Zum Inhalt springen

St. Wenzels-Orden

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Dies ist die aktuelle Version dieser Seite, zuletzt bearbeitet am 5. Juli 2024 um 08:58 Uhr durch imported>Socius sociologicus (Kategorie:Unbelegter Ritterorden).
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)

Der St. Wenzels-Orden, auch Wenzelsorden oder Orden des heiligen Wenzel bzw. Ritterorden des heiligen Wenzel, tschechisch Rytířský řád svatého Václava, soll ein böhmischer Ritterorden gewesen sein.

Benannt wurde der Orden nach dem Heiligen Wenzel von Böhmen. Bereits König Wenzel II. schlug anlässlich seiner Krönung 1297 249 Adlige mit dem Schwert des heiligen Wenzel zu „Rittern des Heiligen Wenzel“. Einen förmlichen Ritterorden soll es aber nicht gegeben haben. Der Autor Ludwig Kuhn verglich die Wenzelritter mit den Karlsrittern, die von Karl den Großen zu Ritter geschlagen wurden, ohne dass es einen entsprechenden Orden gab.<ref>Ludwig Kuhn: Handbuch der Geschichte und Verfassung aller blühenden Ritter-Orden in Europa. Camesina, 1811 (google.de [abgerufen am 10. Juni 2023]).</ref>

Unter König Sigismund wurde Niklas Lobkowitz 1421 wegen großer Verdienste um den Staat zum Ritter geschlagen. Der Orden sollte die königliche Macht sichern und man wollte gewappnet gegen die Hussiten sein. Der aufkommende Bergbau, insbesondere die Silbervorkommen, bedurften erhöhten Schutzes.

Noch 1743 schlug Maria Theresia kurz nach ihrer Krönung zur Königin von Böhmen mehrere Personen zu Wenzelsrittern.<ref>J. Müller: Geographie von Böhmen. Carl Wilhelm Medau, Prag und Leitmeritz 1851, S. 21–22 (google.at [abgerufen am 10. Juni 2023]).</ref>

Ritter (Auswahl)

Einzelnachweise

<references/>

Weblinks

  • http://www.eosw.cz, Webseite des neuzeitlichen Nachfolgers mit Angaben zur Geschichte des ursprünglichen Ordens (tschechisch)