Richard Rudolf Klein
Richard Rudolf Klein (* 21. Mai 1921 in Nußdorf; † 17. Dezember 2011 in Glashütten (Taunus)<ref>Hermann-Josef Wilbert: Der Komponist Richard Rudolf Klein. Beschreibung und Würdigung seines Lebens, seines Werks, seiner Person und seiner Bedeutung. Books on Demand, Norderstedt 2014, ISBN 978-3-7357-4863-8, S. 77 f. (eingeschränkte Vorschau in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden. [abgerufen am 14. Dezember 2022]).</ref>) war ein deutscher Musiker, Komponist und Hochschullehrer. Die Vielzahl seiner Kompositionen umfasst unterschiedliche Genres wie Kinder- und Kirchenlieder, Bühnen- und Orchestermusik, Kammer- und Instrumentalkonzerte sowie Kammermusik.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Autorenportrait Richard Rudolf Klein ( vom 19. Juli 2011 im Internet Archive) auf: rieserler.de</ref>
Leben und Werk
Klein besuchte zunächst das humanistische Gymnasium in Landau. Während dieser Zeit lernte er das Musizieren auf dem Klavier, der Violine und der Viola. Später begann er das Spiel auf der Trompete und der Orgel zu erlernen. Sehr früh begann er damit, zu komponieren. Als Jugendlicher dirigierte er anlässlich von Schul- und Gedenkfeiern eigene Werke im Schulorchester; als Vierzehnjähriger spielte Klein 1935 beim damaligen Rundfunk-Sender Kaiserslautern (1926–1945) eigene Werke für Klavier und Lieder.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Der Wert des Parameters archive-today muss ein Datum der Form YYYYMMDD oder Zeitstempel der Form YYYY.MM.DD-hhmmss bzw. YYYYMMDDhhmmss sein. auf: gema.de</ref> Nach dem Abitur im Kriegsjahr 1940 wurde er zum Wehrdienst eingezogen. 1943 wurde er in Kämpfen schwer verwundet und verlor in Folge ein Bein durch Amputation. Er musste dadurch von seinem eigentlichen Berufswunsch, Dirigent zu werden, Abstand nehmen. Aufgrund der schweren Kriegsverletzung musste er nicht länger am Krieg teilnehmen und konnte daher ab 1944 in Trossingen Musik studieren. Von 1946 bis 1948 führte er sein Studium an der Musikhochschule Stuttgart weiter.
Zu seinen Lehrern zählten Hans Brehme (Klavier), Wolfgang Fortner (Komposition), Hans Grischkat, Karl Münchinger und Bertil Wetzelsberger (Dirigieren) sowie Philipp Mohler (Komposition).
Im Jahr 1948 erlangte Klein die Künstlerische Reife in Dirigieren und Komposition und erhielt im Alter von 27 Jahren als einer der Jüngsten einen Lehrauftrag für Tonsatz an der Musikhochschule Stuttgart. Im Jahr darauf, 1949, wurde er Dozent für Musiktheorie an der Nordwestdeutschen Musikakademie in Detmold. Zwischen 1948 und 1950 nahm er parallel zu seinem Lehrauftrag ein Privatstudium der Zwölftontechnik bei Wolfgang Fortner auf.<ref>Richard Rudolf Klein KDG - Komponisten der Gegenwart, im Munzinger-Archiv (Artikelanfang frei abrufbar)</ref>
In der Zeit von 1960 bis 1984 lehrte er Komposition, Formenlehre, Partitur- und Generalbass-Spiel an der Musikhochschule Frankfurt am Main, ab 1965 als Professor.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Man kann nicht mehr machen, als sein Bestes zu geben ( vom 21. Juli 2011 im Internet Archive) auf: hfmdk-frankfurt.info</ref> Klein lebte in Schloßborn. Von 1985 bis 1996, also bis zu seinem 75. Lebensjahr, lehrte Klein an Dr. Hoch’s Konservatorium in Frankfurt am Main.
Über einen Zeitraum von vier Jahrzehnten war Klein freier Musik-Lektor des Fidula-Verlages.
Richard Rudolf Klein war evangelisch, verheiratet mit der Geigenlehrerin Anneliese Klein, geborene Schühle,<ref>Vgl. auch www.mm2.mugemir.de.</ref> und hatte drei Kinder (Susanne, Anette und Tobias Klein).
Engagement
Klein hat sich in einer Vielzahl von Musikprojekten engagiert, er war beispielsweise zusammen mit den Sängerinnen Agnes Giebel und Margit Neubauer sowie den Violinisten Alois Kottmann und Boris Kottmann in der Jury des internationalen Alois-Kottmann-Preises für klassisches Violinspiel aktiv.
Auszeichnungen
- Kunstpreise:
- Bonn (1954)
- Stuttgart (1956)
- Rheinland-Pfalz (1965)
- 2001: Verdienstorden am Bande des Landes Hessen<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Ehrungen ( vom 15. August 2010 im Internet Archive) auf: komponistenverband.de</ref>
Werke
- Kammeroper Nachtvögel
- Sinfoniae sacrae
- Psalmen
- weltliche Kantaten
- drei Orchesterpartien
- sechs Kammerkonzerte
- Klavier-, Kammer-, Chor- und Spielmusik
- Advent-Kantate für Kinder, darin eine Melodie zu Wir sagen euch an den lieben Advent
Literatur
- Wolfgang Hauck: Klein, Richard Rudolf. In: Friedrich Blume (Hrsg.): Die Musik in Geschichte und Gegenwart (MGG). Erste Ausgabe, Band 16 (Supplement 2: Eardsen – Zweibrücken). Bärenreiter/Metzler, Kassel u. a. 1976, DNB 550439609, Sp. 1001 (= Digitale Bibliothek Band 60, S. 42137–42139)
- Hermann-Josef Wilbert: Der Komponist Richard Rudolf Klein. Beschreibung und Würdigung seines Lebens, seines Werks, seiner Person und seiner Bedeutung. Books on Demand, Norderstedt 2014, ISBN 978-3-7357-4863-8.
- Klein, Richard Rudolf. In: Walter Habel (Hrsg.): Wer ist wer? Das deutsche Who’s who. 24. Ausgabe. Schmidt-Römhild, Lübeck 1985, ISBN 3-7950-2005-0, S. 643.
Weblinks
- Werke von und über Richard Rudolf Klein im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
- Richard Rudolf Klein gewidmete Homepage
- Klein, Richard Rudolf / 1921–2011 in der Rheinland-Pfälzischen PersonendatenbankVorlage:Abrufdatum
- Richard Rudolf Klein, Musik und Musiker am Mittelrhein 2 | Online
- Richard Rudolf Klein KDG – Komponisten der Gegenwart, im Munzinger-Archiv (Artikelanfang frei abrufbar)
Einzelnachweise
<references />
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Klein, Richard Rudolf |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Komponist und Musikpädagoge |
| GEBURTSDATUM | 21. Mai 1921 |
| GEBURTSORT | Nußdorf |
| STERBEDATUM | 17. Dezember 2011 |
| STERBEORT | Glashütten (Taunus) |
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