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Plectasin

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Plectasin (Pseudoplectania nigrella)
Plectasin (Pseudoplectania nigrella)
Bändermodell nach PDB 3E7R
Plectasin (Pseudoplectania nigrella)
Masse/Länge Primärstruktur 40 Aminosäuren
Präkursor (72 aa)
Bezeichner
Gen-Name(n)
Externe IDs
Transporter-Klassifikation
TCDB
Bezeichnung insektale/fungale Defensine
Vorkommen
Übergeordnetes Taxon Wirbellose, Pilze<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />InterPro: IPR001542 Arthropod defensin. Auf: ebi.ac.uk (Memento vom 3. Februar 2008 im Internet Archive)</ref>

Plectasin ist ein zur Gruppe der Defensine gehörendes Peptid, das bei Pilzen und Wirbellosen nachgewiesen wurde und eine antibiotische Wirkung besitzt.

Datei:Plectasin.JPG
Struktur von Plectasin

Entdeckung und Wirkungsweise

Im Rahmen einer Studie der dänischen Firma Novozymes wurde 2001 bei dem zur Ordnung der Becherlingsartigen gehörenden Pilzart Pseudoplectania nigrella das Peptid Plectasin entdeckt<ref>Vorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig Novozymes reveals knowledge on new antibiotic against resistant bacteria.] In: Novozymes. , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 28. Mai 2010 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref> und 2005 in einer Publikation beschrieben.<ref name="Nature 437">Per H. Mygind, Rikke L. Fischer et al.: Plectasin is a peptide antibiotic with therapeutic potential from a saprophytic fungu. In: Nature. Band 437, 2005, S. 975–980, doi:10.1038/nature04051.</ref>

Als Molekül mit Krankheitserreger abwehrender Wirkung wird es zu den Defensinen gezählt und seine chemische Struktur ähnelt solchen, die auch in Spinnen, Skorpione, Libellen und Muscheln gefunden wurden.<ref name="Nature 437"/> Bei der nunmehr erfolgten Aufklärung seiner Wirkungsweise wurde nachgewiesen, dass es mit zwei Effekten eine Abwehr von Bakterien bewirkt.<ref name="T. Schneider et al.">T. Schneider et al.: Plectasin, a Fungal Defensin, Targets the Bacterial Cell Wall, Precursor Lipid II. In: Science. 28. Mai 2010, Band 328, Nr. 5982, S. 1168–1172, doi:10.1126/science.1185723.</ref> Es tötet einerseits die Krankheitserreger, indem es sich an den Zellwand-Bestandteil Lipid II anheftet und damit verhindert, dass dieser in neue Bakterienwände eingebaut wird. Lipid II wird hier, unter zu Zuhilfename von Kalzium-ionen, in einer Art supramolekularem Teppich von Plectasin Peptiden fixiert<ref></ref>. Damit wird nach erfolgter Infektion bei der Bakterienvermehrung der Aufbau neuer Bakterienzellwände erheblich gestört.<ref name="T. Schneider et al."/> Andererseits alarmiert und aktiviert es auch zugleich das Immunsystem. Plectasin zeigte sowohl in vitro wie auch in einem In-vivo-Maus-Infektionsmodell eine besonders hohe Wirksamkeit gegenüber Pneumokokken.<ref>D. Andes, W. Craig et al.: In Vivo Pharmacodynamic Characterization of a Novel Plectasin Antibiotic, NZ2114, in a Murine Infection Model. In: Antimicrobial Agents and Chemotherapy. Juli 2009, Band 53, Nr. 7, S. 3003–3009, doi:10.1128/AAC.01584-08.</ref> Vorklinische Studien haben ebenfalls ergeben, dass multiresistente Bakterien wie beispielsweise Staphylococcus aureus deutliche Schwierigkeiten hatten, gegen Plectasin NZ2114 (Plectasinvariante der Firma Novozymes) eine Resistenz zu entwickeln.<ref>Vorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig Plectasin NZ2114 - Novel Microbial Agent.] In: Drug Development Technology. , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 28. Mai 2010 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref> Die Forscher sehen daher in diesem Wirkstoff eine vielversprechende Leitsubstanz für neue Antibiotika.<ref name="T. Schneider et al."/><ref>Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2</ref>

Literatur

Weblinks

Einzelnachweise

<references />