Schmalach
Schmalach Markt Lehrberg
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| Koordinaten: | Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(68)&title=Schmalach 49° 22′ N, 10° 33′ O
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dim=10000 | globe= | name=Schmalach | region=DE-Vorlage:Deutsches Bundesland/Code | type=city
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| Höhe: | 476 m ü. NHN | |||||
| Einwohner: | 68 (31. Dez. 2008)<ref name="archive-is">www.lehrberg.de (4 Dez. 2012 15:28:30 UTC) auf archive.is Die Einwohnerzahl sämtlicher Ortsteile entspricht annähernd dem Einwohnerstand der Gesamtgemeinde für den 31. 12. 2008. Die Differenz von 8 Einwohnern erklärt sich durch die Nichtauflistung der selbstständigen Ortsteile Dauers-, Fritz-, See- und Walkmühle.</ref> | |||||
| Postleitzahl: | 91611 | |||||
| Vorwahl: | 09820 | |||||
Schmalach (fränkisch: Schmohla<ref>E. Fechter: Die Ortsnamen des Landkreises Ansbach, S. 168. Dort folgendermaßen transkribiert: „schmōla“.</ref>) ist ein Gemeindeteil des Marktes Lehrberg im Landkreis Ansbach (Mittelfranken, Bayern).<ref>Vorlage:BayernPortal Ortsteile</ref> Schmalach liegt in der Gemarkung Brünst.<ref>Webkarte. ALKIS®-Verwaltungsgrenzen - Gemarkungen. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 2. Oktober 2024.</ref>
Geografie
Unmittelbar südlich des Dorfs entspringt der Hohlgraben, ein rechter Zufluss des Wernsbachs, der mit dem Zellbach (links) zur Rippach zusammenfließt. Im Norden liegt das Waldgebiet Brandhölzer. Die Staatsstraße 2255 führt an Gödersklingen vorbei nach Rügland (5,5 km nördlich) bzw. am Röshof vorbei nach Ansbach (6,5 km südlich). Die Kreisstraße AN 21 führt nach Brünst (0,5 km südwestlich). Eine Gemeindeverbindungsstraße führt nach Wüstendorf (1,2 km östlich).<ref>Ortskarte 1:10.000. Darstellung mit Schummerung. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 18. Juli 2023 (Entfernungsangaben entsprechen Luftlinie).</ref>
Geschichte
Der Ort wurde im Würzburger Lehenbuch, das im Zeitraum zwischen 1303 und 1313 entstanden ist, als „Smaleich“ erstmals urkundlich erwähnt. Der Ortsname leitet sich von einem gleichlautenden Flurnamen ab, dessen Bestimmungswort „smal“ (mhd.: von geringer Ausdehnung, klein) ist. Demnach wurde damit ein kleiner Eichenwald bezeichnet.<ref>E. Fechter: Die Ortsnamen des Landkreises Ansbach, S. 168f.</ref>
Im 16-Punkte-Bericht des Oberamtes Ansbach von 1684 wurden für Schmalach 9 Mannschaften verzeichnet. Grundherren waren das Hofkastenamt Ansbach (2 Anwesen), das Stiftsamt Ansbach (5), der Bürgermeister und Rat zu Ansbach (1) und der Bischof von Würzburg (1). Das Hochgericht und die Dorf- und Gemeindeherrschaft übte das brandenburg-ansbachische Hofkastenamt Ansbach aus.<ref>Staatsarchiv Nürnberg, Ansbacher Salbuch 129, 3523. Zitiert nach M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 691 f.</ref>
