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Semjon Solomonowitsch Gerschtein

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Datei:Semen Gershtein (cropped).jpg
Gerschtein (2011)

Semjon Solomonowitsch Gerschtein ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value); englische Transkription Semen/Semyon Solomonovich Gershtein;<ref>Häufig als S. S. Gershtein zitiert.</ref> * 13. Juli 1929 in Harbin, Republik China; † 20. Februar 2023 in Moskau, Russland) war ein sowjetischer und russischer theoretischer Physiker.

Gerschtein studierte an der Moskauer Lomonossow-Universität und wurde nach dem Abschluss 1951 drei Jahre lang, wie damals üblich, als Lehrer aufs Land in die Kaluga-Region geschickt<ref>100 km von Moskau. S. S. Gershtein: In Memory of a Friend. In: Yu L Dokshitzer, P Lévai, J Nyíri (Hrsg.): Gribov-80 Memorial Volume. World Scientific, 2011, S. 6, doi:10.1142/9789814350198_0003.</ref>. 1954 kehrte er nach Moskau zurück, konnte aber nur eine Arbeit als Rezensent am Institut für Wissenschaftliche Information finden. Bald darauf wurde er Schüler von Lew Landau und Mitglied von dessen Forschungsgruppe in Moskau. Bei Landau legte er dessen Spezialprüfungen (Theoretisches Minimum) ab. 1958 promovierte er und ging an das Physikalisch-Technische Institut in Leningrad, wo er Kollege von Wladimir Gribow in der Theorieabteilung unter Ilja Schmuschkewitsch war. 1960 war er am Vereinigten Institut für Kernforschung in Dubna (Moskau). 1963 habilitierte er sich (russischer Doktortitel). Er war später Wissenschaftler an der Teilchenbeschleunigeranlage „Serpuchow“ (Forschungsinstitut für Physik der Hohen Energien, IHEP) in Protwino und Professor am Moskauer Institut für Physik und Technologie.

Gerschtein beschäftigte sich mit vielen Bereichen der theoretischen Physik. Zusammen mit Jakow Seldowitsch entwickelte er 1956 unabhängig von Richard Feynman, Murray Gell-Mann, Robert Marshak und George Sudarshan die V-A-Theorie der schwachen Wechselwirkung.<ref>Gershtein, Zeldovich Meson corrections in the theory of beta decay, Soviet Physics-JETP, Band 2, 1956, S. 576</ref> Ebenfalls mit Seldowitsch gab er obere Grenzen für Neutrinomassen aus kosmologischen Erwägungen (der beobachteten Expansionsrate des Universums)<ref>Gershtein, Zeldovich Rest mass of muonic neutrino and cosmology JETP Letters, Band 4, 1966, S. 120. Später auch im Westen unter anderem durch Cowsik, McClelland Physical Review Letters, Band 29, 1972, S. 669. Die Neutrinomasse sollte nach Zeldovich, Gershtein für jede Sorte unter 400 eV liegen. Spätere Rechnungen verbesserten das (für diese Abschätzungsmethode) auf unter 100 eV für die Summe der Neutrinomassen.</ref> und schrieb frühe Arbeiten über Myon-katalysierte Fusion,<ref>Formation of hydrogen mesic molecules, JETP, Band 35, 1958, S. 649</ref> mit der er sich auch später weiter beschäftigte.<ref>Gershtein, Ponomarev, Mesomolecular processes induced by <math>\mu^-</math> and <math>\pi^-</math> mesons, in Hughes, Wu Meson Physics, Band 3, 1975, S. 141–233</ref> Gerschtein und Seldowitsch befassten sich auch ab 1969 mit Paarerzeugung in superkritischen Feldern aus dem Vakuum zum Beispiel bei Schwerionenkollisionen.

Gerschtein war Mitglied der Russischen Akademie der Wissenschaften (korrespondierendes Mitglied seit 1984, volles Mitglied seit 2003).<ref>Герштейн Семен Соломонович. ras.ru, 19. November 2013, abgerufen am 24. November 2018 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> 1996 erhielt er den Bruno-Pontecorvo-Preis, 2011 den Pomerantschuk-Preis,<ref>2011 – С. С. Герштейн и H. Leutwyler. ITEP.ru, 2011, abgerufen am 24. November 2018 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> 2013 den Landau-Preis.

Gerschtein starb am 20. Februar 2023 im Alter von 93 Jahren.<ref>Памяти Семена Соломоновича ГЕРШТЕЙНА (13.07.1929-20.02.2023). In: gpad.ac.ru. Abgerufen am 21. Februar 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Weblinks

Commons: Semen Solomonovich Gershtein (physicist) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />

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