Maymand
| Maymand | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| ||||||
| Basisdaten | ||||||
| Staat: | Datei:Flag of Iran.svg Iran | |||||
| Provinz: | Kerman | |||||
| Koordinaten: | 30° 13′ N, 55° 22′ O
{{#coordinates:30,216666666667|55,366666666667|primary
|
dim=20000 | globe= | name= | region=IR-08 | type=city
}} |
| Höhe: | 2227 m | |||||
| Fläche: | ca. 400 m²<ref name="Maymand auf itto.com">Maymand auf itto.com</ref> | |||||
| Einwohner: | ca. 140 (<ref>Artikel zum Unesco-Preis 2005</ref>) | |||||
| Zeitzone: | UTC+3:30 | |||||
Maymand (persisch میمند) ist ein historisches, in den Fels gegrabenes Höhlendorf in der Provinz Kerman im Iran, 36 km von der Stadt Schahr-e Babak entfernt.
Das Dorf liegt in einer ariden Klimazone und wird durch Qanate bewässert. In der halbtrockenen Landschaft wachsen Pistazien- und wilde Mandelbäume. Zu der Fauna der Maymand-Ebene zählen Wüstentiere wie Schlangen, Krokodile, Igel und Schildkröten. In den Bergen findet man Hirsche, Leoparden, Wölfe, Füchse, Steinböcke, die Pfeifhasenart Ochotona vizier und unterschiedliche Vogelarten<ref>Artikel <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />auf payvand.com ( des Vorlage:IconExternal vom 10. Juni 2019 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.</ref>.
Die ungefähr 140 Einwohner des Dorfes sind Halbnomaden und leben von Ackerbau, Viehzucht und ihrem Handwerk. Zu den Sommerunterkünften der Hirten zählen sog. Kapars und Gambehs, runde Steinhäuser mit konischen Holzdächern<ref>Artikel zum Unesco-Preis 2005 und Artikel auf payvand.com</ref>. Die sonstigen Höhlenhäuser sind terrassenförmig in vier bis fünf Stufen angelegt. Sie bestehen aus mehreren 16–20 m² großen Räumen, in deren Mitte sich ein Ofen befindet<ref name="Maymand auf itto.com"/>. Teile des Dorfes dienen als Museum und sind für die Öffentlichkeit zugänglich.
Der lokale Dialekt enthält heute noch viele Wörter aus dem Mittelpersischen.
Das seit 2000–3000 Jahren bewohnte Höhlendorf wurde 2005 in Anerkennung der Kulturlandschaft mit dem griechischen Melina-Mercouri-Preis der UNESCO ausgezeichnet<ref>siehe Artikel zur UNESCO-Auszeichnung und auf payvand.com</ref>. Seit 2015 ist die Kulturlandschaft Maymand Weltkulturerbe.
Siehe auch
- Kandovan, Felsendorf in der Provinz Ost-Aserbaidschan, in der Nähe von Täbris
Weblinks
- Eintrag auf der Website des Welterbezentrums der UNESCO (englisch und französisch).
- Fotos auf www.pbase.com
- The village of Maymand .The music by Karunesh (Inshallah) auf YouTube
Einzelnachweise
<references />
Kulturerbe: Tschogha Zanbil (1979) | Persepolis (1979) | Meidan-e Emam, Isfahan (1979) | Tacht-i Suleiman (2003) | Pasargadae (2004) | Bam und seine Kulturlandschaft (2004) | Soltaniye (2005) | Bisotun (2006) | Armenische Klosteranlagen in Iran: Kloster Sankt Thaddäus, Kloster Sankt Stephanos und Kapelle von Dsordsor (2008) | Historisches Hydraulik-System von Schuschtar (2009) | Ensemble Scheich Safi al-din Chānegāh und Schrein in Ardabil (2010) | Historischer Basar-Komplex von Täbris (2010) | Der Persische Garten (2011) | Freitagsmoschee von Isfahan (2012) | Gonbad-e Qabus (2012) | Golestanpalast (2013) | Schahr-e Suchte (2014) | Kulturlandschaft von Maymand (2015) | Susa (2015) | Die persischen Qanate (2016) | Historische Stadt von Yazd (2017) | Archäologische Landschaft der Sassaniden in der Region Fars (2018) | Transiranische Eisenbahn (2021) | Kulturlandschaft Hawraman/Uramanat (2021) | Persische Karawanserei (2023) | Hegmateneh (2024)
Naturerbe: Wüste Lut (2016) | Hyrkanische Wälder (2019)