Gegen Ende des 18. Jahrhunderts gab es in Schmalach 10 Anwesen und ein Gemeindehirtenhaus. Das Hochgericht und die Dorf- und Gemeindeherrschaft übte weiterhin das Hofkastenamt Ansbach aus. Grundherren waren das Fürstentum Ansbach (Hofkastenamt Ansbach: 1 Gütlein; Stiftsamt Ansbach: 2 Halbhöfe, 1 Gut, 1 Gütlein, 1 Wirtshaus; Pfarrei Weihenzell: 1 Halbhof; Kaplanei Lehrberg: 1 Gütlein), das Verwalteramt Burgbernheim des Juliusspitals Würzburg (1 Gut) und der Ansbacher Eigenherr von Appold (1 Hof).<ref name="J908">M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 908 f.</ref> Es gab zu dieser Zeit 14 Untertansfamilien, von denen 11 ansbachisch waren.<ref>Johann Bernhard Fischer: Schmallach. In: Statistische und topographische Beschreibung des Burggraftums Nürnberg, unterhalb des Gebürgs, oder des Fürstentums Brandenburg-Anspach. Zweyter Theil. Enthaltend den ökonomischen, statistischen und sittlichen Zustand dieser Lande nach den funfzehen Oberämtern. Benedict Friedrich Haueisen, Ansbach 1790, OCLC 159872968, S. 24 (Digitalisat).</ref><ref>J. K. Bundschuh: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken, Bd. 5, Sp. 146.</ref> Von 1797 bis 1808 unterstand der Ort dem Justiz- und Kammeramt Ansbach.<ref name="J982">M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 982.</ref>
Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde Schmalach dem 1808 gebildeten Steuerdistrikt Brünst und der 1811 gegründeten Ruralgemeinde Brünst zugeordnet.<ref>Staatsarchiv Nürnberg, Regierung von Mittelfranken, Kammer des Inneren, Abgabe 1952, 3850: Formation der Municapial- und Ruralgemeinden im Landgericht Ansbach 1808–17. Zitiert nach M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 961.</ref> Im Zuge der Gebietsreform in Bayern wurde diese am 1. Januar 1978 nach Lehrberg eingemeindet.<ref name="J982"/><ref>Lehrberg > Politische Einteilung. In: wiki.genealogy.net. Verein für Computergenealogie, abgerufen am 14. März 2025.</ref>
Einwohnerentwicklung
Religion
Der Ort ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und bis heute nach St. Johannes (Wernsbach bei Ansbach) gepfarrt.<ref name="J908"/> Die Einwohner römisch-katholischer Konfession waren zunächst nach St. Ludwig (Ansbach) gepfarrt,<ref name="OV 1961"/> seit 1970 ist die Pfarrei Christ König (Ansbach) zuständig.
Literatur
- Johann Kaspar Bundschuh: Schmallach. In: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken. Band 5: S–U. Verlag der Stettinischen Buchhandlung, Ulm 1802, DNB 790364328, OCLC 833753112, Sp. 146 (Digitalisat).
- Elisabeth Fechter: Die Ortsnamen des Landkreises Ansbach. Inaugural-Dissertation. Erlangen 1955, DNB 480570132, OCLC 872378821, S. 168–169.
- Vorlage:Hönn Lexicon Topographicum
- Manfred Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach (= Historischer Atlas von Bayern, Teil Franken. I, 35). Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 2009, ISBN 978-3-7696-6856-8.
Weblinks
- Vorlage:Bavarikon Ort
- Schmalach in der Topographia Franconiae der Uni WürzburgVorlage:Abrufdatum
- Schmalach im Geschichtlichen Ortsverzeichnis des Vereins für ComputergenealogieVorlage:Abrufdatum
Fußnoten
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Ballstadt | Berndorf | Birkach | Brünst | Buhlsbach | Dauersmühle | Fritzmühle | Gödersklingen | Gräfenbuch | Hürbel am Rangen | Kohlmühle | Kühndorf | Lehrberg | Oberheßbach | Obersulzbach | Pulvermühle | Röshof | Schmalach | Schmalenbach | Seemühle | Unterheßbach | Untersulzbach | Walkmühle | Wüstendorf | Zailach | Ziegelhütte
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