste Frau: Als dämonisch-schönes Wesen wird sie beschrieben, das als Succubus Männer im Schlafe verführe. Als eifersüchtig-rächende Dämonin trachte sie, Neugeborene zu töten.

Im Faust III verfällt Faust der weiblichen Buhlteufelin Helena und wird aus Eifersucht zu Mord getrieben. In der jungianischen Archetypenlehre ist der Succubus der dunkle weibliche Aspekt des Mannes, der zum Komplex der Anima-Vorstellung gehöre.

Rezeption

Belletristik

  • Honoré de Balzac: Le Succube. (deutsch: Der Sukkubus). Übersetzung: Benno Rüttenauer. Gustav Kiepenheuer Verlag, Leipzig/Weimar 1981 (Online im Projekt Gutenberg).
  • Krystan Knight: Sukkubus. Dämonin der Lust. Blutwut, Sulzbach 2019, ISBN 978-3-96111-430-6.
  • Mara Laue: Sukkubus Classic. 9 Bände. AAVAA-Verlag, Hohen Neuendorf bei Berlin 2014–2015, DNB 1054732760.
  • Edward Lee: Succubus. Festa, Leipzig 2021, ISBN 978-3-86552-897-1.

Filme und Serien

Literatur

  • Rosemary Ellen Guiley: The encyclopedia of witches, witchcraft and wicca. 3rd edition. Facts On File, New York 2008, ISBN 978-0-8160-7103-6, S. 95 (Digitalisat bei Google Books).
  • Ulrich Offenberg: Hexen. Die Bräute des Satans. Komplett-Media, München 2011, ISBN 978-3-8312-0366-6, S. 30–32.

Weblinks

Commons: Succubus – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Wiktionary: Sukkubus – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

Einzelnachweise

<references />